Samstag, 8. Februar 2014

An der Kette des Herrn


An der Kette des Herrn

Metallisches Klirren in seiner Hand. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Bang der Blick in ihrer Miene. Langsam kommt er auf sie zu. Sachte öffnet er die Hand. Zeigt ihr, was er für sie hat. Leise flüstert das Metall. Es ruft nach ihr mit kaltem Stahl.

Die Kette schließt sich um ihren Hals. Er zieht sie an. Ein kurzer Ruck. Die Glieder pressen sich an sie. Ein leises Röcheln ist zu hören. Er zieht mit, er zieht sie fort. Sie folgt ihm blind an jeden Ort. Ihr Herz schlägt schnell, schlägt nur für ihn. Bald zeigt sich, was er wirklich will.

Gefangen ist sie und doch frei. Sie folgt ihm willig ohne Scheu. Wohin er sie auch bringen mag. Sie will bei ihm sein, bis ins Mark. Der Teufel steckt in seiner Seele. Und doch will nur seinen Segen.

Er kettet sie an einen Pfahl. Umschließt ihren Körper noch einmal. Der kalte Stahl auf ihrer Haut, ihn manchmal den Verstand fast raubt. Noch einmal streichelt er die Brust. Noch einmal fühlt er ihre Lust. Sie windet sich im festen Griff, die Glieder halte sie ganz fest.

Jetzt kommt er nah zu ihr heran. Sein heißer Atem hier bei ihr. Er flüstert ihr nun leise zu. Ihr Atem Stock, weiß sie es nun.

Die Rute saust dann durch die Luft. Dreimal zuckt sie ganz unbewusst. Erst dann küsst er sie auf die Haut. Und diesmal ist der Schmerz sehr laut. Sie presst die Zähne fest zusammen.

Er lächelt nur und küsst sie noch mal. Die Leidenschaft ist nun ihr Mal. Er zeichnet sie mit ganzer Kraft. Ein jeder Hieb nun etwas schafft.

Bald fließen Tränen über ihre Brust. Er streichelt sie an ihrer Lust. Sie windet sich und schreit nach mehr. Sie will ihn ganz, gibt sich nun her. Wild windet sie sich jetzt am Pfahl. Im Rausch der Lust glänzt feuerrot ihr Mal.

Er löst die Kette, die sie umfängt, die wahre Kette an ihrem Herzen hängt. Zärtlich küsst er sie und fängt sie auf. So fühlt die Sklavin sich wohlauf. In seinen Armen schlummert sie. In ihren Träumen liebt er sie.

Kommentare:

  1. Wow, mal abgesehen, dass ich die Geschichte an sich wirklich sehr erregend finde, sind deine lyrischen Fähigkeiten einfach toll. Ich würde gern noch mehr solcher Prosatexte von dir lesen. ;-)

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  2. Ich liebe solche veruchten und Devote, grob und harte Geschichten es lässt mich in eine Welt gleiten und es am eigenem Leib spüren zu wollen die Gewalt und Eifersucht ...einfach Hilflos ausgesetzt*_* echt toll!

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