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Montag, 28. August 2017

Atemlos in ihrer Hand



Atemlos in ihrer Hand

Von hinten trat die Gräfin an das Mädchen heran. Zärtlich streifen ihren Fingerkuppen die nackte Haut. Die junge Schönheit zitterte, während sie sich in der intimen Berührung wieder fand.
Warum war sie hier?
Die Kammer der Gräfin war ein Hort der Sünde. Alle wussten dies, und doch war das Mädchen freiwillig gekommen, als die Gräfin rief.
Doch hatte sie überhaupt eine Wahl gehabt?

Zärtlich streichelte die Gräfin über die blanke Scham des Mädchens. Es war das erste Mal, dass jemand, eine Frau, sich ihrer Jungfräulichkeit auf solche weise näherte.
Ein leises Seufzen kam über die zierlichen Lippen des Mädchens.
Ja, es erregte sie.

Die Gräfin ließ es jedoch nicht dabei bewenden. Sie wollte mehr und küsste zärtlich den Nacken des Mädchens. Ihre Lippen berührten die Schultern, während die Fingerkuppen über die Brüste der Jungfrau streichelten.

Zärtlich leckte die Gräfin über den Puls des Mädchens. Sie saugte an der Kehle und spielte dabei mit den Sinnen der Jungfrau.

Der Geist des Mädchens hatte keine Chance gegen die intime Berührung durch die erfahrene Frau. Diese nahm gekonnt die Brustwarzen zwischen ihre Finger und verdrehte sie leicht, so dass sich eine Kaskade aus Lust und Schmerz ihren Weg durch den unschuldigen Körper suchte.

Seufzen, keuchen und stöhnen füllte den Raum. Der Leib des Mädchens war Wachs in den Händen der reifen Gräfin. Diese streichelte über die blanke Scham und sorgte dafür, dass die junge Schönheit sich vor Lust wandte.

Immer wieder streifte die Gräfin dabei mit den Fingern durch das feuchte Tal. Sie drückte die Schamlippen auseinander. Die andere Hand glitt an den Hals des Mädchens, streichelte diesen, und legte sich um die Kehle.

Lustvoll wandte sich das junge Ding. Sie keuchte und rang nach Atem. Zwischen ihren Schenkel brodelte es. Pure Geilheit floss herab. Ihre Spalte zuckte unter den gewandten Fingern der Gräfin.

„Du bist so schön“, flüsterte diese.

Ihre Finger umkreisen den Kitzler des Mädchens. Lustwogen peitschten durch den Körper der Jungfrau. Der Druck auf ihre Kehle nahm weiter zu.

„Ich will dich haben“, raunte die Gräfin weiter.

Das Mädchen keuchte und kämpfte um jeden Atemzug. Die Gräfin aber blieb eisern. Sie spielte mit ihrer Beute. Immer schneller rieben Finger der Frau ihre jungfräuliche Spalte und lösten ein Feuerwerk der Lust in ihrem Unterleib aus. Küsste sie, streichelte sie und biss sie schließlich in den Hals.

In dem Augenblick, als die Gräfin ihre Zähne in den Hals ihres Opfers bohrte, stöhnte das Mädchen lustvoll auf. Geilheit überlagerte den Schmerz. Sie spürte die Fangzähne kaum, die ihre Haut durchstachen. Das Mädchen fühlte nur die unendliche Lust, als die Geilheit aus ihr herausspritzte.
Hilflos lag sie in den Armen der Gräfin, während diese an ihrer Kehle saugte. Nur langsam ließ die Euphorie des Höhepunkts nach und das Mädchen sackte schlaf zusammen.
Als sich die Augen der Jungfrau schlossen, beleckte die Gräfin zufrieden ihre Zähne, an denen der Lebenssaft ihres Opfers haftete.

(c) Krystan Knight, 2017

Donnerstag, 5. Mai 2016

Dawn - Der Kuss des Vampirs



Einsam und verloren taumelte sie die Straße entlang. Keine lebende Seele schien ihr mehr beizustehen. Dunkle Wolken verhüllten den Vollmond, der hoch am Himmel stand. Ihr war kalt, auch wenn der Schweiß auf ihrer Stirn stand. Kein warmes Heim wartete mehr auf sie. Ihre sonst ansehnlichen Augen zeigten sich leer, denn Tränen waren bereits genug geflossen.
Warum hatte er sie verlassen?
Warum hatte er sie verstoßen?
Sie griff nach dem Kreuz an ihrem Hals und riss es von ihrem Körper. Die Kette brach entzwei und ein blutiger Rand zeichnete sich an ihrem Nacken ab. Sie ignorierte den Schmerz nicht. Nein, sie genoss ihn sogar. Es war gut, dass es wehtat. So spürte ihr ausgebranntes Herz noch etwas.
Sie blickte auf das goldene Metallstück eines ans Kreuz genagelten Mannes. Gott hatte ihn verlassen, Gott hatte sie verlassen. Wütend warf sie es weg. Metallisch war der Klang, als es über das Pflaster glitt. Plötzlich fühlte sie sich erleichtert, befreit von einer Last, die sie schon zu lange mit sich herumgetragen hatte.
»Du solltest aufpassen, was du wegwirfst, Mädchen. Es könnte dein Leben sein«, sprach eine Stimme aus dem Dunkel einer Seitengasse.
Das Mädchen erschrak, doch sie floh nicht, sondern versuchte in der Dunkelheit nach dem Fremden Ausschau zu halten. Mühsam erahnte sie eine Silhouette. Er war gut einen Kopf größer als sie. Unsicher kaute sie auf ihrer Lippe.
»Komm her oder lauf weg«, flüsterte eine Stimme in ihrem Geist. Seine Stimme. Ihr Herz schlug schneller. Sie zitterte am ganzen Körper.
»Was wollt Ihr?«, fragte sie verstört.
»Dich!«, kam die gestochen scharfe Antwort.
»Mich?« Das Mädchen versteifte sich. Noch wäre Zeit für eine Flucht, doch sie hielt still, wartete ab. Wartete auf ihn. Langsam trat er aus dem Schatten auf sie zu. Dunkle Gestalt der Finsternis. Ihr Atem ging schneller. Als sie ihn ansah, schien sie in pechschwarze Nacht zu blicken. Totale Finsternis und doch fühlte sie seine Präsenz. Er stand vor ihr und beobachtete sie.
»Wieso mich?«, hauchte sie leise.
Wie ein Raubtier trat er um sie herum und dem Mädchen lief ein Schauer den Rücken herunter. Es war eine Mischung aus Lust und Angst, die sie erfasste. Er stand jetzt hinter ihr, blockierte ihren Fluchtweg.
Sie drehte den Kopf und spürte plötzlich knochige Finger auf ihren Schultern. Er hielt sie mit festem Griff, doch das Mädchen versuchte gar nicht erst, ihm zu entkommen. Gebannt starrte sie den Mann an, der nur wenige Handbreit von ihrem Gesicht entfernt war. Mitten in der Finsternis sah sie das Paar leuchtender Augen, welches er auf sie richtete. Mit durchdringendem Blick starrte er sie an.
»Weil du sonst niemanden mehr hast«, flüsterte die Stimme in ihrem Kopf. »Weil ich der Einzige bin, der dich noch will.«
Wie Peitschenhiebe trafen die Worte das Mädchen. Quälende Gewissheit für eine verletzte Seele, die gefesselt zwischen den Säulen der Verdammnis wartete, um das finale Urteil über ihr Leben zu empfangen. Seine Worte klangen nach der bitteren Wahrheit. Süßes Gift in ihrem Verstand. Verführerisches Gift, welches durch ihr blutendes Herz in ihren Körper floss. Die Hände fuhren über ihren Leib. Sie wehrte sich nicht. Sie ließ sich gefangen nehmen von seiner Macht.
»Lass jetzt los, meine Kleine. Ich bin hier, um dir zu helfen.«
Die Stimme klang wie sinnlicher Nektar. Sie streichelte ihr Bewusstsein, während die Finger ihren Körper erforschten. Sie lehnte sich an ihn und schloss gedankenverloren die Augen. Sie spürte seine Nähe, nicht nur körperlich, sondern auch geistig.
Schmerzhaft spannten ihre Brustwarzen, als er über diese glitt. Der Schmerz in ihrem Inneren jedoch verschwand. Mit einem Mal fühlt sie sich geborgen. Sie fühlte sich geliebt.
Seine Fingernägel kratzten über ihre Haut und erregten sie mehr als alles andere. Ihre Seele schien in einem Rausch aus Lust gefangen zu sein, ohne dass ihr klar wurde, warum.
Er berührte ihr Geschlecht, streichelte es, rieb ihre Perle und jagte elektrisierende Schauer durch ihren Verstand. Ein leises Stöhnen drang über ihre Lippen. Gefangen in der Finsternis, erlebte das Mädchen ein Glück, welches ihr sonst verwehrt blieb. Sie ließ sich berühren, ließ sich erforschen, wie es kein Mann zuvor mit ihr getan hatte.
Die schützenden Hüllen fielen Stück für Stück. Ihre Seele und ihr Körper standen schließlich vollkommen nackt vor dem Fremden, der sie ganz in seinen Bann gezogen hatte.
»Ich kann dafür sorgen, dass das Leben dir nie wieder Schmerz zufügen kann. Ich kann dafür sorgen, dass du nur noch den süßen Saft des Lebens schmeckst und alles andere vergisst. Willst du das?«
»Ja«, flüsterte das Mädchen und rekelte sich in seinen Armen. Gedankenverloren reckte sie ihren Hals und bot ihm nun ungeschützten Zugang zu ihrer Kehle.
Er senkte seinen Kopf zu ihr herab. Sie spürte seinen Atem auf ihrer sensiblen Haut. Wie weiße Dolche funkelten seine spitzen Zähne, als der Mond für einen Moment zwischen zwei Wolkenbänken hervorschielte. Ganz langsam drückte er sie gegen die zarte Haut des Mädchens, welches sich für immer willenlos unterworfen hatte.
Sein Finger kreiste um ihre weibliche Blüte. Lustlaute entkamen ihren Lippen. Sinnliches Stöhnen. Der Duft ihrer Lust stieg auf, während der Saft ihrer Leidenschaft an ihren Schenkeln herabtropfte. Sie spürte den Biss, doch berauscht von dem Verlangen nach mehr ließ sie ihn gewähren.
Immer schneller kreisten die Finger des Fremden um ihre Knospe. Er saugte an ihrem Hals. Trank den Saft ihres Lebens und ließ sie zugleich in seinen Armen in ekstatische Sphären eintauchen. Das Mädchen drückte sich seiner Hand entgegen, sie wollte es erleben. Sie wollte Befriedigung spüren, wie nur er sie ihr schenken konnte.

Ihre Augenlider flackerten. Benommen zitterte sie in der Umarmung. Die sinnliche Euphorie steigerte sich mit jedem Herzschlag. Das Blut schoss in seinen Mund, nährte sein Verlangen nach ihr. Sie ließ sich gehen – ließ sich fallen in seine Arme, als mit einem Schlag ein Feuerwerk der Lust in ihrem Körper abbrannte. Die Dunkelheit rief nach ihr. Laut keuchend erlebte sie den Höhepunkt, bevor sie schließlich das Bewusstsein verlor und in seinen Armen einschlief.

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Mittwoch, 13. April 2016

Dem Lehrer verfallen



Es war ein kaum spürbarer Luftzug, doch ihre feuchten Haut reagierte sofort. Ein Schauer lief ihr über den Rücken und ließ die Achtzehnjährige leise aufstöhnen. Augenblicklich bekam das Mädchen eine Gänsehaut. In Dunkelheit gehüllt wartete sie und lauschte ihrem eigenen Herzschlag.
Ein roter Seidenschal hatte ihr das Augenlicht genommen. Nicht, weil sie jemand dazu gezwungen hatte. Nein, es war schlimmer. Die Schülerin selbst hatte sich das Tuch umgebunden.
Warum hatte sie das getan? War sie verrückt?
Diese Frage hatte sich Nina selbst oft gestellt. Die junge Frau war nur dem vagen Versprechen eines Mannes gefolgt, der mehr als doppelt so alt wie sie war. Schon lange war sie dem Mann verfallen. Erst aus einer schwärmerischen Träumerei heraus. Doch genau wie sie selbst waren ihre Fantasien inzwischen erwachsen geworden.
Dr. Matthias Schuhmacher. Deutsch, Mathe, Physik. Leicht ergrautes Haar, breite Schultern. Zumindest in Ninas Träumen war er schon lange ihr Geliebter. Während andere Freundinnen Männer in ihrem Alter suchten und sich manchmal in Schwärmereien für Popstars verloren, gab es für Nina nur einen Mann.
Wie oft hatte sie schon im Bett gelegen und bei seinem Bild heimlich masturbiert, seit ihre Weiblichkeit voll erwacht war. Zu oft, denn jedes Mal hatte sich ihre Sehnsucht noch weiter gesteigert. Die Träume reichten ihr nicht mehr. Sie wollte ihn, wollte bei ihm sein, bevor es zu spät war, bevor ihr Abitur sie für immer trennen würde. Nina hatte Angst davor, ihn zu verlieren. Die Zeit lief ihr davon. Das machte sie mutiger.
Auf der Klassenfahrt im letzten Schuljahr hatte sie Dr. Schuhmacher angesprochen. Sie hatte ihm unter Einfluss von zu viel Alkohol ihre Liebe gestanden. Danach folgte das böse Erwachen. Schuldgefühle. Sie hatte sich krank gemeldet, war den Rest des Schuljahres nicht mehr zum Unterricht erschienen.
Ninas Eltern machten sich Sorgen um ihre inzwischen volljährige Tochter. Ihre Mutter fürchtete in dieser Zeit gar, ihre geliebte Tochter wäre auf der Klassenfahrt geschwängert worden. So etwas kam dem Anschein nach ständig vor, hatte sie Nina gesagt und auf einen Artikel in der Zeitung verwiesen.
Ihre Eltern wussten nicht, dass ihre Tochter nur all zu gerne schwanger gewesen wäre. Zumindest mit dem richtigen Kindsvater an ihrer Seite. Doch das war unmöglich. Auch jetzt noch, wo sie bald neunzehn wurde, war sie immer noch Jungfrau, obwohl sie in Gedanken das erste Mal schon unendlich oft durchlebt hatte.
Deshalb war sie jetzt hier. Die Sommerferien hatten ihre Gefühle für den Lehrer nicht abgekühlt. Im Gegenteil. Kein Tag verging, an dem sie nicht an ihn gedacht hatte, sobald ihre Finger zärtlich das eigene Geschlecht verwöhnten.
Nina hatte noch nie einen Freund gehabt, auch wenn sie sich keinesfalls als unerfahren ansah. Was ihr an Praxis fehlte, machte ihre Fantasie wett. Eine Fantasie, die sich immer wieder um ihren Klassenlehrer drehte. Eine Fantasie, die für die achtzehnjährige Schülerin zu einer Besessenheit geworden war.
Als Dr. Schuhmacher sie heute Morgen ansprach, rutschte ihr das Herz fast in die Hose. Er sagte ihr, dass sie, wenn sie es wirklich ernst meinte, seine Sklavin sein könnte, doch dies müsse ihr Geheimnis bleiben.
Gerüchten zufolge hatte Dr. Schuhmacher sich in den Sommerferien von seiner Frau getrennt. Sie war angeblich mit einem anderen Lehrer zusammengekommen. War dies jetzt die Chance, auf die Nina gewartet hatte? Eine Chance, die das junge Ding nur einmal im Leben bekommen würde?
Die Befehle des Lehrers waren eindeutig.
»Komm bei Einbruch der Nacht in die Turnhalle. Die Tür wird für dich offen sein. Dusch dich dort. Trockne dich aber nicht ab. In der Mädchenumkleide liegt, was du dir anziehen sollst. Dann gehe in die Halle. Leg eine blaue Matratze aus und knie dich auf diese. Verbinde dir dort die Augen. Wenn du gehorsam bist, dann werde ich zu dir kommen.«
Mit Worten hätte man die Anspannung in Ninas Brust nicht beschreiben können. Nicht dass Ninas sonderlich große Brüste gehabt hätte. Was er ihr zugeflüstert hatte, klang erst wie ein Traum für sie. Wollte er sie am Ende veralbern. Spielte er mit ihr, um sie für ihren lächerlichen Auftritt bei der Klassenfahrt zu demütigen?
Die Zweifel nagten an ihr. Trotzdem war Nina zu der Turnhalle gekommen. Die Tür war unverschlossen. Das Mädchen befolgte die Anweisungen, als stünde sie unter einem Zauber. Mit jedem Schritt, den sie seinen Wünschen folgte, schien die Anspannung ein wenig zu weichen. Er hatte offensichtlich an alles gedacht.
Das blaue Höschen und das Top passten ihr, auch wenn es sie mehr an einen Bikini als an reizvolle Unterwäsche erinnerte. Aber wenn er es so wollte? Sie konnte nicht anders. Frisch geduscht war sie in die Turnhalle gekommen, die nur von dem diffusen Licht der Notbeleuchtung erhellt wurde. Sie hatte die Matratze in die Mitte der Halle gezogen, um sich ihm deutlich zu präsentieren. Dann legte sie sich die Augenbinde um und tauchte ein in die Dunkelheit. Hier wartete sie auf ihn. Ein Warten, ob er wirklich kommen würde.

Die Zeit verstrich. Minuten oder Stunden, Nina wusste es nicht. Für das in der Dunkelheit gefangene Mädchen war es eine gefühlte Ewigkeit. Die Unruhe in ihr wurde immer größer. Hatte Dr. Schuhmacher alles nur getan, um sie zu erniedrigen?
Das musste er nicht. Nina fühlte sich durch ihre so lange verschleppte Liebe zu ihm längst am Boden. Wenn er sie jetzt versetzte, wenn er mit ihr nur spielte, dann war alles vorbei. Nina glaubte nicht daran, dass sie unberührt nach Hause gehen konnte. Nicht, nachdem sie selbst so viel Mut aufgebracht hatte, um zu dem Treffen abends in der Schule zu kommen. Sie dachte an die Brücke - dachte an das Wasser, welches schon viele unglückliche Seelen mitgerissen hatte. Ohne ihn wollte sie nicht weiterleben.
Das Geräusch einer sich öffnenden Tür riss Nina aus ihren düsteren Gedanken. Unsicher drehte das Mädchen den Kopf. Ihre blonden Haarsträhnen waren noch ganz nass und streiften über ihre nackten Schultern.
Sie hielt den Atem an und lauschte. Schritte in der Dunkelheit. War er es? Ihr Lehrer, der sie erhört hatte? Ihr Herz schlug schneller und sie keuchte deutlich hörbar, als die Atmung wieder einsetzte.
Er war da. Die Schülerin spürte seine Präsenz, auch wenn sie ihn nicht sehen konnte. Dr. Schuhmacher war zu ihr auf die Matte gekommen und blieb vor ihr stehen. Vor ihrem inneren Auge konnte sie den Mann erspüren. Sie roch sein Parfüm, seinen männlichen Duft und mehr. Lust.

»Du bist also erschienen, Nina. Das heißt, du willst du meine Sklavin sein?«, fragte die Stimme aus dem Nichts.
Es war seine vertraute Stimme, die sie schon tausendmal im Unterricht gehört hatte.
»Ja«, keuchte das Mädchen.
Sie wusste nicht, was der Lehrer von ihr wollte. In ihren Fantasien hatte er sie zwar oft hart, manchmal sogar gegen ihren Willen genommen, doch das hier war anders. Das hier war keine Fantasie, auch wenn es sich surreal anfühlte.
»Dann werde ich prüfen, ob du dazu auch würdig bist. Du wirst mich, wenn wir alleine sind, ab jetzt immer mit Herr anreden. Verstanden, Sklavin?«, sprach er mit dem souveränen Befehlston, den er auch als Lehrer vor der Klasse verwendete.
»Ja, Herr«, hauchte sie leise.
Ein Schauer lief ihr durch den Körper, als sie ihre eigenen Worte hörte.
»Nicht so zaghaft. Du hattest genug Mut, mir mich vor meinen Kollegen anzusprechen und mir deine Liebe zu offenbaren. Du hast mich ziemlich in Bedrängnis gebracht.«
Seine Stimme klang streng, ohne Liebe.
»Ja, Herr«, sagte Nina diesmal entschlossener.
Erinnerungsfetzen huschten durch ihr Bewusstsein. Ja, sie waren nicht alleine gewesen, als Nina angetrunken an den Tisch der Begleitlehrer getorkelt war. Sie hatte nur Augen für Dr. Schuhmacher gehabt. Dass er direkt neben seinen Kollegen gesessen war, und diese auch Ninas Liebesbeichte auch vernommen hatten, wurde ihr erst in diesem Moment klar. Unter ihrem Bewusstsein tat sich ein gewaltiges Loch auf, das sie in den Abgrund grenzenloser Scham reißen wollte. Beschämt wäre sie am liebsten darin verschwunden, doch stattdessen hörte sie die Stimme ihres Lehrers – ihres Geliebten.
»Dafür hast du eine Strafe verdient, Sklavin.«
»Ja, Herr«, flüsterte Nina kleinlaut.
Ja, eine Strafe, jede Strafe, solange sie nur von ihm kam.
Patsch, Patsch. Mit fester Hand verpasste er ihr zwei Ohrfeigen, die sie vollkommen unvorbereitet empfing. Die Schülerin schrie kurz auf und hielt sich die Wangen. Der Schmerz war neu, doch ihre angespannte Erregung verwandelte den Schmerz in der Dunkelheit in etwas Ungekanntes. Eine devote Lust, die sie zu überwältigen schien.
Sie hatte es verdient, sagte eine innere Stimme zu ihr.
»Hände hinter den Rücken, Sklavin«, befahl der Lehrer streng.
Nina gehorchte sofort und senkte dabei instinktiv den Kopf leicht, sodass sie eine demütige Haltung einnahm.
»Dies war nur ein kleiner Vorgeschmack, was dich als Sklavin erwartet. Willst du immer noch meine Sklavin sein, Nina?«
Das Mädchen kämpfte mit den Tränen. Es war das erste Mal in ihrem Leben, dass jemand sie geschlagen hatte. Und es fühlte seltsam an. Der Schmerz war einem brennendem Ziehen gewichen.
Wollte sie das wirklich?
War Dr. Schuhmacher ein Perverser?
War am Ende sie selbst pervers?
Das Mädchen schluckte schwer, bevor sie sich zu einer Antwort durchrang. Eigentlich konnte es nur eine geben, aber trotzdem fielen ihr die Worte so schwer, als wäre ihre Zunge aus Blei.
»Ja, Herr.«
»Laut und deutlich! Willst du meine Sklavin sein, Nina?«
»Ja, Herr«, wiederholte sie diesmal lauter. »Ich will Eure Sklavin sein.«
Patsch, Patsch. Noch einmal bekam Nina zwei Ohrfeigen. Diesmal schrie sie jedoch nicht. Sie hielt die Hände hinter dem Rücken verschränkt und war stolz auf sich. Ja, er sollte sie ruhig schlagen, solange sie nur bei ihm bleiben durfte. In diesem Moment dachte sie nicht an morgen. Sie dachte nicht an das Leben nach der Schule, ja, sie dachte noch nicht einmal mehr an die Schule. Ihr ganzer Fokus war auf den Augenblick gerichtet. Auf das Hier und Jetzt.

Nina hörte, wie ein Reißverschluss geöffnet wurde. Plötzlich stieg ihr ein neuer Geruch in die Nase und sie spürte etwas an ihren Lippen. Etwas Neues, auch wenn ihr die Fantasie sofort verriet, was es sein mochte.
»Mach den Mund auf, Sklavin«, befahl der Mann und Nina gehorchte.
Etwas schob sich zwischen ihre geöffneten Lippen. Ein salzig-bitterer Geschmack erreichte ihre Sinne. In Dunkelheit gehüllt nahm sie ihn besonders bewusst wahr. Ihre Zunge tastete danach. Vorsichtig erforschte sie das harte Fleisch, welches Ninas Träume schon so oft zu einem feuchten Erlebnis gemacht hatte. Sie leckte darüber und versuchte ihrem Lehrer all das zu geben, was sie bis dahin nur in ihren Fantasien getan hatte.
»Nimm ihn tief rein und saug daran, Sklavin«, befahl der Lehrer, dessen angefachte Lust nun in seiner Stimme mitschwang.
Die Schülerin gehorchte ohne Widerwillen. Auf Knien und mit hinter dem Rücken verschränkten Armen bearbeitete sie das angebotene Fleisch. Sie gab dem Mann alles, was sie in der Theorie gelernt hatte. Rasch wurde das Fleisch hart und Nina empfand dies als Lohn, der weit mehr Wert hatte als eine Eins in Mathe.
Der Duft seiner Männlichkeit betörte sie. Schmatzende Geräusche kamen aus ihrem Mund. Unterwürfig verwöhnte die Schülerin ihren Lehrer. Sie schenkte ihm Lust und entlockte ihm ein Stöhnen. Seine Hand griff bestimmend in ihr nasses Haar.
Nina fühlte sich wie im Paradies. Alles würde sie für diesen Mann tun. Sie würde leben, lieben, lügen und auch sterben, nur um mit ihm zusammen zu sein. Gerne hätte sie ihm das gesagt, doch seine Männlichkeit wirkte wie ein Knebel.
Immer tiefer stieß er in sie hinein. Der Lehrer nahm sie als das, was sie war. Eine willige Sklavin, die sich ihrem Herrn in devoter Pose hingab. Speichel tropfte aus den Mundwinkeln des Mädchens, welches halb nackt vor dem reifen Mann kniete. Ihr Kopf bewegte sich in einem von ihm bestimmten Takt. Tief in sich spürte sie seinen Pfahl und kämpfte damit, nicht zu würgen. Sie wendete die Techniken an, die sie aus den Anleitungen im Internet und Magazinen kannte. Es half. Trotzdem musste Nina all ihre innere Kraft aufbringen, um sich nicht zu übergeben.
Schließlich gelang es ihr, die Schutzreflexe ihres eigenen Körpers zu überwinden.
Immer tiefer drang er in ihre Kehle vor. Ihr Erfolg war seine Lust und damit auch die ihre. Ohne sich selbst zu streicheln, spürte das Mädchen, wie sie fast an den Rand eines Orgasmus geführt wurde. Prickelndes Verlangen durchströmte ihren Unterleib. Sie wusste nicht, wie dies möglich war, doch allein der Sex in ihrem Kopf reichte in diesem Moment aus, um sie in schiere Euphorie zu versetzen.
Sein lautes Stöhnen machte sie geil. Sein bestimmendes Verlangen ließ sie am ganzen Körper zittern. Er dominierte sie, benutzte sie und unterwarf sie seiner Geilheit. Dann war es endlich so weit.
Mit einem Mal presste er ihren Kopf gegen seine Hüften, rammte seinen Pfahl bis zum Anschlag in ihre Kehle und sorgte dafür, dass Nina für einen Moment keine Luft bekam. Doch es war ihr gleich. Sie ließ sich einfach fallen.
Laut keuchte der Lehrer auf, als der heiße Saft seiner Lenden in ihren Mund schoss. Eine zähe, salzige Masse füllte ihre Kehle und Nina schluckte alles.

Beide waren sie jetzt außer Atem. Der Griff des Mannes löste sich. Sein erschlaffendes Glied zog sich aus dem Mund des Mädchens zurück, welches dabei auch noch den letzten Tropfen seines Saftes abbekam.
Nina kniete vor ihrem Herrn. Das Höschen war ganz feucht. Ihre Lippen waren leicht geöffnet. Die Augen noch immer verbunden. Sie schwieg, wartete auf ihn. Wartete, was ihr Herr nun tun würde. Der Reißverschluss war erneut zu hören.
»Das war gut, meine Sklavin.«
Seine Hand streichelte ihr liebevoll über die Wange. Ninas Herz machte einen Sprung. Am liebsten hätte sie ihn für diese einfache Geste sofort umarmt, doch sie hielt sich zurück und blieb in ihrer devoten Haltung.
»Denke daran, zu niemandem ein Wort. Für die Welt da draußen bist du weiterhin eine fleißige Schülerin. Nur wenn ich dich mit Sklavin anspreche, wirst du mir als solche gehorchen, so lange ich es will. Hast du das verstanden?«
»Ja, Herr.«
»Bleib so knien und zähle laut bis Hundert, Sklavin. Dann nimm das Tuch ab. Damit ist deine erste Aufgabe als meine Sklavin für heute erfüllt«, befahl der Lehrer.
»Ja, Herr.«
Das Mädchen befolgte die Anweisung. Rasch zählte sie mit heiserer Stimme bis Hundert. Der Geschmack seiner Lust füllte immer noch ihren Mund. Nina bekam Durst. Sie wollte endlich etwas trinken, doch erst musste sie ihre Aufgabe erfüllen. Sie musste ruhig knien und zählen. Ihre Stimme wurde immer schwächer. Ein unglaubliches Verlangen nach einem einzigen Schluck Wasser machte sich in ihr breit, als sie die Fünfzig erreicht hatte. Ein Gedankenstrudel erfasste sie. Das Zählen wurde immer schwerer. Als sie die Hundert erreicht hatte, riss sich das Mädchen die Binde herunter.
Mit einem Mal war sie zurück in der Welt. Das Licht der Notbeleuchtung erschien ihr nun unglaublich hell. Sie sah jedes Detail, nur von ihrem Lehrer, ihrem Herrn, war keine Spur mehr zu sehen. Das machte sie rasend und für einen Moment trat der Durst zurück in den Hintergrund. Hatte sie am Ende das alles nur geträumt?
Das Mädchen leckte sich über ihre Lippen. Nein, sie schmeckte ihn noch immer. Das konnte kein Traum gewesen sein. Sie war hier, er war bei ihr gewesen. Verzweifelt vor Durst und Sehnsucht reckte sie ihren Kopf. Wo war er? Wie konnte er sie einfach hier zurücklassen?
Da fiel ihr Blick auf das schwarze Lederhalsband, welches direkt vor ihr auf der Matratze lag. Dies war neu. Hatte er es ihr dagelassen? War es sein Zeichen – ein Zeichen, dass sie jetzt ihm gehörte? Die Schülerin griff danach und presste es an ihre Brust, als sei es ein Schatz aus Gold.
»Ich gehöre Euch Herr«, flüsterte Nina leise zu sich selbst.
Dann legte sie sich selbst das Halsband um. Erneut erfasste sie ein fast sakraler Schauer. Sie war die Sklavin ihres Herrn. Sie gehörte jetzt ihm. Jetzt brauchte sie dringend einen Schluck Wasser.


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