Dienstag, 7. Mai 2013

Erotisches Rollenspiel: Die Assassine und der Magier Teil 10



Da nun schon ein paar Leute gefragt haben, gibt es hier mal wieder eine Fortsetzung unseres Rollenspiels. Zusagen ein kleines Zwischenstück.


Die Assassine und der Magier Teil 10




Alric:
Alric ließ den Tag mit Lhynne ausklingen. Die Droge, die er ihr geben hatte, ließ sie in einem Dämmerzustand zurück in dem sie kaum mehr etwas mit bekam. Schlaf war das einzige Gegenmittel. Ein Mittel, welches er ihr in dieser Nacht in ihrem Käfig schenkte.

Befriedigt verhüllte er wieder sein inzwischen erschlaffendes Glied. Dann hob er sie an und trug sie mit sich. Er legte sie auf seinem Bett ab und entkleidet ihren Körper und fesselte ihre Unterarme auf dem Rücken, so wie er es schon so oft getan hatte.

Dass sie dabei alles nur im Halbschlaf war nahm, war ihm ganz recht. Ohne viel Liebe, dafür mit Effizienz sorgte er dafür, dass sie seinen Augen bereit für die Nacht war. Er schob ihren Körper danach in den Käfig unter seinem Bett, wo sie auf das von einer Decke bedeckte Strohlager fiel, welches unter Tags von dem Golem erneuert worden war. Er schloss die Tür und verbannte Lhynne für die folgenden 12 Stunden in absolute Dunkelheit.

Erst danach öffnete er den Käfig aufs Neue. Ein frischer Lufthauch drang in ihre schwülheiße Zelle ein und das Licht der Sonne fiel auf Lhynne. Es war hell. Die Vormittagssinne schickte bereits ihre glühenden Strahlen auf Khemi nieder und verbrannte die ungeschützte Erde. Doch irgendwas war anders. Heute war es besonders schwül und drückend. Fast so, als wenn die Himmel sich endlich erbarmen würden und Regen auf das trockene und heiße Land niedergehen lassen würden.

Alric sprach nicht zu Lhynne, er stellte nur eine Schüssel mit frischen Wasser vor den Eingang, so als wollte er ein Tier aus seiner Höhle locken.


Lhynne:
Nur dunkel drang zu ihr durch, dass Alric sich erhob und sie auf seinen Armen mit sich trug. Ihre Augen fielen immer wieder zu, aber selbst wenn sie sie geöffnet hatte, nahm sie kaum etwas von ihrer Umgebung wahr.

Irgendwann wurde sie auf etwas weichem abgelegt, seinem Bett vermutlich, auch wenn sie unmöglich hätte sagen könne, wo in seinem Haus sie sich gerade befanden. Die Tatsache, dass er sie entkleidete, arbeitete sich nur äußerst mühselig durch ihren benebelten Verstand und die Fesseln spürte sie so gut wie gar nicht mehr. Für Alric war es vermutlich ebenso leicht sie herzurichten, wie wenn sie gänzlich ohne Bewusstsein gewesen wäre.

Nahezu in dem Augenblick, als ihr Körper auf dem halbwegs weichen Stroh landete, fiel sie in einen tiefen, erschöpften Schlaf. Traumlos verbrachte sie die nächsten Stunden in absoluter Dunkelheit und ihr Körper nutzte die Zeit um sich von der Wirkung der Droge zu erholen.

Als am nächsten Morgen Licht und frische Luft gleichermaßen Einzug in ihren Käfig hielten, blinzelte Lhynne, wirkte aber relativ ausgeruht. Schon nach wenigen Sekunden bemerkte sie die drückende Schwüle und dass sie die Wärme bereits jetzt als unangenehm empfand kündete davon, dass es ein unerbittlich heißer Tag werden würde. Sie konnte nur hoffen, dass Alric nicht vorhatte, sie wieder spazieren zu führen.

Mit einem leisen "Guten Morgen..." bewegte sie sich auf den Knien aus ihrem Käfig, beugte sich über die Wasserschüssel und begann zu trinken.


Alric:
Worte wie "Guten Morgen", waren dem Stygier fremd. Es interessierte ihn nicht, wie der Morgen war, er würde ihn in seinem Sinne wandeln. Und ihm standen dazu einige Mittel zur Verfügung.

Er warte bis Lhynne fertig getrunken hatte und zu ihm aufsah. In der einen Hand hielt er eine Schüssel in die er mit der anderen hineingriff, nur um kurz darauf ein Fleischbällchen hervor zu holen, welches mit Gewürzen verfeinert und mit Zwiebeln und Brotstücken durchsetzt war.

Diese Art des Essens gehörte zu den Spezialitäten, die das gemeine Volk kaum zu Gesicht bekam. Alric lächelte, als er es ihr an die Lippen führte. Er warte, bis sie den Geschmack und den Duft erkannte und für das angebotene Essen den Mund öffnete. Dann schob er es ihr zwischen die Lippen und ließ das Fleischbällchen in ihrem Mund zurück.

"Iss meine Lhynne. Iss."

Seine Aufforderung klang herzlich, während ihre Sinne von zartem Fleisch und einer Fülle von exotisch, verführerischen Geschmäckern überladen wurden.

"Ich will dich, dass es dir gut geht. Du musst schon essen."

Er griff in die Schüssel und holte ein weiteres Stück Fleisch hervor, welches er ihr anbot.


Lhynne:
Nachdem sie die Schüssel nahezu gänzlich geleert hatte, sah Lhynne zu ihm auf. Wasser rann ihre Lippen hinab und tropfte von ihrem Kinn, durch ihre gefesselten Hände aber hatte sie keinerlei Möglichkeit, die Tropfen weg zu wischen.

Etwas irritiert bemerkte sie das Fleischbällchen in Alrics Hand. Eher zögerlich öffnete sie ihren Mund, als er es ihr an die Lippen hielt, und kostete davon. Fleisch zum Frühstück war nichts, was sie normalerweise gewählt hätte, aber die Zeiten, als sie überhaupt noch aus freiem Willen eine Wahl hatte treffen können, schienen unendlich lange her.

Nachdem sie das erste Bällchen eher vorsichtig gegessen hatte, nahm sie das zweite deutlich bereitwilliger zwischen ihre Lippen. Trotz ihrer Vorbehalte schmeckte das Fleisch köstlich und war hervorragend gewürzt. Kurz schoss ihr die Frage durch den Kopf, ob der Stygier wohl selber kochte, oder ob er das Essen von jemandem herstellen ließ, da sie aber vermutete, dass Alric wenig Lust haben würde sich über seine etwaigen Kochkünste zu unterhalten, schwieg sie.

Ohne zu wissen, warum er plötzlich so darauf bedacht war, dass sie genug zu essen bekam, nahm sie auch das dritte Fleischbällchen aus seinen Fingern. Wer wusste schon, wann er ihr das nächste Mal etwas zu Essen geben würde...


Alric:
Der Magier ließ sie den ersten Hunger stillen. Immer wieder gab er ihr ein neues Stück der Köstlichkeiten, wartete, bis sie es gekaut hatte, bevor er ihr etwas Neues anbot. Es war nicht viel, doch war es für sie die einzige Nahrung, die sie in den letzten 12 Stunden zu sich genommen hatte, und würde wohl auch für einige Zeit reichen müssen.

Ob wohl für Lhynne sichtbar noch einige Fleischbällchen in der Schüssel waren, stellte er sie weg und aß das letzte Stück in seiner Hand selbst. Genießend kaute er darauf rum, als habe er selbst auch schon lange nichts mehr gegessen.

"Wir haben besuch, meine kleine Sklavin."

Er richtete sich auf und packte sie am Oberarm um sie mit sich auf die Beine zu ziehen. Nicht grob, aber doch so bestimmend, dass es einfach nicht anders konnte, als seinem Wunsch zu folgen.

"Komm, er wartet unten auf dich. Und wir wollen ihn doch nicht warten lassen, oder?"

Er ging los, erwartete wohl, dass sie ihm folgte. Wohin auch immer und zu wem auch immer.


Lhynne:
Je mehr der Fleischbällchen Lhynne aß, desto besser schmeckten sie ihr und die Enttäuschung, als er das letzte in seiner Hand selber aß und die Schüssel einfach weg stellte, stand ihr deutlich ins Gesicht geschrieben.

Aber wenn Lhynne vor allem in den letzten Tagen eines gelernt hatte, dann seine wenigstens auf den ersten Blick friedliche Stimmung auf keinen Fall auch nur irgendwie einzutrüben. Bisher hatte er immer einen Grund gehabt, um sie zu bestrafen und auch wenn diese Gründe teils an den Haaren herbei gezogen waren, verstand sie doch irgendwo, wie sein kranker Geist darauf gekommen war.

Ergo bestand ihre Devise im Moment aus dem einen festen Grundsatz, Alric nicht vorsätzlich wütend zu machen.

Bei der Ankündigung des 'Besuchs' allerdings stockte sie. Was hatte er denn nun wieder vor? Unwillkürlich schossen ihr Bilder von blonden männlichen Sklaven durch den Kopf und die Angst, doch benutzt zu werden um hübsche blonde Kinder zu gebären, spiegelte sich überdeutlich in ihren Augen.

Aber auch hier würde es wenig Sinn machen, sich dem Stygier zu widersetzen. Sie war gefesselt und selbst wenn sie es schaffen sollte, ihn mit ihren noch freien Beinen irgendwie außer Gefecht zu setzen, würde sie spätestens am Abend des gleichen Tages wieder dermaßen unter Entzugserscheinungen leiden, dass sie entweder zu ihm zurück kriechen oder sich einen ruhigen Ort zum Sterben suchen müsste.

Da sie auf keines von beidem sonderlich erpicht war, ließ sie sich widerstandslos auf die Beine ziehen und folgte ihm wortlos auf dem Fuße.


Alric:
Sie gingen durch das weitläufige Anwesen. Mehrmals hatte Alric Lhynne schon durch dieses Haus geführt und immer schien es Neues zu entdecken zu geben. Auch wenn er sie nicht an der Leine führte, war es doch nicht anders. Er setzte ihren Gehorsam voraus und da sie es tat, brauchte er ihn auch nicht zu erzwingen.

Erst wirkte es, als würde er sie in das Labor führen, in dem er sie schon einmal gequält hatte. Diesmal jedoch betraten sie einen Hinterhof, in dem sich eine Art von Schmiede befand. Zwei Männer standen hier und warteten offensichtlich auf den Magier und seine Sklavin. Ihr Aussehen jedoch hätte nicht weiter entfernt von dem des Sklaven auf dem Markt sein können.

Ihre Körper waren mit Narben gezeichnet. Speck flankierte ihre üppigen Bäuche und nur ihre Arme schienen von Kraft zu zeugen, auch wenn keiner der Männer sonderlich groß war.

"Wir haben die Ringe für eure Sklavin vorbereitet, Meister", sprachen die Männer und verbeugten sich von Alric.

"Sie soll sich auf die Bank legen, damit wir sie ihr anpassen können."

"Tut es."

Der jüngere der beide ging zu Lhynne und führte sie mit grober Hand in Richtung eines Gestells, welches an einen Opferaltar erinnerte. Was für Ringe? Wofür war das glühende Kohlebecken der Schmiede entfacht worden?


Lhynne:
Inzwischen kannte Lhynne sich halbwegs in Alrics Anwesen aus, dennoch versuchte sie sich wie immer möglichst viele hilfreiche Details einzuprägen. Man wusste schließlich nie, wann man dieses Wissen noch einmal gebrauchen konnte.

Auf dem Weg wohin auch immer zermarterte sie sich das Hirn darüber, um wen es sich wohl bei diesem 'Besuch' handeln könnte, doch ihr fiel beim besten Willen niemand ein. Als es kurz so aussah, als würde der Magier sie in sein Labor führen, verstärkte sich Lhynnes Angst nur noch und auch die Szenerie in dem kleinen Hinterhof trug nicht unbedingt zu ihrer Beruhigung bei.

Dicht bei Alric stehen bleibend musterte sie die beiden Fremden. Auf die Assassine wirkten sie durch und durch abstoßend und auch wenn es irgendwie abwegig erschien, schickte sie ein stummes Stoßgebet zu den Göttern, dass Alric sie nicht an diese beiden Kerle verkaufen würde.

Das Gespräch über irgendwelche Ringe klang dann zwar eine Spur harmloser, der grobe Griff und das seltsame Gestell aber weckten erneut ein mehr als ungutes Gefühl in ihr, was durch das glühende Kohlebecken nur noch verstärkt wurde. Mit einem halb fragenden, halb flehenden Blick auf ihren Herrn, versuchte sie sich aus der Hand des jüngeren Mannes zu befreien.


Alric:
Der Magier betrachtete das Schauspiel ohne eine sichtliche Regung. Es war fast so, als wenn er das Verladen eines Handelsgutes beobachtete, als Lhynne an ihm vorbei ging. Er schien zu wissen, was sie erwartete. Ein Wissen, welches er jedoch nicht teilte, denn er schwieg.

Der junge Mann führte Lhynne zu der Bank und zwang sie vorne über sich auf das Metallgestell zu legen. Es hatte die Form eines weiblichen Körpers, auch wenn es nicht ganz passte. Kaltes Eisen schmiegte sich an sie und Lhynne konnte erfahren, wie sich ihre Brüste in die Aussparungen legten, die für sie vorgesehen wurden.

Metallbänder legten sich um ihren Körper und ihr Gesicht. Der junge Mann stand neben ihr und fixierte nun ihren Körper Mit Lederbändern die über ihren Hinterkopf, ihre Schenkel und ihre Rumpf gespannt wurden.

Erst als sie vollkommen hilflos dalag, öffnete er ihre Handfesseln und band auch ihre Arme in das Gestell, welches von oben so aussah, als wenn sie Arme und Beine in X Form spreizte. Nach einem kurzen Moment der Freiheit wurden ihre Arme auch aufs neue in das Gestell eingepasst. Der Ältere unterhielt sich derweil mit Alric.

"Es ist lange her, dass Ihr das letzte Mal so einen aufwand betrieben habt, Meister. Es war die Prinzessin, der wir zuletzt die Ringe umlegten."

"Sie hat mich enttäuscht", erklärt Alric knapp. "So wurden die Ringe wieder frei."

"Diese hier hatte die Wahl. Sie hat ihre Probe bestanden und nun bekommt sie ihre Belohnung."

"Hübsch. Aber für gewöhnlich gar nicht Euer Geschmack. Nun, ich hoffe um ihret willen, dass sie die lebenslange Garantie auf meine Arbeit etwas länger auskosten kann, als die Prinzessin. Es betrübt einen Handwerker, wenn seine Arbeit nach wenigen Wochen schon wieder vergebens war."


Lhynne:
Als ihre Befreiungsversuche nicht einmal ansatzweise fruchteten versuchte sie wenigstens, sich dagegen zu sperren auf das seltsame Gestell gepresst zu werden. Zu sehr erinnerte es sie an den Käfig in Alrics Labor und die demütigenden Geschehnisse an jenem Abend. Aber so haushoch, wie ihr der Fremde an Kraft überlegen war, schaffte sie es nicht einmal sein Vorhaben auch nur zu verzögern.

Panik durchflutete sie, als sie auf die Eisenverstrebungen gedrückt und ihr Körper mit den Lederriemen fixiert wurde. Jeglichen Bewegungsspielraums beraubt konnte sie nicht mehr tun, als ihre Muskeln in einem hilflosen und frustrierten Versuch anzuspannen.

Auch wenn es völlig sinnlos war versuchte sie ein letztes Mal sich dem Mann zu widersetzen, als er die Handfesseln in ihrem Rücken löste. Er aber drückte ihre Arme mit purer Gewalt in die dafür vorgesehenen Halterungen und fixierte sie ebenso wie er es zuvor mit dem Rest von ihr getan hatte.

Angsterfüllt ballte sie ihre Hände zu Fäusten und versuchte irgendwie, sich wieder zu beruhigen. Ihr Blick fiel dabei auf Alric, der sich scheinbar seelenruhig mit dem zweiten Fremden unterhielt. Angestrengt versuchte sie wenigstens Fetzen der Unterhaltung zu verstehen, würden sie ihr doch vielleicht Auskunft darüber geben, was der Stygier dieses Mal mit ihr vorhatte.

Auf 'Ringe', 'Probe bestanden' und 'Belohnung' konnte sie sich allerdings keinen Reim machen, kam ihr die Tortur gerade doch durch und durch wie eine Strafe und so rein gar nicht wie eine Belohnung vor.


Alric:
Der junge Mann betätigte den Blasebalg und fachte damit die Hitze in den Kohlebecken weiter an. Rauch stieg auf und Lhynne konnte sogar spüren, wie die Hitze sich auf ihrer Haut fing, während der Mann anfing mit einer Zange in die glühende Kohle zu fassen und einen weißlich strahlenden Stift aus Metall heraus zog.

"Sieh sie dir an", raunte der Junge. "Die denkt bestimmt schon daran, wie sich der glühende Bolzen in ihrer Fotze anfühlt, oder liebt sie es eher in ihrem Arsch."

Der andere Mann sagte nichts, denn er kannte Alric zu gut, als dass er es wagte, den Magier durch ein unbedachtes Wort zu verletzten. Trotzdem schmunzelte er etwas.

Alric hörte die Worte des Jungen ebenfalls kommentarlos, ging jedoch zu Lhynne und legte seine Hand auf ihre Wange. Zärtlich streichelte er ihr über diese und die Kopfhaut.

"Bring den ersten Ring für sie", meinte der Alte und der Jung verschwand aus Lhynnes Reichweite. Der alte jedoch kam ihr mit dem glühenden Metallstück immer näher.


Lhynne:
Lhynne konnte die Hitze des angefachten Kohlebeckens sowohl riechen, als auch spüren. Dadurch, dass die Fesseln sie unerbittlich an das Gestell banden, konnte sie zwar nicht alles um sich herum erkennen, aber das was sie sah reichte vollends um ihre Angst immer größer werden zu lassen.

Das Gespräch zwischen den beiden ihr unbekannten Männern bekam sie kaum mit, die Mimik des Jüngeren aber sagte mehr als Tausend Worte.

Als ihr Herzschlag langsam ein Tempo annahm, das dem des gestrigen Abends, als sie vor lauter Entzugserscheinungen unter Herzrasen gelitten hatte, in nichts nachstand, trat Alric zu ihr heran. So weit die Lederriemen es zuließen, sah sie zu ihm auf und ihrem Blick lag ein Flehen sondergleichen.

"Herr...?" Mehr als das eine geflüsterte Wort brachte sie nicht zustande, der Terror aber, der sich in ihren Augen spiegelte, als der Alte sich mit dem glühenden Metallstück näherte, sprach Bände.


Alric:
Zärtlich streichelte er sie weiter. Ließ sie mit seinen Fingern eine Wärme und Nähe spüren, die im totalen Widerspruch zu der ansonsten so grausem Szene des Terrors stand. Es war derselbe Widerspruch, der sich auch in seinen Worten spiegelte.

Lhynne konnte fühlen wie kühles Metall um ihr Handgelenk gebunden wurde und es wie eine zweite Haut verhüllte. Sie konnte es nicht sehen, konnte nur ahnen was geschah. Alric jedoch, beugte sich zu ihr herab und flüsterte.

"Alles wird gut, meine kleine Lhynne. Du liebst mich doch, oder?"

Sie spürte die Hitze des glühenden Metalls, welches sich ihr näherte. Spürte. wie es jeder Zeit auf ihre nackte, ungeschützte Haut fallen konnte, auch wenn sie es nicht sah.


Lhynne:
Wirkten seine Berührungen sonst immer auf eine seltsame Art und Weise beruhigend auf sie, verhinderten sie nun lediglich, dass die Assassine vollkommen durchdrehte. Mit aller Kraft konzentrierte sie sich auf Alric und versuchte, das glühend heiße Metall in der Hand des Fremden auszublenden. Ohne Erfolg.

Das kühle Band um ihr Handgelenk nahm sie kaum wahr, viel zu sehr war ihr Verstand damit beschäftigt, ihr ein grausames Bild nach dem anderen zu schicken, was man wohl alles mit einer glühenden Metallstange und einer nackten, zur Bewegungslosigkeit verdammten Frau tun könnte.

Nichts von dem, was Alric ihr bisher angetan hatte, kam auch nur annähernd an diese Bilder heran und so hatte der Stygier wohl noch nie dermaßen blankes Entsetzen in den Augen seiner Sklavin gesehen.

Auf seine Frage hin reagierte sie ein paar Sekunden lang rein gar nicht und es schien, als müssten seine Worte sich erst einmal einen Weg durch ihren Kopf bahnen, um überhaupt Gehör zu finden.
Ob sie ihn liebte? Nein. Sie hasste ihn mit jeder Faser ihres Körper und noch mehr fürchtete sie ihn. Lieben tat sie lediglich manche der Dinge, die er mit ihr anstellte und dafür hasste sie ihn gleich noch mehr. Dennoch bestand ihre Antwort aus einem Nicken.


Alric:
Noch immer streichelte er sie zärtlich, berührte ihre Haut, als wäre es die Haut einer Geliebten, die nicht in einem Gestell aus Eisen, sondern in einem Federbett lag und auf den Kuss ihres Mannes warte.

Er registrierte ihr Nicken doch es genügte ihm nicht. Er wollte ihre Worte hören, wollte ihre Stimme, wie sie sich selbst verleugnete, während sie sich in Angst wand.

"Sag es, Lhynne. Ich will es aus deinem Mund hören, meine kleine Lhynne. Liebst du mich? Ja? Sag einfach, 'ich liebe Euch, Herr', das wolltest du mir doch mit deinem Nicken sagen, oder?" Seine Stimme klang sanft, doch war nicht gerade seine sanfte Stimme die, die es verstand seine Drohungen ganz offen zu verkaufen?

Die Hitze des glühenden Bolzen war ihr ganz nahe, sengte ihre Haut, ohne sie jedoch zu berühren. Der alte Mann wartete, wartete auf den Befehl des Magiers, ohne den er nichts weiter unternahm.


Lhynne:
Das Warten zehrte an Lhynnes Nerven wie sie es nie für möglich gehalten hätte. Die Hitze des Eisens zu spüren, ohne dass es ihre Haut berührte und sich auszumalen, welche Schmerzen wohl auf sie warteten, war das schlimmste. Fast schon hoffte sie, dass der Fremde endlich mit seinem Tun beginnen und sie vielleicht wie an dem Tag, als Alric ihr sein Zeichen eingebrannt hatte, einfach irgendwann ohnmächtig werden würde.

Aber nein, anstatt seinem Handlanger endlich den entscheidenden Befehl zu geben, schien dem Stygier ausgerechnet jetzt der Sinn nach einer Unterhaltung zu stehen.

Auf seine neuerliche Frage in diesem gefährlich sanften Tonfall hin, zögerte sie nur kurz. Was machte es schon aus, ihm zu sagen, was er hören wollte? Bei dem dann folgenden "Ich liebe Euch... Herr..." klang ihre Stimme noch leiser, als zuvor. Er musste wissen, dass sie log, aber scheinbar ging es ihm einfach nur darum, dass sie es laut aussprach.

Nachdem sie es endlich gesagt hatte, konnte sie ein verzweifeltes Schluchzen nicht länger unterdrücken.


Alric:
Er wartete bis ihre Worte verklungen waren. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Ein zufriedenes Lächeln, welches doch seine innere Finsternis widerspiegelte, die Teil seiner Seele zu schein und durch nichts in der Welt zu erhellen war.

"Das freut mich", hauchte er ihr zu. So als würde er es für bare Münze nehmen, als hätten diese Worte jemals eine wirkliche Bedeutung gehabt. Nicht für ihn, aber sie dazu zu bringen sie auszusprechen war eben Teil der Demütigung, die sie ertragen musste. Einer Demütigung die Härter war, als jeder Schlag mit der Peitsche.

"Fangt an", befahl er und sogleich gehorchten die Männer.

"Ja, Meister", sprach der alte und führte den Bolzen in das Loch des Armreifens ein, den sein junger Begleiter bereits um Lhynnes Handgelenk gelegt hatte. Die Hitze stieg, doch statt sie zu verbrennen, wurde nur das Metall um ihr Handgelenk etwas wärmer.

Dann hörte sie einen lauten Schlag, denn die Männer nutzten einen Spezialhammer, um den Verschluss zu schließen, und den goldenen Ring an ihrem Arm zu einer durchgehenden Masse zu vereinigen. Die rötlich goldene Mischung aus Silber, Gold und Kupfer war nun ein teil von ihr, auch wenn sie es noch nicht wusste. Denn sie selbst würde diesen Ring niemals mehr loswerden können.

Die Männer wechselten zum anderen Arm ohne das Lhynne erkennen konnte was sie taten, wieder erfolgte die gleiche Prozedur, die dann auch an ihren Fußgelenken fortgesetzt wurde. Als letztes legte man ihr einen Halsreifen um, der auf die selbe weise in ihrem Nacken versiegelt wurde. Alric half dabei, in dem er ihr das Haar zur Seite schob, so dass die Männer ungestört den fünften Ring um ihnen Hals legen konnte, bevor sie ihn für immer an sie banden.

"Fertig", sprach der alte Mann und man löste Lhynnes Fesseln, jedoch nicht ohne ihr dabei die Hände diesmal mit einem kleinen Schloss, welches durch die Ösen ihrer neuen Armreifen gezogen wurde, wieder auf dem Rücken zu fixieren.

"Steh auf, Sklavin", befahl Alric, als man mit ihr fertig war. "Du hast deine Prüfungen bis jetzt sehr tapfer bestanden und als Belohnung habe ich dir Fesseln aus Gold anlegen lassen. Sie werden dich für den Rest deines Lebens begleiten."


Lhynne:
Es dauerte einige Augenblicke, bis Lhynne klar wurde, dass ihre schlimmsten Befürchtungen nicht wahr wurden. Weder wurden ihr neue Zeichen ins Fleisch gebrannt, noch benutzten die Männer das glühende Eisen für irgendwelche grausamen Spielchen. Mit einem Stoß entwich ihr Atem, den sie die letzten Sekunden über angehalten hatte.

Auch wenn sie nicht wirklich sehen konnte, was die Fremden taten, reichten ihr doch das Gefühl des Metalls um ihr Handgelenk, sowie die Geräusche des Hammers und die Hitze an ihrer Haut aus, um zu verstehen, was Alric in Auftrag gegeben hatte. Eisenfesseln.

Eigentlich hätte sie sich wohl erleichtert fühlen müssen, jetzt wo der Magier offenbar doch keines seiner grausamen Spiele mit ihr trieb. Doch statt Erleichterung empfand sie das metallene Band, welches soeben unwiderruflich um ihr Handgelenk angepasst wurde, als tonnenschweres Gewicht welches sie in die Tiefe zu ziehen drohte.

Natürlich hatte der Stygier sie die ganze Zeit über auf die ein oder andere Weise gefesselt, aber es hatte sich immer um Manschetten, aus welchem Material auch immer, gehandelt, die man nach Belieben mit wenigen Handgriffen wieder entfernen konnte. Die Ringe, die die Männer nun auch an ihrem anderen Handgelenk anbrachten, würde sie aus eigener Kraft nie mehr ablegen können. Vielleicht mit Hilfe eines Schmieds, aber auch das war eher fraglich.

Lhynnes Blick ging ins Leere und sie hätte unmöglich sagen können, wie viel Zeit vergangen war, als die Männer sich schlussendlich ihrem Hals zu wandten. Kurz durchflutete sie das surreale Gefühl, der Reif würde ihr die Luft zum Atmen nehmen, ehe aber eine erneute Flut aus purer Panik über sie herein brechen konnte, berührte Alric ihren Nacken und strich ihre Haare bei Seite. Und auch wenn sie ihn kaum je mehr gehasst hatte, als in diesem Moment, beruhigte die Berührung sie einmal mehr auf eine ungeahnte Art und Weise.

Als der ältere Mann ihre Fesseln löste und ihre Arme hinter ihrem Rücken mittels der beiden goldenen Ringe miteinander verband, leistete sie nicht den Hauch von Gegenwehr. Auf Alrics Befehl hin erhob sie sich und blieb vor ihm stehen. Seine Worten prallen an ihr ab wie das friedliche Meer an den Kaimauern Khemis, doch da er es vermutlich von ihr erwartete, erwiderte sie ein leises "Danke, Herr."


Alric:
Er nickte, als sie sich bei ihm bedankte. Mit einer einfachen Handbewegung deutete er den Männern, dass ihre Dienste nicht mehr gebraucht wurden, und sie zu gehen hatten. Ohne sich weiter um diese Arbeitstiere in seinem Reich zu kümmern, wandte er sich nun ganz Lhynne zu.

Alric wusste, wie sehr es in ihr brodeln musste. Die Ringe hatten ihren Zweck. Einen Zweck, der weit über das einfache Fesseln hinaus ging. Sie würde Lhynne begleiten und sie zugleich binden. Diese Dualität war gewiss ein größerer Schock für die einst freie Frau, als jeder Käfig in den er sie bis dahin gesteckt hatte. Ein rotgold glänzender Schmuck, der ihr Schicksal sein würde.

"Komm Lhynne. Wir sind hier fertig."

Auch wenn er ihr abermals keine Leine anlegte, ging er erneut davon aus, dass sie ihm folgen würde, als er in Richtung des Kellergewölbes ging. Das Gewölbe führte in die Tiefen des Anwesens und wenn man es gerade betrat, dauerte es einige Zeit, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnten, die von diesem Ort ausgingen.


Lhynne:
Lhynne blieb regungslos vor ihm stehen, den Blick nach unten und doch gleichzeitig ins Nichts gerichtet. Die beiden Fremden beachtete sie nicht weiter. Sie waren austauschbare Handlanger, von denen Alric wohl eine ganze Menge besaß. Vermutlich eher schlicht und brutal, aber solange der Magier zugegen war, würden sie exakt das tun, was er verlangte.

Vermutlich tat jeder in Alrics Reich, was er verlangte.

Erst das "Komm Lhynne" brachte wieder Bewegung in die bis dahin völlig regungslos da stehende Assassine. Der Stygier ging richtig davon aus, dass sie ihm folgen würde. Stumm setzte sie einen Fuß vor den anderen, dabei etwa einen Schritt Abstand zu ihm haltend.

Die Ringe um ihre Gelenke und ihren Hals fühlten sich ungewohnt an, aber nicht allzu unangenehm. Das Metall war warm und nicht sonderlich schwer und perfekt auf ihren Körper angepasst.

Erst als sie die Dunkelheit bemerkte, wurde ihr klar, wohin Alric sie führte. Für einen kurzen Augenblick blieb sie stehen, dann setzte sie ihren Weg zögerlich fort. 



Fortsetzung folgt, oder?

Samstag, 4. Mai 2013

Lady Sin - Eine Schankmaid für die Piraten


Natürlich habe ich ein Herz für Piraten, doch zur Zeit fehlt mir einfach ein wenig das Piratenfeeling. Freiheit, Sonne und Meer. Bis sich dies wieder einstellt, müsst ihr euch wohl ein wenig mit dieser hübschen Schankmaid begnügen, die ich für euch heute Nacht gezeichnet habe.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Das Schicksal eines reichen Mädchens: Gefangen von der Gang








"Du hättest nicht herkommen sollen, Mädchen", höhnte der Anführer der Gang, während er sich demonstrativ vor ihren Augen den Schritt rieb.

"Ein braves Mädchen wie du. Aus gutem Haus in diesem Teil der Stadt? Gut das wird dich gefunden haben. Wer weiß, was sonst noch passiert wäre." Seine Jungs lachten hämisch. Sie hatte die Kleine geschnappt, als sie mit der U-Bahn in die neue Disco am Stadtrand wollte. Pech, dass ihr Weg durch das Revier der Gang ging.

"Sag mal, weinst du etwa?"

Ihr teures Abendkleid war zerrissen und eine Brustwarze blickte Neckisch in Richtung der Jungen, die in einem Halbkreis um sie herum standen. Erstickte Laute kamen aus dem geknebelten Mund des Mädchens. Speichel tropfte über ihre Lippen. Sie wollte nicht weinen, wollte diesen perversen Halbstarken nicht die Genugtuung geben, doch sie konnte es nicht zurückhalten.

"Kommt Jungs", meinte der Anführer. "Ich glaube, wir müssen unsere neue Freunde trösten. Einer nach dem anderen."

Panik leuchtete in den Augen des zitternden Mädchens auf, als die Jungs langsam auf sie zu kamen. Was würde sie wohl mit ihr anstellen?

Dienstag, 30. April 2013

Erotisches Rollenspiel: Die Assassine und der Magier Teil 9

Ungeachtet von dem, was sonst so geschieht, hier mal wieder etwas Lesefutter für die Süchtigen. Der nächste Teil aus dem erotischen Rollenspiel rund um Alric und Lhynne. Ich hoffe es gefällt euch.

Die Assassine und der Magier Teil 9


Alric:
Der Morgen graute. Das Zwielicht des heranbrechenden Tages drang durch das Fenster auf Lhynnes nackten Leib. Nur die Augenbinde zierte ihren Körper, während die schwüle Sommerhitze ihren Leib immer noch wärmte. Selbst jetzt, kurz vor beginn des Tages war es warm in Khemi.

Alric kam zu ihr, wie er es ihr versprochen hatte. Er setzte sich ans Bett und streichelte mit der flachen Hand über ihren Körper. Zärtlich liebkoste er ihr Geschlecht, welches noch immer den Duft vorangegangener Lust in sich trug.

Dann, nach einigen Momenten, in denen er langsam ihren Körper an seine Anwesenheit gewöhnte, zog er ihr die Augenbinde vom Kopf.

"Der Morgen naht, Lhynne", flüsterte er ihr zu, als verriet er ihr ein Geheimnis. Zärtlich wanderten seine Finger über ihre Wangen. "Bist du dafür bereit?"


Lhynne:
Die sanften, streichelnden Berührungen führten Lhynne auf eine überaus zärtliche Art und Weise aus dem Reich der Träume zurück in die Realität von Alrics Schlafzimmer. Seit ihrer Gefangennahme hatte sie nicht so gut geschlafen wie in dieser Nacht und so war ihre Stimmung trotz des Umstandes, dass sie nach wie vor gefesselt war, friedlich.

Leise, wenn auch noch ein wenig müde klingend hieß sie seine Liebkosungen stöhnend willkommen und räkelte sich träge in den weichen Laken.

Blinzelnd dauerte es einige Augenblicke, bis sie sich an die plötzliche Helligkeit gewöhnt hatte, nachdem er sie von ihrer Augenbinde befreit hatte. Mit einem nachdenklich wirkenden Ausdruck musterte sie den Stygier, während seine Fingerspitzen überaus sanft über ihre Wange glitten.

Ob sie bereit war? Bereit war gar kein Ausruck, fieberte sie dem freien Tag doch entgegen, seit Alric ihn ihr in Aussicht gestellt hatte. Mit einem vorsichtigen Lächeln bejahte sie seine Frage durch ein Nicken.


Alric:
Der Magier streichelte ihren Körper noch ein wenig. Er wanderte mit seinen Fingern noch einmal hinab bis zu ihren Schenkeln, umrundete diese, nun um dann aufs Neue hinauf gleiten. Er folgte dem Verlauf ihrer Arme und erreichte schließlich ihre Handgelenke.

Ein Lächeln umspielte seine Miene, als er ihre Handgelenke löste und ihr so die Freiheit schenkte. Die Freiheit ihres nackten Körpers, der nur noch von dem Halsband verziert war, welches er ihr jedoch nicht abnahm. Versehen oder Absicht?

Alric stand auf und ging zu einem Tisch. Kleidung lag dort für Lhynne bereit.

"Diese Tunika ist dem Schnitt einer gehobenen Frau aus Khemi gerecht. Sie trägt kein Wappen, doch auch so wird man dir damit einen gewissen Status zuerkennen. Die Sandalen sind für deine Füße bestimmt, und der Umhang und Schleier, werden deine Reize bedenken, wenn du es für notwenig hältst."

Neben diesen Kleidungsstücken lagen auch die Armreifen, die er zu beginn ihrer Versklavung gegeben hatte und ein Beutel mit ein paar Silberlingen und einer einzelnen glänzenden Goldmünze, die einen hohen Wert besaß.

"In wenigen Minuten geht die Sonne auf. Du solltest dich mit dem anziehen beeilen, wenn du nichts von deinen freien Stunden verschenken willst. Wenn die Sonne heute Abend untergeht, endeten auch diese Stunden. Bedenke dies."

Mit diesen Worten ließ er sie alleine zurück. Der Golem wartete an der Tür. Offenbar hatte er Anweisung, sie nach dem Ankleiden hinaus zu begleiten.


Lhynne:
Überraschung spiegelte sich in Lhynnes Augen, als der Stygier die Fesseln um ihre Handgelenke löste. Seit Tagen hatte er es tunlichst vermieden, sie ungefesselt in seine Nähe zu lassen, hatte Schellen und Stricke immer erst dann gelöst, wenn er bereits neue an ihren Arm- oder Fußgelenken angebracht hatte. Es wunderte sie, dass er ihr plötzlich ein gewisses Vertrauen schenkte, doch hütete sie sich, ihn darauf anzusprechen. Sie wollte schließlich keine schlafenden Hunde wecken.

Dass er ihr das Halsband nicht abnahm, entging ihr nicht, doch störte es sie auch nicht weiter. Im Grunde ging es durchaus als etwas eigenwillige Kette durch und wegen eines Lederbandes würde sie ganz sicher nicht ihren freien Tag gefährden.

Ohne sich zu bemühen, ihre Blöße irgendwie zu bedecken, schwang sie sich aus dem Bett und trat neben Alric an den Tisch heran. Gleich zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit schaffte der Magier es, sie zu überraschen. Sie hatte mit billig wirkender Kleidung gerechnet, die sie eindeutig als Sklavin kennzeichnen würde und sich insgeheim bereits darauf eingestellt, erst einmal etwas passendes von irgendeinem Balkon in der Nähe stehlen zu müssen.

Ganz und gar nicht hatte sie auch nur mit etwas annähernd edlem wie der Tunika gerechnet und erst Recht nicht damit, dass Alric an einen Umhang für sie denken würde. Der Ausdruck, der in diesen Sekunden über ihre hübschen Züge huschte, erinnerte wohl ein wenig an ein kleines Kind zu Weihnachten.

Alleine in dem großen Schlafzimmer zurück gelassen, kleidete Lhynne sich zügig an. Die Armreifen ließ sie vorerst ebenso wie die Münzen in einem kleinen Beutel verschwinden, schließlich wollte sie nicht schon am frühen Morgen die Aufmerksamkeit irgendwelchen Gesindels auf sich ziehen. Umhang und Schleier locker über einen Arm gelegt trat sie zur Türe und wartete darauf, dass der Golem sich in Bewegung setzen würde.


Alric:
Der Golem wartete, bis Lhynne fertig war. Starr und unbeweglich stand er da. Ein Haufen aus geformter Erde, der durch die Magie des Meisters zu Leben erweckt wurde. Ein Wesen, welche unüberwindlich wie eine Naturgewalt wirkte.

Als sie zu ihm kam ging er voran, wobei es wirkte als würde er sie ständig im Augen behalten auch wenn das, was man für einen Kopf halten könnte in die andere Richtung zeigte. Seine festen Schritte ließen den Steinboden erzittern.

An der Tür angekommen öffnete er sie mit einer Art Schlüssel, der Teil seines Körpers zu sein schien. Seltsam, denn als sie das letzte Mal durch diese Tür trat, war sie nicht verschlossen gewesen. Jetzt wirkte es fast, als wäre es Teil einer Festungsanlage, auch wenn sich die Tür nicht verändert hatte.

Wortlos stand er neben der Tür, während ein frischer Luftschwall ihr entgegen kam, der aus dem erwachsenden Leben der Straßen kam. Frische und Schmutz schienen sich zu einem Gemisch zu vereinen, welches schließlich eine ganz eigene, neue, ungekannte Note besaß. Fast wirkte es so, als wäre würde man sie in eine neue Welt entlassen.

An den Gipfel eines der Türme tauchten die ersten Sonnenstrahlen auf, als Lhynne durch die Tür trat. Es war Zeit. Zeit zu gehen. Hinter ihr wurde die Tür geschlossen und sie hörte das Geräusch der Riegel.


Lhynne:
Vom Haus des Magiers aus wandte Lhynne sich nach links und folgte den sandigen Straßen in Richtung Meer. Durch ihre Nachforschungen und andere vergangene Aufträge kannte sie sich relativ gut im Hafenviertel aus und lief somit nicht Gefahr, sich im Gewirr der kleinen Gassen zu verlaufen.

Am Hafen selbst herrschte um diese Zeit bereits reges Treiben. Fischer bestückten ihre Boote und fuhren aufs Meer hinaus, während der ein oder andere Matrose nach einer durchzechten Nacht mit sichtlich dickem Kopf zurück zu seinem Schiff wankte. Etwas weiter draußen lag neben einem großen aquilonischen Handelsschiff eine Galeere vor Anker, deren Besatzung scheinbar die Nacht zum Tag gemacht hatte.

Um nicht aufzufallen, legte Lhynne den Umhang um ihre Schultern und verdeckte ihre blonden Haare mit Hilfe der Kapuze. Ohne Zwischenfälle gelangte sie so an einen etwas abseits gelegenen Abschnitt des Strandes. Von dem weiten Umhang befreit, raffte sie ihre Tunika, zog ihre Schuhe aus und begann zu laufen. Immer schneller trugen ihre nackten Füße sie durch den weichen Sand, so weit bis ihre Lungen brannten wie Feuer und ihre Seiten sich anfühlten, als habe jemand zwei Dolche hinein gerammt. Schwer atmend machte sie Kehrt und rannte das ganze Stück zurück, bis sie schließlich wieder bei ihren Sachen angekommen mehr oder weniger vor Erschöpfung zusammen brach.

Nach Luft ringend als hinge ihr Leben davon ab starrte sie im Sand liegend auf den wolkenlosen Himmel. Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie sich das letzte Mal ganz bewusst so frei gefühlt hatte.

Nachdem ihr Herzschlag sich irgendwann wieder beruhigt hatte, entledigte sie sich der Tunika und nahm ein ausgiebiges Bad im angenehm kühlen klaren Wasser. Als ihre Haut danach von der Sonne getrocknet war, begab sie sich wieder angezogen auf den Souk und ließ sich einfach von der Menge treiben. An einem Stand mit duftendem Gebäck erstand sie ein paar süße Köstlichkeiten, an einem anderen Obst und einen Schlauch Wasser.

Bis in den späten Nachmittag hinein verbrachte sie die nächsten Stunden damit zu essen, sich zu entspannen und zu trainieren. Auch wenn zwei kurze Stöcke als Dolchersatz sicher suboptimal waren, fühlte es sich einfach gut an ihren Körper wieder zu fordern.

Wieder in der Hafengegend angekommen überlegte sie gerade, welcher der Tavernen sie einen Besuch abstatten sollte, als sie am Eingang zum Purpurkarpfen ein bekanntes Gesicht entdeckte. "Also habe ich mich doch nicht getäuscht...", murmelte sie leise und betrat nur einen Moment später ebenfalls die etwas versteckt liegende Taverne.

"Rufus... lange nicht gesehen...", begrüßte sie den verdutzt drein blickenden Mann, dem gegenüber sie soeben Platz genommen hatte.
"Lhynne... setzt dich doch", entgegnete der mit einem Schmunzeln und deutete auf die auf dem Boden verteilt liegenden Kissen, auf denen die Assassine es sich bereits gemütlich gemacht hatte. "Wie gehts dir? Es ging das Gerücht um, dich hätts erwischt."
"Sehe ich aus, als hätts mich erwischt?" Lächelnd griff die blonde Frau nach dem Weinkrug, welchen eine stygische Bedienung soeben vor Rufus abgestellt hatte.
"Noch einen", orderte dieser und wandte sich wieder seinem ungebetenen Gast zu. "Also, was treibst Du hier?"
Lhynne zuckte mit den Schultern. "Geschäfte."
"Was konkretes?"
"Nein, noch nicht. Ich sondiere mehr die Lage. Und Du?"
"Hab nen Auftrag."
"Was für einen?"
Kurz schweigend, als die Bedienung einen zweiten mit Wein gefüllten Krug brachte, schüttelte Rufus seinen Kopf. "Vergiss es, ich werde dir nicht sagen worums geht, nur damit Du mir das Ziel weg schnappen und die Prämie kassieren kannst."
"Ach komm schon, ich hab nicht vor mich in deine Geschäfte einzumischen."
Wieder erntete sie ein Kopfschütteln. "Vergiss es."
"Toll." Gespielt schmollend nippte Lhynne an ihrem Wein. "Wie gut sind deine Kontakte hier? Kannst Du mir nen guten Giftmischer empfehlen, der sich auch mit Blutmagie auskennt?"

Etwa 1,5 Stunden später verabschiedete die Assassine sich. Das Gespräch hatte im Laufe der Zeit doch noch die ein oder andere wertvolle Information bereit gehalten, nun aber war es an der Zeit zu Alric zurück zu kehren. In der Nähe seines Hauses legte sie die teuren Armreifen an und kletterte geschickt an einer Häuserwand empor auf ein flaches Dach. Dächer und Balkone wie ein zweites Straßennetz nutzend, landete sie nahezu lautlos auf eben jenem Balkon, auf dem der Stygier sie vor wenigen Tagen abends genommen hatte. Damals wie jetzt war die Sonne gerade im Begriff unterzugehen und tauchte den dahinter liegenden Raum in ein warmes, rötliches Licht.

Leise schob sie die Vorhänge zur Seite und betrat den ersten Stock des Gebäudes. Vielleicht würde sie auf diese Weise ihrem Herren gegenüber treten können, ohne zuerst dem Golem in die Arme zu laufen.


Alric:
Und wirklich schaffte es Lhynne, direkt auf Alric zu treffen. Er saß bereits im halbdunkel des Raums. In der Hand hielt er einen Kelch. Der Krug daneben deutete an, dass er nicht nur einen kurzen Schluck trinken wollte. Doch er trank nicht. Noch nicht.

Auf dem Tisch, wo der Weinkrug stand, lag auch ein Rohrstock, wie ihn der Magier schon zuvor für ihre Züchtigung genutzt hatte. Viel mehr konnte man in diesem halbdunkel nicht erkennen, denn die Vorhänge hielten das letzte Licht zurück und Lhynnes Augen hatten sich noch nicht an die Dämmerung gewöhnt.

"Und?", fragte der Magier und hob eine Augenbraue. "Hast du gefunden, nach was du gesucht hast?"

Er lächelte, so als würde er die Antwort kennen. Ja, so als würde er alles wissen, was sie an diesem Tag getan oder gesagt hatte. War dem so? Er verriet es nicht, doch seine Miene zeugte von einer Gewissheit, welche einem schon Angst machen konnte. Einer Gewissheit, die einem die Luft abschnürt, wenn man sich in den Fängen eines solchen Mannes befindet.

"Hast du Durst?"

Er hob den Kelch in seiner Hand, so als wollte er ihr deuten, dass sie davon trinken sollte. Wollte er das? Er sagte es nicht, sondern ließ sie in einer Ungewissheit, was sie nun erwarten würde. Jetzt, wo sie zu ihm zurückgekehrt war.

Er hatte ihr die letzte Dosis der Droge von mehr als einem Tag verabreicht. Langsam würden sich die Folgen des tödlich verlaufenden Entzugs einstellen. Trockenheit im Mund, die kein Schluck Wasser löschen konnte, Schweißausbrüche, Herzrasen, Zittern und irgendwann auch unbändige Schmerzen, Blutungen aus Augen und Nase, bevor irgendwann einmal das junge Herz aufhören würde zu schlagen, etwas, dass zum Schluss wie eine Erlösung wirken würde. Etwas, das Tage dauert, die sich wie Monate hinzogen. Jetzt kam erst einmal der Durst.

"Trink und erzähle mir, was du herausgefunden hast. Er zähle mir, wer dein Freund ist Khemi ist." Seine freie Hand deutete auf einen Platz am Boden direkt neben sich hin.

Die Kunst des Magiers bestand auch darin, Allgemeinheiten von sich zu geben, die dem Zuhörer Wissen vortäuschten. Niemand konnte mit Sicherheit sagen, was er wusste, und was er nur andeutete zu wissen. Eine Gefahr, die wie eine Klinge über Lhynne schwebte.


Lhynne:
Nahe der Vorhänge stehen bleibend, um ihre Augen an das dahinter liegende dämmrige Licht zu gewöhnen, war es schwer zu sagen, ob Lhynne überrascht war, oder nicht. Stumm musterte sie ihren Herrn, den Wein und vor allem den Rohrstock, ehe sie ein höfliches "Guten Abend" von sich gab.

"Teils, teils", erwiderte sie auf seine Frage hin und verlagerte ihr Gewicht in einer unruhig wirkenden Bewegung von einem Fuß auf den anderen. Ihr gefiel die Art seiner Formulierung nicht, deutete sie doch an, dass er wusste wen oder was sie gesucht hatte. Und auch sein Blick, stechend und wissend, bereitete ihr Unbehagen.

Mit einem Nicken trat sie näher zu ihm. Ja, sie hatte Durst, aber keinen normalen, keinen, den man mit einem Schlauch Wasser oder einem Kelch guten Weins löschen konnte. Sie erinnerte sich noch gut an ihr kleines Experiment in Alt Tarantia, als sie das Gegengift einige Stunden lang nicht genommen und die Reaktionen ihres Körpers beobachtet hatte. Vermutlich hatte Alric die Dosierung ganz bewusst so gewählt, dass genau jetzt, wo sie zu ihm zurück kehrte, die ersten Entzugserscheinungen auftraten.

Seinem Fingerzeig folgend kniete die Assassine sich neben ihm auf den Boden, griff nach dem Kelch und nahm einen Schluck Wein.

"Er ist nicht mein Freund. Er ist ein flüchtiger Bekannter, den ich vor Jahren zufällig bei einem Auftrag kennen gelernt habe. Ein Assassine. Man kennt sich, nicht mehr und nicht weniger." Sie nippte noch einmal an Alrics Kelch, ehe sie fort fuhr. "Ich habe ihn gestern gesehen, auf dem Platz wo die Schankmaid ihre Strafe erhalten hat, aber ich war mir nicht sicher und dachte schlussendlich, ich hätte mich getäuscht. Vorhin habe ich ihn durch Zufall in den Purpurkarpfen gehen sehen und bin ihm gefolgt." Der nächste Schluck Wein schien ihren Durst eher noch mehr anzufachen, denn ihn zu stillen. "Er ist wegen eines Auftrags hier. Details hat er mir nicht genannt, aber doch genug um den Kreis seiner möglichen Ziele eingrenzen zu können." Sie machte eine kurze Pause. "Es könnte sein, dass er wegen Euch hier ist."


Alric:
Der Magier wartete, bis sie zu Ende getrunken hatte. Dann griff er nach dem Krug und schenkte ihr nach. Die Phiole mit der Droge verwarte er noch bei sich. Er würde sie ihr früh genug geben, doch warum sollte er sie nicht den Wein trinken lassen, der sie bestimmt bald ein wenig redseliger und offener machen würde, ohne dass er sich anstrengen musste.

Das war natürlich nur ein Teil der Wahrheit. Es gefiel ihm auch, ihr beim Trinken zuzusehen. Sie zu betrachten, wie sie gierig und unersättlich nach mehr Flüssigkeit verlangte, die den Durst jedoch niemals lindern konnte.

"Und gefällt dir dieser Bekannte?" Er legte seine Hand auf ihren Hinterkopf und streichelte mit seinen Fingerkuppen durch ihr Haar. Zärtlich massierte er dabei ihre Kopfhaut und ihren Nacken, ohne jedoch mehr zu tun. Es wirkte fast wie ein Reflex, während sie an seiner Seite auf dem Boden saß und trank.

"Würdest du lieber bei ihm sein, als bei mir?", fragte er sie in neutralem Tonfall. "Er ist jünger als ich und vermutlich nicht schlecht gebaut, oder?"

Seine letzten Vermutungen wirkten, als hätte er ihn wirklich gesehen oder wüsste, von wem sie spricht. Dabei war es nur etwas unglaublich Offensichtliches. Alric war ein alter Mann, der nur durch seine Magie und viel Training über die Jahre hinweg seine Kraft behalten hatte. Kein Assassine wäre in diesem Alter noch aktiv. "Möchtest du sein Lager teilen?"


Lhynne:
Abwartend versuchte Lhynne irgendetwas in der Mimik des Magiers zu lesen. Sie wusste nicht, ob er sie hatte beobachten lassen, oder ob seine Fragen einfach extrem gute Bluffs waren. Ihm etwas zu verheimlichen konnte ebenso den Tod bedeuten, wie ihm zu viel zu verraten.

Sobald er nachgeschenkt hatte, nahm sie ein paar deutlich tiefere Schlucke. Wie schon beim letzten Mal wurde der Durst rasant schlimmer und auch wenn ihr klar war, dass ihr der Wein irgendwann zu Kopf steigen würde, hätte sie in diesem Moment ohne zu Zögern ein ganzes Fass geleert.

Seine erste Frage brachte sie sichtlich aus dem Konzept. Sie hatte damit gerechnet, dass er sich für den möglichen Anschlag interessieren würde, kaum aber dafür ob ihr Rufus gefiel, oder nicht. Der Wein und auch die streichelnden Finger an ihrem Nacken vertrieben ihre Anspannung Stück für Stück und so antwortete Lhynne ohne zu zögern.

"Nein. Er ist jünger als Ihr und natürlich ist er so athletisch, wie es jeder Assassine sein sollte, der nicht direkt beim ersten Auftrag seinen Kopf verlieren will, aber er hat mich nie interessiert. Bei unserem ersten Treffen hat er mich geküsst, aber mehr ist nicht geschehen. Es war..." Während sie nach der richtigen Formulierung suchte, lehnte sie ihren Kopf ein wenig gegen seine Hand. "...langweilig."

Zu ihm aufsehend wirkte ihr Blick vollkommen aufrichtig. "Nein, ich möchte sein Lager nicht teilen. Warum interessiert Euch das?"


Alric:
Er streichelte sie weiter. Zärtlich, mit Gefühl, so dass sie seine Berührung weiter als angenehm empfand. Er umspielte ihre Haupthaar und drückte hin und wieder auch etwas fester zu, um wohlige Schauer durch ihren Körper gleiten zu lassen.

"Es war ein Angebot, Lhynne." Angebot, ja so sprach er es aus und schenkte ihr zugleich frischen Wein in ihren Kelch, der vor kurzen noch in seiner Hand gewesen war.

"Da du pünktlich zu mir gekommen bist, wollte ich dir heute nach die einmalige Wahl lassen, ob du sie lieber mit mir, oder mit deinem Kollegen verbringst."

Ein Lächeln umspielte seine Miene, als er zu ihr hinab sah. War er wirklich zufrieden mit ihr? Es wirkte so. Fast als würde er ihr nun Vertrauen. Das war es doch, was sie sich gewünscht hatte.

"Vielleicht ist es ja das letzte Mal, dass du mit einem anderen Mann schläfst. Denn für gewöhnlich bin ich nicht so freigiebig. Also, entscheide dich, meine Lhynne."


Lhynne:
Wie so oft in den letzten Tagen hatten Alrics bedächtige, sanfte Streicheleinheiten eine durch und durch beruhigende Wirkung auf sie. Seine Finger, die immer wieder durch ihr blondes Haar glitten, sandten wohlige und hin und wieder auch erregende Schauer ihren Rücken hinab. Wäre da nur nicht dieser inzwischen wirklich mörderische Durst...

Wohl wissend, dass er ihr nicht helfen würde, leerte sie den nächsten Krug Wein zwanghaft in wenigen großen Schlucken. Sie merkte bereits, wie ihr das Getränk zu Kopf stieg, aber der Durst überlagerte mehr und mehr ihr logisches Denken.

"Ich..." Die Assassine blinzelte leicht und begann etwas schneller zu atmen, als ihr Herz plötzlich einen unregelmäßigen Satz machte. "Ich möchte die Nacht wirklich nicht mit ihm verbringen." Auch wenn ihr nicht klar war, warum Alric so sehr darauf herum hackte, entsprach ihre Antwort der Wahrheit. Rufus war, soweit sie es beurteilen konnte, weder herausragend gut, noch sonderlich schlecht in dem, was er tat, aber als Mann hatte er sie einfach nie interessiert.

Ihr Versuch sein Lächeln zu erwidern misslang kläglich, hatte sich doch ihr Herzschlag in der kurzen Zeit weiter beschleunigt. Sie wusste, dass die nächsten Symptome nicht lange auf sich warten lassen würden und alles, was sie im Moment wollte, war das Gegenmittel.

"Herr...", begann sie mit einem hörbaren Zittern in der Stimme zu sprechen. "...ich möchte nicht bei ihm liegen. Ich... ich brauche wirklich das Gegengift..."


Alric:
Der Magier nickte bedächtig. Es wirkte fast so, als hätte er Mitleid mit ihr, während er sie so an sah, wie nicht die Droge, sondern Wein und Angst nun die Symptome hervorriefen, die sie beängstigten.

"Das verstehe ich."

Er verstand sie? Bedeutete dies, dass er ihr auch das Gegengift gab? Nun, fürs erste offenbar nicht. Stattdessen schlug er mit der Hand den Stoff zur Seite, der seine Lenden bedeckte und zeigte ihr damit sein unerregtes Glied.

Er ging auch nicht weiter darauf ein, sonder beließ es dabei, selbst zu entscheiden, was zu tun sei. Lediglich das Öffnen seiner Schenkel konnte als Einladung verstanden werden, sich zwischen diese zu knien und ihn zu befriedigen.

Musste sie das tun, um das Gegengift zu bekommen. Alkohol und die auf kommende Furcht würde die Vision der Symptome bestimmt verstärken. Symptome, die es eigentlich noch gar nicht gab, aber in ihrer Fantasie so real wurden, dass sie fast schon den Schmerz in ihrer Brust ahnen würde, der sie in wenigen Herzschlägen erreichen sollte, auch wenn diese Entzugserscheinungen wohl erst am nächsten Tag eintrafen.


Lhynne:
"Das verstehe ich." Lhynne blinzelte. Das war nicht unbedingt die Antwort, auf die sie gehofft hatte, geschweige denn eine, mit der sie etwas anfangen konnte. Sollte sie bedeuten, dass er zwar verstand, dass sie unter Entzugserscheinungen litt, er aber nicht gewillt war, ihr das Gegenmittel zu geben?

Seiner Handbewegung folgend legte sich ihr Blick automatisch auf sein schlaffes Glied. Inzwischen toste ihr eigener Herzschlag in ihren Ohren und der Durst brachte sie beinahe um den Verstand. Auch wenn er nichts weiter sagte, verstand sie seine gespreizten Schenkel als Aufforderung und vermutete, dass dies seine Art war ihr zu zeigen, wie sie sich das Antiserum verdienen konnte.

Ohne weiter nachzufragen rutschte sie auf ihren Knien zwischen seine Beine. Der Gedanke, dass er sie zum ersten mal ohne jegliche Vorsichtsmaßnahmen so dicht an die heran ließ, hätte sie im Normalfall wohl eine Weile beschäftigt, jetzt aber verschwendete sie keine Sekunde daran.

Mit leicht zittrigen Händen umfasste sie seinen Schwanz mit ihrer rechten Hand und begann ihn in einem zunächst langsam Tempo zu streicheln. Ihre Finger schlossen sich dabei mal mit mehr, mal etwas weniger Druck um seinen Schaft und zogen die Vorhaut bei jeder Bewegung gänzlich über seine Eichel und wieder zurück. Die Linke locker auf seinem Oberschenkel abgelegt, tauchte das Gesicht der Assassine zwischen die Beine des Magiers und Alric konnte nur einen Lidschlag später ihren warmen Atem gefolgt von ihrer Zunge liebkosend an seinen Hoden spüren.


Alric:
Alric selbst war von ihrem vorauseilenden Gehorsam überrascht. Der Alkohol schien die Angst in ihr noch zu verstärken. Gut zu wissen, dachte er sich, hatte er sie bis dahin noch nie so stark alkoholisiert. Er würde es ihr leicht machen, ihn zu befriedigen. Ihr Körper jedoch würde Zusehens an Kraft verlieren.

Der Magier gab sich ganz ihren Liebkosungen hin, doch befahl er ihr auch: "Leg dich Hände hinter den Rücken, wie es sich für eine gehorsame Sklavin gehört. Du darfst meinen Samen haben, doch nur, wenn du ihn dir mit deinem Mund holst. Beeil dich, deine Zeit ist Knapp."

Später würde Lhynne es vielleicht auf das Gift oder den Alkohol zurückführen. Doch in Wirklichkeit war in dem Wein eine weitere Droge. Eine die ihr die Kraft entzog, wie Salz das Wasser aus dem Fleisch. Langsam, doch spürbar. Würde er ihr zu viel abverlangen, würde sie ihren Dienst nicht rechtzeitig vollrichten. Nicht, bevor sie seine Lust befriedigt hatte.

"Du wirst bekommen, was du brauchst, wenn die Zeit dafür reif ist. Du willst schließlich beim bei mir bleiben, Sklavin. Oder?"

Seine Hand streichelt durch ihr Haar, ließ sie zu ihm aufblicken, während er auf die Antwort wartete. Sein Geschlecht war bereits angeschwollen von Lust und begierde.


Lhynne:
Auf seinen Befehl hin zog sie ihre Hände zurück und verschränkte sie hinter ihrem Rücken. Ohne zu Zögern stülpte sie ihre Lippen über seine Eichel, saugte daran und lehnte sich dann so weit nach vorn, dass sie seinen Schwanz tief in ihren Mund aufnehmen konnte.

Der Wein hatte sie enthemmt, vor allem aber trieb sie die Panik an, nicht rechtzeitig genug das Mittel von ihm zu bekommen. Je schlimmer ihr Durst wurde und je stärker ihr Herz in ihrer Brust gegen ihre Rippen hämmerte, desto weniger konnte sie sich daran erinnern, wie es das letzte Mal gewesen war, als sie das Gegengift bewusst nicht genommen hatte um zu sehen, was passiert.

Ohne kostbare Zeit auf ein sanftes Vorspiel zu vertun, bewegte sie Assassine ihren Kopf in einem schnellen Tempo vor und zurück, Ihre weichen Lippen legten sich eng um seine harte Erregung und ihre Zunge ließ ihm bei jeder Bewegung eine feuchte Massage zukommen.

Als sie unmittelbar nach seiner Frage seine Hand in ihren Haaren spürte, zog sie sich zurück und ließ seinen von ihrem Speichel glänzenden Schwanz aus ihrem Mund gleiten. Die Lippen einen Spalt weit geöffnet, sah sie zu ihm auf und nickte. Ja, wenn die Alternative hieß jämmerlich an den Entzugserscheinungen zu Grunde zu gehen, wollte sie bei ihm bleiben.

Die wenn sich auch nur langsam ausbreitende Schwäche bemerkend, lehnte Lhynne sich augenblicklich wieder nach vorn. Stürmisch ließ sie ihre Zungenspitze um seine Eichel tänzeln, ehe sie sie erneut tief in ihren Mund sog.


Alric:
Genießend ließ er sich von seiner Sklavin befriedigen. Zeit spielte für ihn dabei keine Rolle, denn sie gab ihr bestes um ihm zu gefallen und dies allein reichte aus, um seine Erregung zu steigern, da er sich durch nichts ablenken ließ.

Morgen, wenn der Rausch abgeklungen war, würde sie wieder in Fessel sein, doch für den Augenblick reichte es, sie mit der Wirkung von Drogen und Angst gefügig zu machen. Einer Wirkung die genau gut war, wie jede Kette, die er ihr umlegen würde. Ja, er würde sie wirklich in Ketten legen. Morgen, wenn der Schmied in sein Haus kam.

Ein zufriedenes Lächeln huschte über seine Miene. Er die Goldenen Fesseln für seine Sklavin waren bereits gefertigt und würden sie zieren, wie es keine andere Sklavin in Khemi zierte. Sein Atem ging schneller.

Das geschickte und hingebungsvolle Zungenspiel seiner Sklavin trieb ihm Wonneschauer durch den Körper. Er hechelte. Sein steifes Glied verlangte nach einer Erlösung die es für ihn bald geben würde.

Lustvoll reckte er sich ihr entgegen. Drückte dabei seinen Schwanz bis zur Wurzel in sie, während die Hand, die ihren Kopf bis dahin gestreichelte hatte, diesen nun festhielt und zwang. Der Würgereflex ihrer Kehle massierte dabei sein hartes Glied und schmiegte sich an dieses, als würde er sie in den Arsch ficken.

Immer schneller ging sein Atem. Er begann zu krampfen und dann war es auch schon so weit. Mit ungezügelter Lust spritzte er ihr seine Ladung in den Mund und füllte sie mit all dem, was er über den letzten Tag für sie aufgebaut hatte.


Lhynne:
Reflexartig wollte Lhynne immer wieder ihre Hände in ihr Liebesspiel mit einbeziehen und drehte sie schließlich so gegeneinander, dass sie selbst ihre Handgelenke umfassen konnte. Trotz des unerbittlichen Dursts, des Herzrasens und der aufkommenden Schwäche wollte sie ihn berühren und es jetzt, wo sie endlich einmal die Möglichkeit dazu hatte, nicht zu tun, fiel ihr erstaunlich schwer.

Ihren Kopf immer wieder seitlich drehend hielt sie das schnelle, fordernde Tempo aufrecht. Angespornt durch seine schneller werdende Atmung und der Reaktion seines Körpers, nahm sie ihn immer wieder tief in ihren Mund, schmiegte ihre Lippen warm und weich gegen seine Härte und massierte ihn mit ihrer Zunge.

Würgend, als er sich noch tiefer in sie schob und seine Eichel gegen ihren Rachen stieß, wollte sie sich ihm im ersten Moment entziehen, wurde aber von seiner Hand gebremst und gab die instinktive Gegenwehr auf. Röchelnd und krampfend ließ ihm ihr Rachen auf diese Art und Weise vermutlich genau die enge Massage zukommen, die es brauchte um ihn zum Höhepunkt zu bringen.

Als seine angespannten Muskeln seinen Orgasmus ankündigten, krallte Lhynne ihre Finger  fest in ihre eigene Haut. Im ersten Moment hustete sie, als er seinen Samen in ihren Hals spritzte, dann schluckte sie aus Reflex und aus dem subjektiven Gefühl heraus, sonst ersticken zu müssen. Als sein zuckender Schwanz den letzten Schwall von sich gegeben hatte, überkam die Schwäche sie mit ungeahnter Heftigkeit und sie sackte seitlich gegen Alrics Knie.


Alric:
Eine Zeit ließ er sich ganz von der Erregung des Augenblicks mitreißen. Eines Augenblicks, in dem es nur die gemeinsam erlebte Lust gab. Seine Lust, die sie ihm bereitet hatte, als ginge es dabei um ihr Leben.

Die Reste seines Samens, die sich mit ihrem Speichel vermischt hatten, tropften auf ihr Gesicht und ihre Haare herab. Der Blick des Magiers fiel auf sie herab und er lächelte, als er sie so hilflos an sein Bein kauernd ansah. Es war ein Anblick für die Ewigkeit und doch nur ein Moment, den man nicht festhalten konnte, so sehr es ihn auch reizen würde, sie für immer in dieser Stellung erstarre zu lassen, wie eine Statue.

Alric war Realist und so nahm er schließlich die Phiole mit ihrer Droge heraus und tropfte etwas auf seine Finger. Nicht viel, doch mehr brauchte es nicht. Sie sollte auf den Geschmack kommen. Sie sollte es von seinem Finger lecken, als seih es der Nektar des Lebens.

Er führte den Finger zu ihr herab etwas von der Droge auf seinen Finger, und schob es dann in ihren Mund, so wie er zuvor ihren Mund mit seinem Glied gefüllt hatte. Liebevoll streichelte er ihre Mundhöhle und berührte ihre Zunge um ihr den Saft abzugeben, der ihr Fluch und ihr Glück zugleich war.


Lhynne:
Die durch den Alkohol und die Droge, die sie unwissentlich durch den Wein zu sich genommen hatte, um ein Vielfaches verstärkten Entzugserscheinungen hatten sie inzwischen so fest in ihrem unbarmherzigen Griff, dass Lhynne kaum noch zu mehr im Stande war, als sich am ganzen Körper zitternd gegen das Bein ihres Herren zu lehnen und zu hoffen, dass er sie nicht sterben lassen würde. Auch wenn ihr der Tod im ein oder anderen Moment ihrer Gefangenschaft wie ein willkommener Ausweg erschienen war, hatte sie schreckliche Angst davor, vermutlich tagelang auf grausame Art und Weise vor sich hinsiechen zu müssen.

Ihre Hände hatte sie inzwischen wieder hinter ihrem Rücken gelöst, weder absichtlich, noch als Affront gedacht, sondern schlicht aus purer Schwäche und weil sie trotz seines Halt bietenden Knies wohl einfach umgekippt wäre, würde sie sich nicht zusätzlich noch auf beiden Händen abstützen.

Dass er inzwischen das Gegenmittel gezückt und auf seine Fingerspitzen geträufelt hatte, bekam sie ebenso wenig mit, wie dass er sich nach vorn lehnte. Erst, als seine Finger ihre Lippen berührten und sich in ihren Mund schoben, bemerkte sie den vertrauten Geschmack und begann das Antiserum gierig von seinen Fingern zu lecken.

Wie immer setzte die Wirkung erstaunlich schnell ein und das Herzrasen verschwand ebenso, wie die Atemnot. Lediglich das Gefühl der Schwäche bleib zurück, auch wenn sie sich nicht erklären konnte, warum sie sich so dermaßen ausgelaugt fühlte.

Nachdem sie auch den letzten Rest des Mittels von seinen Fingern geleckt hatte, sah sie zu ihm auf. Der Hass, so überwältigend von ihm abhängig zu sein, spiegelte sich deutlich in ihren Augen, dennoch aber kam ein leises "Danke..." über ihre Lippen.

Montag, 29. April 2013

Na klasse ... Die Zukunft des Blogs?

Ich liebe es. Als ich mich heute Abend an meinen Rechner gesetzt habe, habe ich festgestellt, dass Google freundlicher weise mein g+ Profil gesperrt hat. Offenbar ist ihnen erst jetzt der Bug aufgefallen, dass Blogger die Option für nicht jugendfreie Inhalte haben, während g+ das nicht besitzt. Die Verweise meiner g+ posts auf mein Blog waren ihnen wohl zu Böse ...

Na ganz toll. Mal schauen wie es weiter geht. g+ ist damit wohl erst Mal gestorben und die Oberfläche von Blogger ist für mich gerade extrem kastriert. Ich werde in den nächsten Tagen mal schauen wie es weiter geht. Ich hoffe das Blog bleibt bestehen, auch wenn mich die Sperre jetzt gerade ziemlich herunter zieht. Ich habe erst mal alle posts bei g+ gelöscht, vielleicht hilft es ja. Wer braucht schon g+? Ich hoffe trotzdem, dass ich zumindest hier in meiner Nische ungestört weiter machen kann. Irgendwie ist sie mir ja doch ans Herz gewachsen.

Schauen wir mal, was die Zukunft bringt ...

... vielleicht hat wirklich alles Mal ein Ende.


Update:
So wie es aussieht, ist die "Sperre" nun ebenso wieder aufgehoben worden, wie sie gestern aus heiterem Himmel kam. Ich werde wohl trotzdem erst mal die Finger vom g+ lassen, und hoffe dass dieses Problem nicht weiter auftritt.  So wie es aussieht, sind jetzt einfach alle verweise von g+ auf mein Blog verschwunden. Irgendwer scheint sich da wohl für die "bösen" Inhalte zu schämen. Gut, kein Problem. Hauptsache hier geht es weiter.