Dienstag, 7. Mai 2013

Erotisches Rollenspiel: Die Assassine und der Magier Teil 10



Da nun schon ein paar Leute gefragt haben, gibt es hier mal wieder eine Fortsetzung unseres Rollenspiels. Zusagen ein kleines Zwischenstück.


Die Assassine und der Magier Teil 10




Alric:
Alric ließ den Tag mit Lhynne ausklingen. Die Droge, die er ihr geben hatte, ließ sie in einem Dämmerzustand zurück in dem sie kaum mehr etwas mit bekam. Schlaf war das einzige Gegenmittel. Ein Mittel, welches er ihr in dieser Nacht in ihrem Käfig schenkte.

Befriedigt verhüllte er wieder sein inzwischen erschlaffendes Glied. Dann hob er sie an und trug sie mit sich. Er legte sie auf seinem Bett ab und entkleidet ihren Körper und fesselte ihre Unterarme auf dem Rücken, so wie er es schon so oft getan hatte.

Dass sie dabei alles nur im Halbschlaf war nahm, war ihm ganz recht. Ohne viel Liebe, dafür mit Effizienz sorgte er dafür, dass sie seinen Augen bereit für die Nacht war. Er schob ihren Körper danach in den Käfig unter seinem Bett, wo sie auf das von einer Decke bedeckte Strohlager fiel, welches unter Tags von dem Golem erneuert worden war. Er schloss die Tür und verbannte Lhynne für die folgenden 12 Stunden in absolute Dunkelheit.

Erst danach öffnete er den Käfig aufs Neue. Ein frischer Lufthauch drang in ihre schwülheiße Zelle ein und das Licht der Sonne fiel auf Lhynne. Es war hell. Die Vormittagssinne schickte bereits ihre glühenden Strahlen auf Khemi nieder und verbrannte die ungeschützte Erde. Doch irgendwas war anders. Heute war es besonders schwül und drückend. Fast so, als wenn die Himmel sich endlich erbarmen würden und Regen auf das trockene und heiße Land niedergehen lassen würden.

Alric sprach nicht zu Lhynne, er stellte nur eine Schüssel mit frischen Wasser vor den Eingang, so als wollte er ein Tier aus seiner Höhle locken.


Lhynne:
Nur dunkel drang zu ihr durch, dass Alric sich erhob und sie auf seinen Armen mit sich trug. Ihre Augen fielen immer wieder zu, aber selbst wenn sie sie geöffnet hatte, nahm sie kaum etwas von ihrer Umgebung wahr.

Irgendwann wurde sie auf etwas weichem abgelegt, seinem Bett vermutlich, auch wenn sie unmöglich hätte sagen könne, wo in seinem Haus sie sich gerade befanden. Die Tatsache, dass er sie entkleidete, arbeitete sich nur äußerst mühselig durch ihren benebelten Verstand und die Fesseln spürte sie so gut wie gar nicht mehr. Für Alric war es vermutlich ebenso leicht sie herzurichten, wie wenn sie gänzlich ohne Bewusstsein gewesen wäre.

Nahezu in dem Augenblick, als ihr Körper auf dem halbwegs weichen Stroh landete, fiel sie in einen tiefen, erschöpften Schlaf. Traumlos verbrachte sie die nächsten Stunden in absoluter Dunkelheit und ihr Körper nutzte die Zeit um sich von der Wirkung der Droge zu erholen.

Als am nächsten Morgen Licht und frische Luft gleichermaßen Einzug in ihren Käfig hielten, blinzelte Lhynne, wirkte aber relativ ausgeruht. Schon nach wenigen Sekunden bemerkte sie die drückende Schwüle und dass sie die Wärme bereits jetzt als unangenehm empfand kündete davon, dass es ein unerbittlich heißer Tag werden würde. Sie konnte nur hoffen, dass Alric nicht vorhatte, sie wieder spazieren zu führen.

Mit einem leisen "Guten Morgen..." bewegte sie sich auf den Knien aus ihrem Käfig, beugte sich über die Wasserschüssel und begann zu trinken.


Alric:
Worte wie "Guten Morgen", waren dem Stygier fremd. Es interessierte ihn nicht, wie der Morgen war, er würde ihn in seinem Sinne wandeln. Und ihm standen dazu einige Mittel zur Verfügung.

Er warte bis Lhynne fertig getrunken hatte und zu ihm aufsah. In der einen Hand hielt er eine Schüssel in die er mit der anderen hineingriff, nur um kurz darauf ein Fleischbällchen hervor zu holen, welches mit Gewürzen verfeinert und mit Zwiebeln und Brotstücken durchsetzt war.

Diese Art des Essens gehörte zu den Spezialitäten, die das gemeine Volk kaum zu Gesicht bekam. Alric lächelte, als er es ihr an die Lippen führte. Er warte, bis sie den Geschmack und den Duft erkannte und für das angebotene Essen den Mund öffnete. Dann schob er es ihr zwischen die Lippen und ließ das Fleischbällchen in ihrem Mund zurück.

"Iss meine Lhynne. Iss."

Seine Aufforderung klang herzlich, während ihre Sinne von zartem Fleisch und einer Fülle von exotisch, verführerischen Geschmäckern überladen wurden.

"Ich will dich, dass es dir gut geht. Du musst schon essen."

Er griff in die Schüssel und holte ein weiteres Stück Fleisch hervor, welches er ihr anbot.


Lhynne:
Nachdem sie die Schüssel nahezu gänzlich geleert hatte, sah Lhynne zu ihm auf. Wasser rann ihre Lippen hinab und tropfte von ihrem Kinn, durch ihre gefesselten Hände aber hatte sie keinerlei Möglichkeit, die Tropfen weg zu wischen.

Etwas irritiert bemerkte sie das Fleischbällchen in Alrics Hand. Eher zögerlich öffnete sie ihren Mund, als er es ihr an die Lippen hielt, und kostete davon. Fleisch zum Frühstück war nichts, was sie normalerweise gewählt hätte, aber die Zeiten, als sie überhaupt noch aus freiem Willen eine Wahl hatte treffen können, schienen unendlich lange her.

Nachdem sie das erste Bällchen eher vorsichtig gegessen hatte, nahm sie das zweite deutlich bereitwilliger zwischen ihre Lippen. Trotz ihrer Vorbehalte schmeckte das Fleisch köstlich und war hervorragend gewürzt. Kurz schoss ihr die Frage durch den Kopf, ob der Stygier wohl selber kochte, oder ob er das Essen von jemandem herstellen ließ, da sie aber vermutete, dass Alric wenig Lust haben würde sich über seine etwaigen Kochkünste zu unterhalten, schwieg sie.

Ohne zu wissen, warum er plötzlich so darauf bedacht war, dass sie genug zu essen bekam, nahm sie auch das dritte Fleischbällchen aus seinen Fingern. Wer wusste schon, wann er ihr das nächste Mal etwas zu Essen geben würde...


Alric:
Der Magier ließ sie den ersten Hunger stillen. Immer wieder gab er ihr ein neues Stück der Köstlichkeiten, wartete, bis sie es gekaut hatte, bevor er ihr etwas Neues anbot. Es war nicht viel, doch war es für sie die einzige Nahrung, die sie in den letzten 12 Stunden zu sich genommen hatte, und würde wohl auch für einige Zeit reichen müssen.

Ob wohl für Lhynne sichtbar noch einige Fleischbällchen in der Schüssel waren, stellte er sie weg und aß das letzte Stück in seiner Hand selbst. Genießend kaute er darauf rum, als habe er selbst auch schon lange nichts mehr gegessen.

"Wir haben besuch, meine kleine Sklavin."

Er richtete sich auf und packte sie am Oberarm um sie mit sich auf die Beine zu ziehen. Nicht grob, aber doch so bestimmend, dass es einfach nicht anders konnte, als seinem Wunsch zu folgen.

"Komm, er wartet unten auf dich. Und wir wollen ihn doch nicht warten lassen, oder?"

Er ging los, erwartete wohl, dass sie ihm folgte. Wohin auch immer und zu wem auch immer.


Lhynne:
Je mehr der Fleischbällchen Lhynne aß, desto besser schmeckten sie ihr und die Enttäuschung, als er das letzte in seiner Hand selber aß und die Schüssel einfach weg stellte, stand ihr deutlich ins Gesicht geschrieben.

Aber wenn Lhynne vor allem in den letzten Tagen eines gelernt hatte, dann seine wenigstens auf den ersten Blick friedliche Stimmung auf keinen Fall auch nur irgendwie einzutrüben. Bisher hatte er immer einen Grund gehabt, um sie zu bestrafen und auch wenn diese Gründe teils an den Haaren herbei gezogen waren, verstand sie doch irgendwo, wie sein kranker Geist darauf gekommen war.

Ergo bestand ihre Devise im Moment aus dem einen festen Grundsatz, Alric nicht vorsätzlich wütend zu machen.

Bei der Ankündigung des 'Besuchs' allerdings stockte sie. Was hatte er denn nun wieder vor? Unwillkürlich schossen ihr Bilder von blonden männlichen Sklaven durch den Kopf und die Angst, doch benutzt zu werden um hübsche blonde Kinder zu gebären, spiegelte sich überdeutlich in ihren Augen.

Aber auch hier würde es wenig Sinn machen, sich dem Stygier zu widersetzen. Sie war gefesselt und selbst wenn sie es schaffen sollte, ihn mit ihren noch freien Beinen irgendwie außer Gefecht zu setzen, würde sie spätestens am Abend des gleichen Tages wieder dermaßen unter Entzugserscheinungen leiden, dass sie entweder zu ihm zurück kriechen oder sich einen ruhigen Ort zum Sterben suchen müsste.

Da sie auf keines von beidem sonderlich erpicht war, ließ sie sich widerstandslos auf die Beine ziehen und folgte ihm wortlos auf dem Fuße.


Alric:
Sie gingen durch das weitläufige Anwesen. Mehrmals hatte Alric Lhynne schon durch dieses Haus geführt und immer schien es Neues zu entdecken zu geben. Auch wenn er sie nicht an der Leine führte, war es doch nicht anders. Er setzte ihren Gehorsam voraus und da sie es tat, brauchte er ihn auch nicht zu erzwingen.

Erst wirkte es, als würde er sie in das Labor führen, in dem er sie schon einmal gequält hatte. Diesmal jedoch betraten sie einen Hinterhof, in dem sich eine Art von Schmiede befand. Zwei Männer standen hier und warteten offensichtlich auf den Magier und seine Sklavin. Ihr Aussehen jedoch hätte nicht weiter entfernt von dem des Sklaven auf dem Markt sein können.

Ihre Körper waren mit Narben gezeichnet. Speck flankierte ihre üppigen Bäuche und nur ihre Arme schienen von Kraft zu zeugen, auch wenn keiner der Männer sonderlich groß war.

"Wir haben die Ringe für eure Sklavin vorbereitet, Meister", sprachen die Männer und verbeugten sich von Alric.

"Sie soll sich auf die Bank legen, damit wir sie ihr anpassen können."

"Tut es."

Der jüngere der beide ging zu Lhynne und führte sie mit grober Hand in Richtung eines Gestells, welches an einen Opferaltar erinnerte. Was für Ringe? Wofür war das glühende Kohlebecken der Schmiede entfacht worden?


Lhynne:
Inzwischen kannte Lhynne sich halbwegs in Alrics Anwesen aus, dennoch versuchte sie sich wie immer möglichst viele hilfreiche Details einzuprägen. Man wusste schließlich nie, wann man dieses Wissen noch einmal gebrauchen konnte.

Auf dem Weg wohin auch immer zermarterte sie sich das Hirn darüber, um wen es sich wohl bei diesem 'Besuch' handeln könnte, doch ihr fiel beim besten Willen niemand ein. Als es kurz so aussah, als würde der Magier sie in sein Labor führen, verstärkte sich Lhynnes Angst nur noch und auch die Szenerie in dem kleinen Hinterhof trug nicht unbedingt zu ihrer Beruhigung bei.

Dicht bei Alric stehen bleibend musterte sie die beiden Fremden. Auf die Assassine wirkten sie durch und durch abstoßend und auch wenn es irgendwie abwegig erschien, schickte sie ein stummes Stoßgebet zu den Göttern, dass Alric sie nicht an diese beiden Kerle verkaufen würde.

Das Gespräch über irgendwelche Ringe klang dann zwar eine Spur harmloser, der grobe Griff und das seltsame Gestell aber weckten erneut ein mehr als ungutes Gefühl in ihr, was durch das glühende Kohlebecken nur noch verstärkt wurde. Mit einem halb fragenden, halb flehenden Blick auf ihren Herrn, versuchte sie sich aus der Hand des jüngeren Mannes zu befreien.


Alric:
Der Magier betrachtete das Schauspiel ohne eine sichtliche Regung. Es war fast so, als wenn er das Verladen eines Handelsgutes beobachtete, als Lhynne an ihm vorbei ging. Er schien zu wissen, was sie erwartete. Ein Wissen, welches er jedoch nicht teilte, denn er schwieg.

Der junge Mann führte Lhynne zu der Bank und zwang sie vorne über sich auf das Metallgestell zu legen. Es hatte die Form eines weiblichen Körpers, auch wenn es nicht ganz passte. Kaltes Eisen schmiegte sich an sie und Lhynne konnte erfahren, wie sich ihre Brüste in die Aussparungen legten, die für sie vorgesehen wurden.

Metallbänder legten sich um ihren Körper und ihr Gesicht. Der junge Mann stand neben ihr und fixierte nun ihren Körper Mit Lederbändern die über ihren Hinterkopf, ihre Schenkel und ihre Rumpf gespannt wurden.

Erst als sie vollkommen hilflos dalag, öffnete er ihre Handfesseln und band auch ihre Arme in das Gestell, welches von oben so aussah, als wenn sie Arme und Beine in X Form spreizte. Nach einem kurzen Moment der Freiheit wurden ihre Arme auch aufs neue in das Gestell eingepasst. Der Ältere unterhielt sich derweil mit Alric.

"Es ist lange her, dass Ihr das letzte Mal so einen aufwand betrieben habt, Meister. Es war die Prinzessin, der wir zuletzt die Ringe umlegten."

"Sie hat mich enttäuscht", erklärt Alric knapp. "So wurden die Ringe wieder frei."

"Diese hier hatte die Wahl. Sie hat ihre Probe bestanden und nun bekommt sie ihre Belohnung."

"Hübsch. Aber für gewöhnlich gar nicht Euer Geschmack. Nun, ich hoffe um ihret willen, dass sie die lebenslange Garantie auf meine Arbeit etwas länger auskosten kann, als die Prinzessin. Es betrübt einen Handwerker, wenn seine Arbeit nach wenigen Wochen schon wieder vergebens war."


Lhynne:
Als ihre Befreiungsversuche nicht einmal ansatzweise fruchteten versuchte sie wenigstens, sich dagegen zu sperren auf das seltsame Gestell gepresst zu werden. Zu sehr erinnerte es sie an den Käfig in Alrics Labor und die demütigenden Geschehnisse an jenem Abend. Aber so haushoch, wie ihr der Fremde an Kraft überlegen war, schaffte sie es nicht einmal sein Vorhaben auch nur zu verzögern.

Panik durchflutete sie, als sie auf die Eisenverstrebungen gedrückt und ihr Körper mit den Lederriemen fixiert wurde. Jeglichen Bewegungsspielraums beraubt konnte sie nicht mehr tun, als ihre Muskeln in einem hilflosen und frustrierten Versuch anzuspannen.

Auch wenn es völlig sinnlos war versuchte sie ein letztes Mal sich dem Mann zu widersetzen, als er die Handfesseln in ihrem Rücken löste. Er aber drückte ihre Arme mit purer Gewalt in die dafür vorgesehenen Halterungen und fixierte sie ebenso wie er es zuvor mit dem Rest von ihr getan hatte.

Angsterfüllt ballte sie ihre Hände zu Fäusten und versuchte irgendwie, sich wieder zu beruhigen. Ihr Blick fiel dabei auf Alric, der sich scheinbar seelenruhig mit dem zweiten Fremden unterhielt. Angestrengt versuchte sie wenigstens Fetzen der Unterhaltung zu verstehen, würden sie ihr doch vielleicht Auskunft darüber geben, was der Stygier dieses Mal mit ihr vorhatte.

Auf 'Ringe', 'Probe bestanden' und 'Belohnung' konnte sie sich allerdings keinen Reim machen, kam ihr die Tortur gerade doch durch und durch wie eine Strafe und so rein gar nicht wie eine Belohnung vor.


Alric:
Der junge Mann betätigte den Blasebalg und fachte damit die Hitze in den Kohlebecken weiter an. Rauch stieg auf und Lhynne konnte sogar spüren, wie die Hitze sich auf ihrer Haut fing, während der Mann anfing mit einer Zange in die glühende Kohle zu fassen und einen weißlich strahlenden Stift aus Metall heraus zog.

"Sieh sie dir an", raunte der Junge. "Die denkt bestimmt schon daran, wie sich der glühende Bolzen in ihrer Fotze anfühlt, oder liebt sie es eher in ihrem Arsch."

Der andere Mann sagte nichts, denn er kannte Alric zu gut, als dass er es wagte, den Magier durch ein unbedachtes Wort zu verletzten. Trotzdem schmunzelte er etwas.

Alric hörte die Worte des Jungen ebenfalls kommentarlos, ging jedoch zu Lhynne und legte seine Hand auf ihre Wange. Zärtlich streichelte er ihr über diese und die Kopfhaut.

"Bring den ersten Ring für sie", meinte der Alte und der Jung verschwand aus Lhynnes Reichweite. Der alte jedoch kam ihr mit dem glühenden Metallstück immer näher.


Lhynne:
Lhynne konnte die Hitze des angefachten Kohlebeckens sowohl riechen, als auch spüren. Dadurch, dass die Fesseln sie unerbittlich an das Gestell banden, konnte sie zwar nicht alles um sich herum erkennen, aber das was sie sah reichte vollends um ihre Angst immer größer werden zu lassen.

Das Gespräch zwischen den beiden ihr unbekannten Männern bekam sie kaum mit, die Mimik des Jüngeren aber sagte mehr als Tausend Worte.

Als ihr Herzschlag langsam ein Tempo annahm, das dem des gestrigen Abends, als sie vor lauter Entzugserscheinungen unter Herzrasen gelitten hatte, in nichts nachstand, trat Alric zu ihr heran. So weit die Lederriemen es zuließen, sah sie zu ihm auf und ihrem Blick lag ein Flehen sondergleichen.

"Herr...?" Mehr als das eine geflüsterte Wort brachte sie nicht zustande, der Terror aber, der sich in ihren Augen spiegelte, als der Alte sich mit dem glühenden Metallstück näherte, sprach Bände.


Alric:
Zärtlich streichelte er sie weiter. Ließ sie mit seinen Fingern eine Wärme und Nähe spüren, die im totalen Widerspruch zu der ansonsten so grausem Szene des Terrors stand. Es war derselbe Widerspruch, der sich auch in seinen Worten spiegelte.

Lhynne konnte fühlen wie kühles Metall um ihr Handgelenk gebunden wurde und es wie eine zweite Haut verhüllte. Sie konnte es nicht sehen, konnte nur ahnen was geschah. Alric jedoch, beugte sich zu ihr herab und flüsterte.

"Alles wird gut, meine kleine Lhynne. Du liebst mich doch, oder?"

Sie spürte die Hitze des glühenden Metalls, welches sich ihr näherte. Spürte. wie es jeder Zeit auf ihre nackte, ungeschützte Haut fallen konnte, auch wenn sie es nicht sah.


Lhynne:
Wirkten seine Berührungen sonst immer auf eine seltsame Art und Weise beruhigend auf sie, verhinderten sie nun lediglich, dass die Assassine vollkommen durchdrehte. Mit aller Kraft konzentrierte sie sich auf Alric und versuchte, das glühend heiße Metall in der Hand des Fremden auszublenden. Ohne Erfolg.

Das kühle Band um ihr Handgelenk nahm sie kaum wahr, viel zu sehr war ihr Verstand damit beschäftigt, ihr ein grausames Bild nach dem anderen zu schicken, was man wohl alles mit einer glühenden Metallstange und einer nackten, zur Bewegungslosigkeit verdammten Frau tun könnte.

Nichts von dem, was Alric ihr bisher angetan hatte, kam auch nur annähernd an diese Bilder heran und so hatte der Stygier wohl noch nie dermaßen blankes Entsetzen in den Augen seiner Sklavin gesehen.

Auf seine Frage hin reagierte sie ein paar Sekunden lang rein gar nicht und es schien, als müssten seine Worte sich erst einmal einen Weg durch ihren Kopf bahnen, um überhaupt Gehör zu finden.
Ob sie ihn liebte? Nein. Sie hasste ihn mit jeder Faser ihres Körper und noch mehr fürchtete sie ihn. Lieben tat sie lediglich manche der Dinge, die er mit ihr anstellte und dafür hasste sie ihn gleich noch mehr. Dennoch bestand ihre Antwort aus einem Nicken.


Alric:
Noch immer streichelte er sie zärtlich, berührte ihre Haut, als wäre es die Haut einer Geliebten, die nicht in einem Gestell aus Eisen, sondern in einem Federbett lag und auf den Kuss ihres Mannes warte.

Er registrierte ihr Nicken doch es genügte ihm nicht. Er wollte ihre Worte hören, wollte ihre Stimme, wie sie sich selbst verleugnete, während sie sich in Angst wand.

"Sag es, Lhynne. Ich will es aus deinem Mund hören, meine kleine Lhynne. Liebst du mich? Ja? Sag einfach, 'ich liebe Euch, Herr', das wolltest du mir doch mit deinem Nicken sagen, oder?" Seine Stimme klang sanft, doch war nicht gerade seine sanfte Stimme die, die es verstand seine Drohungen ganz offen zu verkaufen?

Die Hitze des glühenden Bolzen war ihr ganz nahe, sengte ihre Haut, ohne sie jedoch zu berühren. Der alte Mann wartete, wartete auf den Befehl des Magiers, ohne den er nichts weiter unternahm.


Lhynne:
Das Warten zehrte an Lhynnes Nerven wie sie es nie für möglich gehalten hätte. Die Hitze des Eisens zu spüren, ohne dass es ihre Haut berührte und sich auszumalen, welche Schmerzen wohl auf sie warteten, war das schlimmste. Fast schon hoffte sie, dass der Fremde endlich mit seinem Tun beginnen und sie vielleicht wie an dem Tag, als Alric ihr sein Zeichen eingebrannt hatte, einfach irgendwann ohnmächtig werden würde.

Aber nein, anstatt seinem Handlanger endlich den entscheidenden Befehl zu geben, schien dem Stygier ausgerechnet jetzt der Sinn nach einer Unterhaltung zu stehen.

Auf seine neuerliche Frage in diesem gefährlich sanften Tonfall hin, zögerte sie nur kurz. Was machte es schon aus, ihm zu sagen, was er hören wollte? Bei dem dann folgenden "Ich liebe Euch... Herr..." klang ihre Stimme noch leiser, als zuvor. Er musste wissen, dass sie log, aber scheinbar ging es ihm einfach nur darum, dass sie es laut aussprach.

Nachdem sie es endlich gesagt hatte, konnte sie ein verzweifeltes Schluchzen nicht länger unterdrücken.


Alric:
Er wartete bis ihre Worte verklungen waren. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Ein zufriedenes Lächeln, welches doch seine innere Finsternis widerspiegelte, die Teil seiner Seele zu schein und durch nichts in der Welt zu erhellen war.

"Das freut mich", hauchte er ihr zu. So als würde er es für bare Münze nehmen, als hätten diese Worte jemals eine wirkliche Bedeutung gehabt. Nicht für ihn, aber sie dazu zu bringen sie auszusprechen war eben Teil der Demütigung, die sie ertragen musste. Einer Demütigung die Härter war, als jeder Schlag mit der Peitsche.

"Fangt an", befahl er und sogleich gehorchten die Männer.

"Ja, Meister", sprach der alte und führte den Bolzen in das Loch des Armreifens ein, den sein junger Begleiter bereits um Lhynnes Handgelenk gelegt hatte. Die Hitze stieg, doch statt sie zu verbrennen, wurde nur das Metall um ihr Handgelenk etwas wärmer.

Dann hörte sie einen lauten Schlag, denn die Männer nutzten einen Spezialhammer, um den Verschluss zu schließen, und den goldenen Ring an ihrem Arm zu einer durchgehenden Masse zu vereinigen. Die rötlich goldene Mischung aus Silber, Gold und Kupfer war nun ein teil von ihr, auch wenn sie es noch nicht wusste. Denn sie selbst würde diesen Ring niemals mehr loswerden können.

Die Männer wechselten zum anderen Arm ohne das Lhynne erkennen konnte was sie taten, wieder erfolgte die gleiche Prozedur, die dann auch an ihren Fußgelenken fortgesetzt wurde. Als letztes legte man ihr einen Halsreifen um, der auf die selbe weise in ihrem Nacken versiegelt wurde. Alric half dabei, in dem er ihr das Haar zur Seite schob, so dass die Männer ungestört den fünften Ring um ihnen Hals legen konnte, bevor sie ihn für immer an sie banden.

"Fertig", sprach der alte Mann und man löste Lhynnes Fesseln, jedoch nicht ohne ihr dabei die Hände diesmal mit einem kleinen Schloss, welches durch die Ösen ihrer neuen Armreifen gezogen wurde, wieder auf dem Rücken zu fixieren.

"Steh auf, Sklavin", befahl Alric, als man mit ihr fertig war. "Du hast deine Prüfungen bis jetzt sehr tapfer bestanden und als Belohnung habe ich dir Fesseln aus Gold anlegen lassen. Sie werden dich für den Rest deines Lebens begleiten."


Lhynne:
Es dauerte einige Augenblicke, bis Lhynne klar wurde, dass ihre schlimmsten Befürchtungen nicht wahr wurden. Weder wurden ihr neue Zeichen ins Fleisch gebrannt, noch benutzten die Männer das glühende Eisen für irgendwelche grausamen Spielchen. Mit einem Stoß entwich ihr Atem, den sie die letzten Sekunden über angehalten hatte.

Auch wenn sie nicht wirklich sehen konnte, was die Fremden taten, reichten ihr doch das Gefühl des Metalls um ihr Handgelenk, sowie die Geräusche des Hammers und die Hitze an ihrer Haut aus, um zu verstehen, was Alric in Auftrag gegeben hatte. Eisenfesseln.

Eigentlich hätte sie sich wohl erleichtert fühlen müssen, jetzt wo der Magier offenbar doch keines seiner grausamen Spiele mit ihr trieb. Doch statt Erleichterung empfand sie das metallene Band, welches soeben unwiderruflich um ihr Handgelenk angepasst wurde, als tonnenschweres Gewicht welches sie in die Tiefe zu ziehen drohte.

Natürlich hatte der Stygier sie die ganze Zeit über auf die ein oder andere Weise gefesselt, aber es hatte sich immer um Manschetten, aus welchem Material auch immer, gehandelt, die man nach Belieben mit wenigen Handgriffen wieder entfernen konnte. Die Ringe, die die Männer nun auch an ihrem anderen Handgelenk anbrachten, würde sie aus eigener Kraft nie mehr ablegen können. Vielleicht mit Hilfe eines Schmieds, aber auch das war eher fraglich.

Lhynnes Blick ging ins Leere und sie hätte unmöglich sagen können, wie viel Zeit vergangen war, als die Männer sich schlussendlich ihrem Hals zu wandten. Kurz durchflutete sie das surreale Gefühl, der Reif würde ihr die Luft zum Atmen nehmen, ehe aber eine erneute Flut aus purer Panik über sie herein brechen konnte, berührte Alric ihren Nacken und strich ihre Haare bei Seite. Und auch wenn sie ihn kaum je mehr gehasst hatte, als in diesem Moment, beruhigte die Berührung sie einmal mehr auf eine ungeahnte Art und Weise.

Als der ältere Mann ihre Fesseln löste und ihre Arme hinter ihrem Rücken mittels der beiden goldenen Ringe miteinander verband, leistete sie nicht den Hauch von Gegenwehr. Auf Alrics Befehl hin erhob sie sich und blieb vor ihm stehen. Seine Worten prallen an ihr ab wie das friedliche Meer an den Kaimauern Khemis, doch da er es vermutlich von ihr erwartete, erwiderte sie ein leises "Danke, Herr."


Alric:
Er nickte, als sie sich bei ihm bedankte. Mit einer einfachen Handbewegung deutete er den Männern, dass ihre Dienste nicht mehr gebraucht wurden, und sie zu gehen hatten. Ohne sich weiter um diese Arbeitstiere in seinem Reich zu kümmern, wandte er sich nun ganz Lhynne zu.

Alric wusste, wie sehr es in ihr brodeln musste. Die Ringe hatten ihren Zweck. Einen Zweck, der weit über das einfache Fesseln hinaus ging. Sie würde Lhynne begleiten und sie zugleich binden. Diese Dualität war gewiss ein größerer Schock für die einst freie Frau, als jeder Käfig in den er sie bis dahin gesteckt hatte. Ein rotgold glänzender Schmuck, der ihr Schicksal sein würde.

"Komm Lhynne. Wir sind hier fertig."

Auch wenn er ihr abermals keine Leine anlegte, ging er erneut davon aus, dass sie ihm folgen würde, als er in Richtung des Kellergewölbes ging. Das Gewölbe führte in die Tiefen des Anwesens und wenn man es gerade betrat, dauerte es einige Zeit, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnten, die von diesem Ort ausgingen.


Lhynne:
Lhynne blieb regungslos vor ihm stehen, den Blick nach unten und doch gleichzeitig ins Nichts gerichtet. Die beiden Fremden beachtete sie nicht weiter. Sie waren austauschbare Handlanger, von denen Alric wohl eine ganze Menge besaß. Vermutlich eher schlicht und brutal, aber solange der Magier zugegen war, würden sie exakt das tun, was er verlangte.

Vermutlich tat jeder in Alrics Reich, was er verlangte.

Erst das "Komm Lhynne" brachte wieder Bewegung in die bis dahin völlig regungslos da stehende Assassine. Der Stygier ging richtig davon aus, dass sie ihm folgen würde. Stumm setzte sie einen Fuß vor den anderen, dabei etwa einen Schritt Abstand zu ihm haltend.

Die Ringe um ihre Gelenke und ihren Hals fühlten sich ungewohnt an, aber nicht allzu unangenehm. Das Metall war warm und nicht sonderlich schwer und perfekt auf ihren Körper angepasst.

Erst als sie die Dunkelheit bemerkte, wurde ihr klar, wohin Alric sie führte. Für einen kurzen Augenblick blieb sie stehen, dann setzte sie ihren Weg zögerlich fort. 



Fortsetzung folgt, oder?

Kommentare:

  1. Ich danke euch Beiden...eine wirklich wundervolle Geschichte. Ich hoffe natürlich sehr das es noch weiter geht und welche Rolle der Magier für die Stadt spielt..kein Herscher würde doch so viel macht einfach dulden..und wird Lhynne mit dem stählernen Herzen einen Weg finden für einen Fluchtversuch..und vorallem..wird sie das überleben ? Was wird aus ihrem Kollegen..wer ist sein Ziel ? Wer kocht nun eigentlich die Fleischbälchen ? *g*

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  2. Prinzipiell finde ich es super, wie immer.
    Was mich nur stört - ihr versucht, realistisch zu schreiben, aber die Frau muss nie pinkeln oder solche Scherze... Entweder das eine oder das andere. So fällt nämlich primär auf, dass sie zu Unterernährung gezwungen wird. Hat das einen Hintergrund? Steht er auf anorektische Frauen?

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    1. Das hat eigentlich primär was mit dem Interessen der beteiligten Schreiber zu tun. Manche Menschen betonen gewisse Körperfunktionen eben etwas, während andere sie eher lieber ausblenden.

      Die Sache mit der Ernährung und dem Essen hat eher etwas mit Dominanz zu tun. Hunger kann eine starke Waffe sein, jedoch ist es recht schwer dies in den sehr unterschiedlichen Zeiträumen immer ganz klar zu machen.

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    2. Das mit dem "nie pinkeln" liegt an mir. Ist eine Marotte, ich ignoriere das im RP von jeher, ebenso wie meine Chars nie ihre Tage haben. Mir ist klar, dass das unrealistisch ist und auch ggf. auffällt, aber ich mag das im RP einfach nicht und da man es so schön leicht ausklammern kann, tue ich es ;o)
      Daria

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  3. Masters HHH willige Susi2. Januar 2015 um 00:42

    Schmuck liebt jede Frau , wofür er auch immer stehen mag . Von dem Master eine wohlgemeinte 7 .

    SubSusi

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