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Montag, 7. Juli 2014

Hochzeit mit einem Alien

Am Tag ihrer Hochzeit kamen die Aliens, kaum hatte sie am Altar das Ja-Word gegeben, wurde sie schon von Monstern überfallen und zusammen mit den Brautjungfern verschleppt.

Das Monster packte sie mit seinen Tentakeln. Ekliges Sperma schießt in all ihre Öffnungen und füllt ihren Körper  mit Außerirdischem Leben.

Montag, 6. Januar 2014

Anika und der Drache - Die geopferte Jungfrau



Diese Geschichte entführt euch in eine Zeit voller Legenden, Jungfrauen, Drachen und Magie. Eine Zeit des Umbruchs und Wandels. Dank einer Muse, die sich bereit erklärt hat, mir ein wenig regelmäßigen Ansporn zu geben, und meiner lieben Korrekturhilfe Sandra ist diese Geschichte nun auch fertig geworden. Ich hoffe sie gefällt euch.


Anika und der Drache - Die geopferte Jungfrau


Es war einmal vor langer Zeit …

Ein verkohltes Holzkreuz war alles, was von der Kapelle auf dem Berg übrig geblieben war. Einem ausgeschlachteten Gerippe gleich lag die Ruine unweit der alten Drachenhöhle. Rauch stieg immer noch aus den klimmenden Resten auf, auch wenn es Tage her war, dass ein Feuerschlag das Gotteshaus vernichtet hatte.

Das Mädchen mit den langen blonden Haaren war an den Felsen gekettet. Ein weißes Kleid war alles, was sie am Körper trug. Der Drachenfels war seit jeher die Opferstelle der Menschen gewesen, die die Bestie beruhigen wollten. Schon früher wurden hier Jungfrauen und Tiere geopfert, die dem Tier geweiht wurden. Bis vor zwei Jahrzehnten der christliche Gott in das Land kam und die Opfer eingestellt wurden.

Die Kirche und ihre Soldaten verboten den Glauben an die alten Mächte und verbrannte alle, die dem alten Glauben anhingen, auf dem Scheiterhaufen. All dies geschah vor Anikas Geburt. Die Tochter des ehemaligen Häuptlings war schon in die neue Zeit hinein geboren. Behütet von der heiligen Mutter Kirche, auch wenn ihr Vater sie noch in den alten Bräuchen unterwies. Vielleicht war dies ihr Verhängnis geworden, dachte das Mädchen, denn als das Unheil über das Dorf kam, gab man ihr die Schuld.

Ja, das Unheil, dachte sie. Das ganze Jahr schwebte schon der Schleier des Todes über ihr. Vielleicht waren die Worte des Priesters die Wahrheit. Vielleicht war sie wirklich schuld an dem, was den Menschen in ihrer Heimat widerfahren war. Jetzt, in das weiße Gewand gehüllt, sah sie sogar so aus, wie der Engel des Todes, jene Frauen des alten Kultes, die mit der Geisterwelt sprachen.

Verzweifelt kämpfte sie immer wieder mit den Ketten, die sich gnadenlos um ihre Handgelenke gelegt hatten. Ihr Körper bebte und sie rang nach Luft, denn der Kampf gegen das Unvermeidliche raubte ihr die Kraft.

Das dünne Leinenkleid war ihr halb über die Schulter gerutscht und entblößte so ihre linke Brust. Im schwachen Licht konnte man auf ihrer Haut die Striemen erkennen, die eine Peitsche hinterlassen hatte. Die Nacht war ungewöhnlich kalt und Nebelschwaden umspielten ihren Körper. Anika fror. Nicht nur wegen der körperlichen Kälte, nein auch wegen der Einsamkeit. Angst und Aufregung hatten sie erschöpft. Das Mädchen zitterte. Ihre Gedanken schweiften zurück zu den Ereignissen, die sie an diesen Pfahl geführt hatten.

***

Es war das Jahr, in dem ihr Vater nach langer Krankheit starb. Sie war die einzige lebende Nachfahrin seines Geschlechts. Die alte Tradition besagte, dass der Mann, der sie zu Frau nahm, der neue Häuptling würde. Viele Männer hatten in diesem Frühjahr um ihre Hand angehalten, doch als der Sommer kam, war sie immer noch unentschlossen. Anika sehnte sich nach dem Richtigen und wollte sich trotz der Zwänge ihrer Geburt nicht dem Erstbesten hingeben. Leider kam es anders.

Einer der Freier wollte ihr jedoch diese Zeit nicht geben. Es war Georg, der Ritter des heiligen Ordens, der dem Priester, der zu ihrem Vormund bestimmt wurde, um ihre Hand bat. Georg war ein großer, grobschlächtiger Mann, der sich brüstete, viele Heiden mit seiner Lanze aufgespießt zu haben. Anika mochte ihn nicht und hätte wohl fast jeden anderen Mann genommen, doch als Georg um sie anhielt, wichen die Männer des Dorfes zurück. Niemand wagte es, sein Leben zu riskieren, denn der Ritter drohte offen, jeden Nebenbuhler, der um die Hand seiner zukünftigen Braut anhielt,  zu erschlagen. Vater Johannes, der Priester, gab schließlich die Verlobung von Anika und Georg bekannt. Er sollte der neue Häuptling werden und die junge Braut als Trophäe bekommen.

Anika war verzweifelt, und in einem Akt höchster Not ging sie zu dem alten Opferplatz und bot den Geistern der Alten Brot, Eier und Bier an, wenn sie ihr halfen. Sie wollte Georg nicht heiraten, hatte er doch gesagt, dass er sie wie eine ungehorsame Stute zureiten wollte. Sie vollführte das Ritual, welches Vater ihr gezeigt hatte. Sie tat es mitten in der Nacht, doch jemand aus dem Dorf entdeckte sie dabei.

Eine alte Frau sah es und lief sofort zum Priester. Er, der sie eigentlich schützen sollte, war außer sich. Anika bekam zum ersten Mal in ihrem Leben richtige Prügel. Erst von dem heiligen Mann der Kirche und dann von Georg, der seine heidnische Braut läutern wollte. Mehrere Tage musste Anika danach im Bett liegen. So sehr schmerzte ihr geschundener Körper. Leise verfluchte sie ihre Peiniger und wünschte ihnen den Tod. Doch was dann geschah, das hatte sie nicht gewollt.

Urplötzlich tauchte das Feuer in pechschwarzer Nacht auf und verheerte die Felder des Dorfes. Eine Kreatur, so bösartig wie der leibhaftige Teufel selbst, war über das friedliche Land hergefallen. Verzweifelt liefen die Menschen aus ihren Häusern und versuchten zu retten, was noch zu retten war. Ein Drache war aus seinem langen Schlaf erwacht und, einem höllischen Dämon gleich, über die Welt gekommen.

Er vernichtete Vorräte und verschlang das Vieh. Die Menschen schrien und weinten. Anika jedoch fühlte die Schuld, die auf ihr lag. Hatte sie am Ende den Drachen beschworen? So sagte es der Priester und auch der Ritter stimmte ihm zu.

Nach drei Tage des Unheils wurde Anika vor den Rat des Dorfes geführt. Immer noch war sie geschwächt von den Schlägen des Priesters und den Peitschenhieben des Verlobten. Die Männer jedoch hatten kein Mitleid mit der Tochter ihres ehemaligen Häuptlings. Georg erklärte dem Dorf, dass Anika den Teufel angerufen hatte, er möge den Drachen über das Dorf kommen lassen. Auch Priester Johannes bestätigte diesen Vorwurf und sie berichteten von der Beschwörung, die Anika durchgeführt hatte.

Anika selbst konnte nichts sagen. Nur Tränen liefen über ihre Augen. Sie wusste nicht, ob sie es wirklich getan hatte. Sie beteuerte nur, dass sie niemanden etwas zuleide tun wollte. Niemand glaubte ihr.

Georg, der bereits in der Vergangenheit gegen Drachen gekämpft hatte, bot dem Dorf an, auch diesen Drachen zu erschlagen, wenn er im Gegenzug dafür zum Häuptling ernannt würde. An eine Hochzeit mit Anika war nicht mehr zu denken. Im Gegenteil. Sie sollte nun dem Drachen als Opfer dargeboten werden, um dessen Blutdurst zu befriedigen, bis Georg Verstärkung aus dem Heiligen Orden erhalten hatte. Dieser Drachen, so sagte der Ritter sei weit mächtiger, als alle anderen, die er zuvor besiegt hatte. Dieser Drache sein die Inkarnation des Bösen.

So brachte man sie an den alten Opferplatz, wo auch sie selbst schon das Opfer an die alten Geister dargebracht hatte. Die Frauen hatten sie in ein das Gewand der alten Kräuterfrau gesteckt, die am Rande des Dorfes lebte und etwas verrückt war. Der Priester zitierte Verse aus der Heiligen Schrift und Georg machte den Männern Mut, dass er den Drachen bestimmt erschlagen würde, denn Gott sei auf seiner Seite. Das Opfern der heidnischen Ketzerin, so wussten sie alle, würde dem Dorf Zeit geben, bis die Verstärkung eintraf.

Zum Schluss trat Georg noch einmal an seine ehemalige Verlobte heran. Seine Hand streichelte ihr über die Wange. Liebevoll und intim wanderte sie an ihrer Haut hinab und ließ sie erschaudern. Ohne Scham zog er an dem Ausschnitt ihres Opfergewandes und entblößte ihre Brust. Noch nie war ihr ein Mann so nahe gekommen. Er griff nach dem Busen des Mädchens und spielte mit ihrer Weiblichkeit. Mit der anderen Hand fasste er an Anikas Kinn und zwang die Jungfrau, ihm ins Gesicht zu sehen. Im letzten Licht der untergehenden Sonne konnte man die Tränen in ihren Augen erkennen.

„Wenn der Drache dich holt, denk daran, dass all das deine Schuld ist, Anika.“
Seine Stimme war eisern wie die Ketten, die sie festhielten.
„Du allein trägst für das Leid, dass über das Dorf und dich selbst gekommen ist die Verantwortung. Du hättest mit mir zum Wohle aller leben können. Jetzt wirst du sterben und ich bekomme trotzdem, was ich will.“

***

Ein tiefes Knurren weckte Anika aus ihrer Lethargie. Sie öffnete ihre blauen Augen und versuchte etwas zu erkennen. Die Tränen des vergangenen Tages hatte ihre Augen gerötet, was selbst im Zwielicht zu erkennen war. Die Morgendämmerung verlieh dem Nebel eine geisterhafte Aura. Schwere Schritte ließen den Boden erbeben.

Neben Anika hatte eine der Frauen eine Schale mit Honigwein hingestellt, in der sich nun die Wellen von der Mitte her ausbreiteten. Ob die Frau dieses Opfer für den Drachen hingestellt hatte, damit dieser, nachdem er die Jungfrau verspeist hatte, etwas zum herunterspülen hatte, war an dieser Stelle nicht ganz klar. Für das Mädchen bedeutete es jedoch Gewissheit. Der Drache war auf dem Weg zu ihr.

Da, zwischen den Schleiern des Zwielichts tauchte der dunkle Kopf der Bestie auf, die seit Tagen das Land verwüstete. Anika schloss ihre Augen und betete. Sie betete nicht zu einem bestimmten Gott, sondern einfach nur zu sich selbst. Wer auch immer ihre Gebete erhörte, sie wünschte sich nur noch, dass es schnell vorbei war und ihre Schuld dem Dorf gegenüber beglichen war. Sie wollte nicht, dass noch mehr für ihren Fehler bestraft würden.

Der Drache kam immer näher und Anika presste die Augen zusammen. Sie wollte der Bestie, die sie gleich fressen würde,nicht ins Auge schauen. Zu groß war die Angst. Ihr Atem ging schnell und sie hoffte, dass alles gleich vorbei war. Der Schmerz, die Furcht, ihr Leben, alles, wollte sie hinter sich lassen, denn sie hatte schließlich nichts mehr. Das Dorf hatte sie verstoßen und sie selbst war die Letzte ihrer Familie. Mit dem finalen Opfer würde sie eingehen in das Reich ihrer Ahnen oder die Hölle der Christen?

Der Tod jedoch ließ sich Zeit. Der Drache stand nun unmittelbar vor ihr. Sein gewaltiges Maul war gesenkt und befand sich nun wenige Handbreit von ihrer entblößten Brust entfernt. Der Kopf des Untiers war gewaltig. Wenn es das Maul aufriss, könnte er Anika bestimmt mit einem einzigen Biss verschlingen. Doch die Bestie verharrte für eine kleine Ewigkeit und schien den Duft des Mädchens in sich auf zu nehmen.

„Sieh da, sieh da. Eine kleine Jungfrau haben wir hier“, raunte die Stimme des Drachen. Sie war tief und finster, besaß jedoch trotzdem einen gewissen schelmischen Unterton. „Haben sie dich hier her gebracht, um mich zu füttern?“

„Er wird mich fressen“, schoss es Anika durch den Kopf und plötzlich schien alle Last von ihr abzufallen. Dass sie die Bestie verstand, war ihr dabei nur zweitrangig.

„Bitte“, sprach das an den Felsen gekettete Mädchen, die mit einem Mal die Stärke der Häuptlingstochter in sich wiederfand. „Ich bin die, die Euch gerufen hatte. Bitte friss nur mich und verschon mein Dorf. Die Menschen hier können nichts für meine Tat.“

Nun war es an dem Drachen, überrascht zu wirken. Er nahm sein Haupt zurück und betrachtete das halbnackte Ding eingehend. Als männlicher Drache hatte er schon immer eine gewisse Begeisterung für das weibliche Geschlecht. Gleich ob menschlich oder von seinem eigenen Volk. Drachen waren bei der Partnerwahl keine Rassisten, sie nahmen jede Frau, mit der sie sich fortpflanzen konnten.

„Du glaubst also, mich gerufen zu haben?“, fragte der Drache nach.

„Ich alleine trage die Schuld, auch wenn ich es nicht wollte. Ich wollte Euch nicht rufen, ich wollte ihn nur nicht heiraten“, gestand Anika.

„Mich? Lywfryn?“, meinte Drachen und blinzelte kurz. „Du kleines Ding willst mich gerufen haben?“

„Ja?“, erwiderte das gefesselte Mädchen etwas unsicher. „Ich … nicht?“

„Ich bin hier hergekommen, weil ich einem alten Feind auf der Spur bin, Kleines. Nicht weil ich Hunger auf eine halb verhungerte Jungfrau habe, die man mir zusammen mit vergiftetem Honigwein anbieten will. Haltet ihr mich wirklich für so dumm?“

Er schlug mit der Kralle auf den Becher und der Inhalt ergoss sich über den mit Moos bewachsenen Boden. In seiner Stimme schwang Ärger, aber auch etwas Neugier. Anika war jedoch zu verstört, um diesen Unterschied zu bemerken.

„Entschuldigung“, meinte das Mädchen zu dem Drachen. Dass die Dorfbewohner den Drachen vergiften wollten, daran hatte sie nicht gedacht. Sie war froh, dass man ihr keine letzte Mahlzeit zugestanden hatte, denn sonst wäre sie vermutlich auch vergiftet worden. Vermutlich hatten die Menschen nur darauf verzichtet, weil sie fürchteten, das Gift könnte vor dem Eintreffen des Drachen seine Wirkung entfalten. „Sie haben nur Angst vor Euch.“

Der Drache überlegte kurz. Man hatte ihm schon öfter eine Jungfrau geopfert, doch diese war irgendwie anders. Besonders. Vielleicht lohnte es sich ja, mit ihr ein paar Worte zu wechseln, bevor er sie als kleinen Leckerbissen vernaschte. So hob er eine Kralle und hielt die Spitze unter das Kinn des Mädchens, wobei er ihren Kopf anhob.

„Und du? Hast du auch Angst?“

„Ein wenig“, gestand Anika und untertrieb damit gewaltig. Trotzdem. Die Panik, die sie anfänglich gespürt hatte, wich. Sie spürte den heißen Atem des Drachens auf ihrer Haut. Es war seltsam. Seine Wärme fühlte sich gut an, auch wenn er immer noch eine monströse Bestie war.

„Vor mir?“, fragte der Drache, der sich selbst Lywfryn nannte. Anika zwang sich, ihn genauer anzusehen, die blauen Augen blickten in seine, die größer waren wie ihre Faust. Er war ein gewaltiges Untier. Seine dunklen Schuppen verliehen ihm eine mysteriöse Aura. Sie überlegte fieberhaft, was sie dem riesen Wesen sagen sollten, dessen Klaue so lang war wie ihr Unterarm und mit einem leichten Druck ihre Kehle durchstoßen könnte.

„Ja, auch“, flüsterte sie fast tonlos.

„Vielleicht hast du auch allen Grund dazu“, meinte Lywfryn. „Du hast einen Geruch an dir, den ich schon sehr lange nicht mehr gerochen habe. Sag mir, Mädchen, was ist passiert? Erzähl mir alles und ich werde dir vielleicht eine Wahl lassen, die ich noch keiner Jungfrau in meinen Händen gelassen habe.“

***

„Beeilt euch, der Drache darf uns nicht entkommen“, rief der Anführer der kleinen Reiterschar.

Ritter Georg und seine Krieger ritten im gestreckten Galopp über das Feld. Er und seine Gefolgsmänner würden die Bestie töten und ewigen Ruhm erlangen. Sie wussten, wie sie Drachen zu bekämpfen hatten. Sie würden die Bestie in ihrer Höhle stellen. Wenn er gerade eine Jungfrau verspeist hatte, würde er dort schlafen.

„Wir werden den Drachen schon kriegen. Eine Kreatur der Hölle darf nicht weiterleben. Es ist unsere heilige Pflicht dieses Monster zu vernichten. Gott ist mit uns“, erklärte Johannes, der sichtlich Mühe hatte, sich bei dem Tempo auf dem Pferd zu halten.

Der Priester begleitete den Tross, denn er sollte die Heldentaten des künftigen Häuptlings aufzeichnen. Sein Name als Drachentöter war schon bekannt, doch dieser Sieg würde ihm einen Platz unter den Mächtigen des Landes bereiten. Er würde nicht nur Häuptling sein. Nein, die wilden Stämme, die sich gerade erst in den Schoß der heiligen Mutter Kirche begeben hatten, würden sich ihm anschließen, wenn sie von seinem Heldenmut erfuhren. Dann, wenn dieses Werk vollbracht war, würde man ihn schließlich sogar zum König wählen.

„Gott ist mit mir“, murmelte Georg.

Selbstsicheres Lächeln spielte auf seinen Lippen. Alles entwickelte sich noch besser als geplant. Er bedauerte nur, dass er Anika niemals in sein Lager gezerrt hatte. Das Mädchen von altem Blut hätte ihm bestimmt viel Freude bereitet. Georgs Ziel war es gewesen, sie zu heiraten und das Erbe ihres Vaters anzutreten. Der alte Häuptling hatte sich jedoch zu Lebzeiten geweigert, ihm, dem Helden und Drachentöter, sein Kind zur Braut zu geben. So musste der Ritter zu einer List greifen.

Er hatte alles genau geplant. Den Tod ihres Vaters, der vom Priester einen Krug mit vergifteten Wein erhalten hatte. Dann die Verlobung und schließlich ihre Ehe. Der Drache aber hatte alles verändert. Er war ganz anders als die Bestie, die er vor Jahren in einem fernen Land getötet hatte.

Damals war es ein leichtes Spiel, in die Höhle einzudringen und das Tier zwischen den Eiern zu erledigen. Er hatte damals gedacht, die ganze Drachenbrut erledigt zu haben. Doch offenbar hatte er sich geirrt. Wie sehr er sich geirrt hatte, wusste Georg aber nicht und würde es nie erfahren.

Lywfryn stieß direkt aus dem Nebel auf die Gruppe zu. Sein feuriger Atem blitzte auf, noch bevor einer der Männer das schützende Schild erheben konnte. Das Drachenfeuer umhüllte ihre Körper und verwandelte diese binnen eines Atemzugs in lebendige Fackeln. Unter grausamen Schmerzen taumelten die Menschen über die versengte Wiese. Ohne Chance endete das Leben von Georg und seinen Kriegern auf einem einsamen Feld.

Die geflügelte Bestie landete neben den Überresten von Ritter Georg. Mit einer Klaue fischte er aus den Überresten ein metallisches Amulett heraus, welches wie durch ein Wunder den Höllenatem des Drachen überstanden hatte.

„Man sieht sich immer zwei Mal, Drachentöter“, lachte Lywfryn. Der Drache hatte genug Geschichten von Barden gehört, um auf eine lange Ansprache vor dem eigentlichen Tötungsakt zu verzichten. Dies gab den sogenannten Helden der Menschen nur unnötig Zeit, um vielleicht doch noch einen Ausweg zu finden. Lywfryn bedauerte lediglich, dass er auch die Pferde der Männer töten musste. Die Tiere hatten besseres verdient.

Der Drache erhob sich erneut in die Luft und ließ die verkohlten Überreste zurück. Ihre Knochen waren zu Asche verbrannt und von Regen und Wind über das Land verstreut. Nur die Legende vom Drachentöter Georg blieb erhalten. Eine Legende, die nicht viel mit der Wahrheit zu tun hatte. Aber war es so nicht immer, wenn Drachen im Spiel waren?

***

Immer noch in Ketten wartete Anika auf Lywfryns Rückkehr. Sie wusste nicht, was der Drache vorhatte, denn für das mächtige Wesen war es nicht von Bedeutung, seine Pläne mit einer Sterblichen zu teilen, die er kaum kannte. Sie wusste nicht, ob ihre Beichte sein Herz erwärmt hatte und er sie verschonen würde oder ob er nur etwas noch Grausameres mit ihr plante.

Das Warten machte sie fast verrückt, denn die Sonne hatte die Nebelschwaden verdrängt. Hatte sie in der Nacht gefroren, so schwitzte sie nun in der heißen Mittagshitze. Ihr weißes Kleid, welches sowieso nur noch aus Fetzen bestand, klebte an ihrer Haut und betonte so unfreiwillig ihre zierliche Erscheinung. Sie hatte Durst und hätte in diesem Moment wohl alles für einen Schluck klares Wasser getan. Die Ironie dabei war, dass nur wenige Meter von Anika entfernt eine frische Quelle sprudelte, die sie jedoch nicht erreichen konnte.

Was, wenn er nicht wiederkam, überlegte das Mädchen. Würden die Dorfbewohner kommen und sie los machen. Oder vielleicht sogar Georg? Ein Wiedersehen mit dem Ritter war für das Mädchen Schrecken und Hoffnung zugleich. Sie war nicht dumm. Ein Drache war das gefürchtetste Monster in ihrer Welt, auch wenn kaum jemand diese Kreaturen je gesehen hatte. Zumindest niemand, der davon berichten konnte.

Sie glaube nicht wirklich daran, dass Lywfryn ihr Leben schonen würde, aber vielleicht schenkte er ihr eine Form von Erlösung. Sie hatte kein Leben mehr. Das Dorf hatte sie verbannt. Man hatte sie dem Opfertod preisgegeben. Niemand würde sie zurückhaben wollen. Und Georg? Er war ein Mann, dem sie tief in ihrem Herzen noch weniger traute als dem Drachen. Denn sie spürte, dass der Ritter des Heiligen Ordens ein dunkles Geheimnis hatte, welches zu den Abgründen menschlichen Verhaltens führte.

Kräftiger Flügelschlag riss das Mädchen aus ihren Gedanken. Über den Baumwipfeln erhob sich plötzlich die beängstigende und zugleich auch faszinierende Silhouette von Lywfryn. Der Drache war zurückgekehrt. Ein seltsam befreiendes Gefühl machte sich in Anika breit, die den gewaltigen Körper auf sich zukommen sah.

„Ihr seid zurückgekehrt“, stieß sie in einem Laut der Erleichterung aus.

„Hattest du mich etwa vermisst“, fragte der Lywfryn, den die Reaktion der Jungfrau überraschte.

Anika blickte den Drachen mit einer Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung an. Der Durst nagte an ihr und die Angst in ihr schien sich über die endlosen Stunden aufgebraucht zu haben. Es gab nichts mehr, wovor das Mädchen Angst haben musste. Die Menschen, ihr Volk hatten ihr bereits alles genommen. Der Tod würde nur noch der Schlussstrich dieses Martyriums sein.

„Ich werde lieber gefressen als zu verdursten“, meinte Anika nun etwas vorlaut, denn die Häuptlingstochter hatte das Temperament ihres Vaters geerbt.

Lywfryn grinste, sofern man dieses Mienenspiel bei einem Drachen als solches erkennen konnte. Wieder war er direkt vor das an den Opferfelsen gekettete Mädchen getreten. Der Duft des Ritters war inzwischen kaum noch wahrnehmbar. Dafür hatte sich der Duft ihrer heranreifenden Weiblichkeit deutlich ausgebreitet. Seine Schnauze näherte sich ihrem Kopf. Seine Nüstern sogen ihren Geruch auf. Sie roch gut. Sehr gut sogar. Nur eine Kleinigkeit störte ihn.

Der Drache nahm seine vordere Klaue und näherte sich Anikas Körper ganz langsam. Das Mädchen mit den tiefblauen Augen schloss diese. Ihr Herz schlug schneller. Gleich war es soweit. Gleich würde er sie in Stücke reißen, dachte Anika. Ihr Atem beschleunigte sich. Deutlich hob und senkte sich ihr Brustkorb und bewegte damit die zarten Brüste der Jungfrau.

Plötzlich spürte sie seine Berührung. Die Kralle glitt über ihre Brust. Mit einem Mal kratzte die Spitze über ihre Haut. Sie wanderte tiefer und zerriss dabei ihr Kleid. Anika stand nun vollkommen nackt an den Felsen gebunden. Sie drehte ihren Kopf weg und offenbarte ihm so ihre ungeschützte Kehle.

Der Drache, dessen gewaltige Zähne jedoch leicht ausreichten, um sie mit einem Biss zu zermalmen, dachte in diesem Moment nicht daran, dies zu tun. Statt sie zu verschlingen, wie Anika es erwartet hatte, leckte er mit seiner großen Zunge über ihre Brüste hinauf bis zu ihrem Hals. Die Zungenspitze war dabei so groß wie die Hand eines Mannes und ihre Kraft konnte der Drache ebenso dosiert nutzen.

Ein Schauer durchfuhr sie. Anika verstand nicht, was vor sich ging. Verwirrt öffnete sie die Augen, als die Zungenspitze erneut über ihren Körper wanderte und dabei ihre Brüste umspielte, wodurch die Knospen sich ganz automatisch verhärteten.

„Was? Was tut Ihr da?“, keuchte das Mädchen verwirrt, während die Zunge langsam tiefer wanderte und zwischen ihre Schenkel glitt. Die Kraft des Drachen ließ ihr keine Wahl und so öffnete sie sich seinem Drängen. Geschickt wanderte er über den leichten, blonden Flaum der Häuptlingstochter und genoss den Geschmack ihrer jungfräulichen Scham. Ein leises Wimmern war nun alles, was Anika noch von sich gab, während sie an den Kettengliedern riss, die ihre Hände an den Drachenstein banden.

„Ich koste von dir, meine kleine Jungfrau“, flüsterte der Drache.

„Nein, aber …“, stammelte Anika, die auf einmal von einem Schauer seltsamer Gefühle durchflutet wurde, die ihren Unterleib durchströmten.

„Dachtest du etwa, ich würde dich mit einem Bissen verschlingen?“, fragte der Drache. Sein heißer Atem streifte über die nackte Haut des Mädchens, während er sie weiter mit der Zunge leckte. Rasch bildete sich süßer Nektar zwischen ihren Schenkeln. Ihr fruchtbarer Körper reagierte instinktiv auf die animalischen Verlockungen der Bestie.

„Ja, nein, ich weiß es nicht“, stöhnte die sichtlich verwirrte Jungfrau.

Der Drache ließ sich von ihrem Zögern nicht beirren. Ihr Körper zitterte und bebte. Die ehemalige Braut seines Erzfeindes war ihm nun ganz ausgeliefert. Nicht nur physisch, nein, seine zärtlich dominante Art ließ auch ihren inneren Widerstand brechen. Sie wusste nicht, wie sie auf die Gefühle reagieren sollte, die auf einmal ihren Körper durchströmten. Sie wagte es nicht, den Drachen zu verärgern, und hatte keine Möglichkeit sich seiner Gier zu entziehen.

Ihr kräftiger Atem passte sich nun den Takt seiner Zungenschläge an, die sich gegen ihre Vulva stemmten. Die Spitze seines Organs öffnete die Schamlippen des Mädchens, wie das das erste Sonnenlicht die Blüte. Ein kehliges Knurren war zu hören, denn Lywfryn genoss den Geschmack des jungen Fleisches, welches ihm mit jedem Herzeschlag mehr zugetan war.

„Gefällt es dir?“, fragte der Drache sein hilfloses Opfer.

„Ja“, stöhnte diese benommen von einem mächtigen Gefühl, welches sie bis dahin noch nie erfahren hatte. Lust. Lust gehörte zu den Sünden, über die der Priester in der Messe gesprochen hatte. Lust gehörte zu den verbotenen Dingen, an die eine Frau nicht einmal denken sollte. Anika befand sich längst jenseits jeder Moral. Das Mädchen dachte nicht mehr nach, dachte nicht einmal mehr an den Durst, der sie vor kurzen noch gequält hatte. Nur die Befriedigung ihrer eigenen Leidenschaften zählte noch für sie. Sie trieb es mit dem Tier des Teufels und wurde selbst zu einem. So würde es ihr der Priester vermutlich einreden. Doch Anika war es gleichgültig, was andere nun noch über sie dachten. Willig gab sie sich dem großen Drachen hin.

Lywfryn machte weiter. Der Drache leckte die Spalte seiner neuen Gespielin und trieb sie damit immer näher an den Gipfel weiblicher Erregung. Die Zunge rieb dabei über die Innenseite ihrer Schenkel und das kleine Poloch. Anikas Sinne brachen zu einem wilden Tanz auf. Benebelt von seiner Magie des Augenblicks, trübten sich ihre Sinne. Ihr erschöpfter Körper konnte den Wirbelsturm an Eindrücken nicht mehr verarbeiten, mit denen er konfrontiert wurde.

Plötzlich, ohne Vorwahrung, brach es aus ihr heraus. Ein wilder, ungehemmter Urlaut, einem Todesschrei nicht unähnlich, entwich der Kehle der Jungfrau. Wild bäumte sich ihr Körper in den Ketten auf, als sie, an den Opferstein gepresst, ihren ersten Orgasmus durchlebte. Anika wurde schwarz vor Augen. Erschöpft sank sie für einen Moment in den sicheren Halt ihrer Ketten.

***

Entfernt hörte eine alte Frau die Laute des Mädchens und bekreuzigte sich. Sie war eine wackere Christin und war in der Nähe geblieben, um sicher zu gehen, dass niemand der Verurteilten zu Hilfe kam. Sie war es auch, die Anika an den Priester verraten hatte. Als sie den Schrei des Mädchens und das laute Knurren des Drachen hörte, spielte sich vor ihrem geistigen Auge das blutige Ende des Heidenmädchens ab.

Regina fühlte eine innere Befriedigung. Gerne hätte sie nachgesehen, was der Drache von der Jungfrau übrig gelassen hatte, doch ihre Furcht war zu groß. Jetzt, wo das Mädchen weg war, würde sie ruhigen Gewissens in das Dorf zurück.

***

„Wie heißt du?“, fragte die Stimme aus der Ferne.

„Ani … Anika“, stöhnte das Mädchen, immer noch benommen.

„Anika“, wiederholte die Stimme. „Anika. Ich werde dich jetzt vor eine Wahl stellen, die man nur einmal im Leben hat.“

Sie öffnete ihre blauen Augen und blickte auf die Opferschale, die der Drache zuvor geleert hatte. Mit scheinbarer Leichtigkeit hielt er sie in seiner gewaltigen Klaue, die mehr als drei Mal so groß war. Ein roter Saft füllte den Boden des Gefäßes, welches einst giftigen Honigwein enthielt.

„Trink und ich werde deine Fesseln abstreifen, die dich an den Felsen und dein altes Leben binden“, verkündete der Drachen. „Dies ist mein Blut, das Blut eines Drachen, welches deinen neuen Lebensbund besiegeln wird.“

Anika war gar nicht versucht nach der Alternative zu fragen. Ohne Zögern beugte sie sich nach vorne, forderte mit ihren Lippen nach der Schale, die er ihr anbot. Sie trank sein Blut und besiegelte den Bund mit ihm, ohne auch nur einmal an ihre Vergangenheit zu denken. Es war ein simpler Impuls. Doch sie folgte ihm. Willig trank sie auch den letzten Tropfen, ohne sich über den seltsam, bitteren Geschmack zu beschweren.

Sein Blut war nicht süß, doch spürte sie die Kraft, die in ihm wohnte. Sie fühlte sich gerauscht von dem Trank des Drachen. Benebelt und zugleich befreit. Ein Rauschen füllte ihren Kopf, unterdrückte alles, was sonst noch da war. Ihr Körper löste sich von dem Felsen, ohne dass das Zerbrechen des Eisens zu hören, als er ihre Ketten sprengte. Er nahm sie behutsam in seine Klaue auf und setzte ihren Leib auf seine mächtigen Schultern.

Der Drache breitete seine mächtigen Schwingen aus. Mit dem Mädchen auf seinem Rücken hob Lywfryn ab und stieg hinauf in den blauen Himmel. Sein dunkler Körper zeichnete sich deutlich gegen die Sonne ab, als er über das Dorf flog, in dem das Mädchen einst geboren wurde. Noch einmal spie er Feuer aus und tief unter ihm hörte man die Schreie der Menschen, die in Panik um ihr Leben rannten. Dann drehte er nach Süden ab und flog in ein neues Land.

Anika spürte den frischen Wind, der durch ihr blondes Haar streifte. Sah den Himmel und den Horizont, wie er sich, so fern und doch so nah, vor ihren Augen bewegte. Sie wusste nicht, wo sie war, sie wusste nicht, was der Drache nun mit ihr vorhatte. Anika spürte nur diese unendliche Freiheit. Sie flog nicht nur auf dem Drachenrücken, nein, sie schwebte in neue Sphären einer Welt, von der die meisten Menschen überhaupt nichts wussten.

***

Sie landeten an einem See hoch oben in den Bergen. Auf den Gipfeln lag Schnee, doch Anika fror nicht. Das Drachenblut wärmte und schützte sie. Die Magie des Drachen wohnte nun auch in ihr. In den Legenden hieß es, dass der Körper unverwundbar wird, wenn man in Drachenblut badet. Doch was passierte, wenn man davon trank?

Schüchtern,doch voller Lebenskraft, blickte Anika zu dem Drachen, der sich hinlegte und ihr so half, von seinem Rücken zu steigen. Ihre nackten Füße berührten den Kiesboden, immer noch konnte sie ihren Blick nicht von der gewaltigen Masse, des der Legende entsprungenen Fabelwesens nehmen. Lywfryn war nicht nur ein Drache, nein er war ein Drachenlord, ein Fürst der Drachen, alt und mächtig. An mehreren Stellen erkannte Anika Scharten in seinen Schuppen. An diesen Stellen  gingen die schwarzen Platten in einen dunkelroten Farbton über. Offenbar hatte er an diesen Stellen einmal eine Verletzung erlitten und dies war eine Art von Narben auf seiner mythischen Haut.

Anika warte ab. Sie wagte es nicht, das Wort an ihn zur richten. Er hatte ihr ein neues Leben geben und das Mädchen wollte es nicht durch eine Unachtsamkeit verspielen. Sie war sich sicher, dass Lywfryn keine Skrupel haben würde, sie zu töten. Zu unbedeutend war ein einzelner Mensch im Leben eines Drachen.

Der Drache drehte sich zu dem Mädchen um und betrachte sie erneut. Seine Augen schienen nicht nur ihren zarten Leib zu mustern, nein, er blickte tiefer. Tiefer als ein Mensch jemals sehn konnte. Sie erstarrte. Anika fühlte sich nur körperlich nackt. Konnte er ihre Gedanken lesen? Sie spürte, dass er es tat. Das Mädchen fühlte es in ihrem Bewusstsein, welches durch sein Blut erweitert war.

„Ja, ich bin in dir“, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf. „Das Band des Drachenbluts verbindet uns, meine kleine Gefährtin.“

Seine vordere Krallenhand legte sich um sie und hob ihren Körper mit spielerischer Leichtigkeit an. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Seine Kraft durchflutete sie und auf seltsame Weise fühlte sie etwas zwischen ihren Schenkeln. Ein Kribbeln, welches sie dann das Ereignis am Drachenfelsen erinnerte, als er das hilflose Mädchen mit seiner Zunge zum Orgasmus geführt hatte. Anika keuchte leicht auf, als er sie näher an sich heranführte und sein heißer Atem über ihren entblößten Leib streifte.

„Was habt Ihr vor?“, fragte sie ihn in Gedanken, denn ihr Mund blieb geschlossen. Seine Zunge jedoch tastete erneut nach ihrem Körper.

„Ich werde dich zur Frau machen, Anika.“
Sein Geschmackssinn berührte ihre zarten Knospen. Er leckte darüber und augenblicklich versteiften diese sich unter seiner Berührung. Eine Welle aus Energie fuhr durch ihren Körper und Anika bekam augenblicklich eine Gänsehaut.

„Dein Körper ist bereit“, sprach die Stimme in ihr. Er wanderte tiefer und berührte ihren flachen Bauch. Er leckte über Anikas Vulva und jagte einen Zyklon aus Erregung durch den Leib der Jungfrau. „Dein Zyklus steht richtig.“

Anika rang nach Luft. Sie öffnete ihre Schenkel für seine Berührung, ohne sich weitere Gedanken zu machen. Das Mädchen hatte nicht nur die Erde unter den Füßen verloren. Nein, sie hatte auch die Bodenhaftung für ihre Gefühle verloren. Lywfryn verstand es, ihren Körper vorbereiten. Er ließ sie aufstöhnen, ließ sie ihre Schenkel willig öffnen, ohne sich über seine Worte weitere Gedanken zu machen. Sie wollte es. Anika wollte, dass er weiter machte. Weiter mit was auch immer.

Der Drache setzte sich aufrecht hin und riss das Mädchen dabei in die Höhe. Anikas Kopf wurde in den Nacken gepresst und das Blut schoss ihr in das Hirn. Es war ein unbeschreiblicher Rausch, der sie mit einem Mal durchflutete. Ein lautes, erleichtertes Seufzen entwich ihrer Kehle, als sie den Mund weit öffnete.

Völlig losgelöst von den Fesseln der Vergangenheit gab sich Anika den euphorischen Gefühlen hin, die sie in Besitz nahmen. Sie schwebte förmlich und als er sie wieder aufrichtete, glänzten ihre Augen verklärt. Es war ein inneres Licht, welches aus ihr heraus zu strömen schien. Alte Magie, die sich tief in ihr manifestiert hatte. Für einen Moment waren sie sich gegenüber. Drache und Jungfrau. Sie sahen sich an und ihre Blicke schienen einander zu verzehren. Sie teilten nicht nur Gedanken, sondern auch das gegenseitige Verlangen aufeinander.

„Wir werden uns jetzt vereinen, Anika“, flüsterte die Stimme in ihrem Kopf. „Bist du bereit?“
Sie war es, musste dazu nichts sagen, denn der Drache konnte in ihr lesen wie in einem offenen Buch, wenn sie ihm so nahe war.

Langsam ließ er den Körper der Jungfrau hinab. Ihr blondes Haar fiel locker über ihre Schultern. Erwartungsvoll sah Anika zu dem Drachen auf, während sich ihr Unterleib hinab senkte und schließlich die Drachenlanze berührte, die sich zwischen der zähen Drachenhaut hervorgeschoben hatte.

Die Spitze streifte ihren unberührten Eingang, der jedoch schon in vorfeuchtem Verlangen bebte. Begierde funkelte in den Augen der mächtigen Bestie, die nun endlich nehmen wollte, was ihr längst gehörte. Instinktiv öffnete das Mädchen ihre Schenkel um ihm, dem Drachenlord, besseren Zugang zu ihrer Pforte zu schenken.

Lywfryn ließ die Jungfrau hinab. Ganz vorsichtig öffnete er sie, ohne jedoch gleich in sie einzutauchen. Die Magie der Drachen gewährte ihren Körpern die Fähigkeit, sich aneinander anzupassen. Ihr Nektar schmierte den Pfahl, während die Spitze ihre geschwollenen Schamlippen auseinander drückte. Die letzten Sonnenstrahlen wanderten über den Körper des Mädchens und ließen den feuchten Flaum an ihrer Vulva glänzen. Anika stöhnte vor Verlangen und auch der Drachen raunte seine Lust durch das Tal.

Im Westen versank die Sonne hinter den verschneiten Berggipfeln. Der Tag ging zu Ende. Es war der Tag, an dem die Jungfrau geopfert werden sollte. Es war der Tag an dem Anikas altes Leben endete. Es war der Tag, an dem sie die Braut des Drachen wurde.

Mit einem Mal stieß Lywfryn zu und machte Anika zur Frau. Ein lauter, heller Schrei entwich ihrer Kehle. Die Drachenlanze war in ihr und presste die Luft aus ihren Lungen. Sie spürte Schmerz und zugleich eine unendlich große Erregung, als ihre enge Öffnung von dem Tier ausgefüllt wurde, dem sie sich hingab. Nein, kein Tier, eine Bestie, ein Mann, ihr Mann, für den sie bestimmt war. Sie hechelte, hatte Mühe nicht das Bewusstsein zu verlieren. Es war nicht der Schmerz, der sie überwältigte. Es war diese unglaubliche Fülle, die sie in sich spürte. Pure Lust, denn die Gefühle des Drachen verschmolzen mit den ihren. Sie fühlte seine Leidenschaft und die ihre.

Gemeinsam durchlebten sie einen ersten Höhepunkt ihrer pulsierenden Grotte. Für einen Moment wurde ihr schwarz vor Augen. Nur langsam fand Anikas Bewusstsein zurück. Er war immer noch in ihr. Der Drache ließ ihr Zeit sich an sein Geschlecht zu gewöhnen. Langsam kehrte ihr Verstand zurück, doch hatte sich dieser gewandelt. Ihre Sinne waren geschärft. Sie roch seine männliche Aura, schnupperte den Duft ihrer eigenen Lust. Der Geruch des Blutes, den ihre entjungferte Höhle von sich gab. All das machte sie erneut geil. Sie wollte mehr. Denn mit einem Mal schien es wie eine Sucht zu sein. Sie wollte ihn spüren. Wollte alles erleben, was es mit dem Drachen zu durchleben gab.

Lywfryn lächelte. Er gab ihr nun den Takt vor. Geführt von seiner Klaue ritt sie auf seiner animalischen Männlichkeit. Speer der Lust, der sie aufspießte und ihren Körper von einem euphorischen Moment zum nächsten trug. Keine Angst, nur Sicherheit, Geborgenheit, Geilheit und ein neues Gefühl, welches sie irgendwann einmal Liebe nennen würde.

Das Mädchen trieb auf einer Welle der Leidenschaft. Auf und ab bewegte sich ihr zierlicher Körper vor dem gewaltigen Leib des Drachen. Er füllte und befriedigte sie, ohne jedoch die unstillbare Gier nach mehr zu sättigen. Einer Gier nach der Essenz des Lebens, die ihr Körper brauchte, um vollständig zu sein.

Das Stöhnen und Keuchen des Mädchens vermischte sich mit dem Schnauben und Knurren des Drachen. Speichel tropfte aus ihrem Mundwinkel, während der Sabber aus Lywfryns Maul floss. Beide bewegten sich in vollkommener Ekstase, die sich schließlich dem unvermeidlichen Finale entgegensehnte.

Der Drache riss sein Haupt zurück, reckte sich hinauf in den Himmel und mit einem Mal stieß ein Schwall aus Feuer in das Abendrot. Eine Woge aus Hitze füllte Anikas Leib. Es war jedoch nicht das Feuer, sondern das pulsierenden Glied zwischen ihren Schenkeln, welches sie letztlich mit dem ersehnten Lebenssaft füllte. Ein helles Licht strahlte aus ihr heraus, als der Saft sich in ihren fruchtbaren Leib ergoss und sich mit dem kleinen Lebenskorn in ihrem Bauch vereinte. Dies war kein normaler Höhepunkt. Das Mädchen durchlebte den ultimativen Höhepunkt ihres Lebens. Nicht den letzten, doch den ersten vollkommenen, den sie gemeinsam mit ihrem Drachen feierte.

Erschöpft sank sie zusammen, nur gehalten von der Drachenklaue, die sie immer noch umschloss. Das Licht in ihrem Unterleib wurde schwächer und Anika schloss die Augen. Ihr Körper hatte alles gegeben und alles bekommen. Nun forderte er seinen Tribut. Ihre Muskeln wurden schlaff und ihr Geist entschwand. Sie sank in einen Traum, aus dem sie erst am nächsten Morgen erwachen würde. Einen Traum, den sie begonnen hatte, an der Seite von Lywfryn zu leben.

***

Anika streichelte über ihren runden Leib. Ihr Bauch hatte deutlich an Fülle zugenommen, denn neues Leben wuchs in ihr heran. Ihre Augen funkelten wie der Ozean, über den sie auf Lywfryns Rücken geflogen war. Sie liebte es, eng an ihn geschmiegt über den Himmel zu fliegen. Es war ein Gefühl unendlicher Freiheit. Seine mächtigen Schwingen unter sich, während die Welt an ihr vorbei zog.

Sie blickte sich um. Dies war der Hort des Drachen, wo er seine wertvollsten Schätze aufbewahrte. Gold, Silber und Seide waren jedoch nur die Zierde seines wahren Schatzes. Anika, die inzwischen zu einer jungen Frau gereift war, saß zwischen den Juwelen seines Horts. Anika selbst trug das Amulett, das Lywfryn ihr geschenkt hatte. Durch dieses Amulett war auch sie zu einem Teil der Drachengemeinschaft geworden. Sie gehörte jetzt ihm.

Mit einem Lächeln auf den Lippen blickte sie hinab auf die Eier, die so groß waren wie ein neugeborenes Kind. Sie waren von einer Schicht aus Schuppen umgeben, die sie schützten, bis ihre Zeit reif war. Die Häuptlingstochter hatte jedem der Dracheneier Namen gegeben, denn sie waren ihre Kinder.

Unter Schmerzen hatte sie die Eier aus ihrem Leib gepresst. Sie waren die Brut des Drachen, die er mit ihr gezeugt hatte. Anika hütete sie, während sie auf Lywfryn wartete. Manchmal fragte sie sich, ob sie das Schlüpfen der Eier erleben würde. Lywfryn hatte ihr erklärt, dass Drachenwelpen Jahrhunderte und Jahrtausende in ihren sicheren Hüllen warten konnten. Sie überdauerten Zeitalter und schlüpften, wenn ihre Zeit reif war, wenn die Welt neue Drachen brauchte.

Anika bedauerte dies ein wenig. Gerne hätte sie mit ihren Kindern gespielt, wenn sie auf Lywfryn wartete. Der Drache ließ sie oft für Tage allein, doch wenn er wiederkam, war die Freude in ihrem Herzen dafür um so größer. Er war ihr Herr und ihr Gebieter. Er war ihr Gemahl und ihr Freund. Er war ihr Leben und sie wusste, dass sie ihres jederzeit für den Drachen und ihre gemeinsamen Kinder opfern würde. Trotzdem, manchmal fühlte sie sich einsam.

Ein Windstoß fuhr ihr durchs Haar. Sie hörte das Schlagen der kräftigen Drachenflügel. Dann scharrten Krallen über den Felsen und Anika schaute freudig auf. In ein halbdurchsichtiges Gewand aus blauer Seide gehüllt, eilte die blonde Frau in Richtung des Höhlenausgangs. Ihr Drache war wieder da.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Menschliche Brut - Vorsicht, nichts für schwache Nerven!

Vorsicht! Wer angst von Spinnen hat, sollte vielleicht nicht weiterlesen. Die Geschichte kann vielleicht für einige von euch ecklig werden. Ich freu mich trotzdem auf eure Kommentare.


Menschliche Brut
[Arachniede/Mensch, Zucht, Xeno,Eiablage]

Das Gewitter hatte Sarah vollständig überrascht. Blitze zuckten über den Nachmittagshimmel und sie beeilte sich, irgendwo Unterschlupf zu finden. Wie Kanonenschläge folgte dem grellen Licht das Donnergrollen und die junge Frau hatte Angst um ihr nacktes Leben. Längst hatte sie den schmalen Ziegenweg verlassen, der sich inzwischen in einen Sturzbach verwandelt hatte.

Hilflos hastete sie umher. Das Mädchen mit schulterlangem rotblonden Haar war nur zum Urlaub in diese karge Region gekommen. Kein Baum, kein Strauch, kein Stein schien ihr mehr vertraut. Alles war bedeckt von dem rotbraunen Schlamm, der noch vor einer Stunde heißer, trockener Staub gewesen war.

In der Panik hatte sie ihren Rucksack verloren. Immer wieder schrammte sie an Dornengestrüpp vorbei. Sie ächzte auf, wann immer das harte Gehölz sich wie Stacheldraht in ihre Haut bohrte, doch die Peitschenschläge des Himmels trieben sie weiter, weiter zwischen die schroffen, weißen Felsen, die wie verdorrte Knochen in den Himmel ragten. Sie hoffte irgendwo Schutz zu finden, hoffte auf eine Zuflucht, in der sie das Unwetter überstehen konnte.

Sarah war alles andere als gläubig. Doch, der Schrecken ließ sie zurückfinden, in die Rituale ihrer Kindheit. Leise, der Hilflosigkeit geborene Gebete richtete sie an den Schöpfer, er möge sie behüten. Konnte Gott in diesen Momenten überhaupt etwas hören, oder war sie am Ende gerade Teil des Jüngsten Tages? War der Himmel geschwärzt vom Zorn Gottes?

Ein Blitz tauchte die Felsen um sie herum in gleißendes Weiß. Doch in der Mitte blieb ein dunkler Fleck. Ein Fleck der Finsternis. Eine Höhle. Ein Zugang zu einer anderen, trockenen Welt. Im Stillen dankte das durch nässte Mädchen Gott für dieses Zeichen und hastete hinein in die Finsternis.

***

Sarah saß zusammen gekauert am Eingang der Höhle. Sie wirkte erstaunlich groß und das durchnässte Mädchen wagte es nicht, weiter hineinzugehen. Sie fühlte sich unsicher. Beobachtet, und wagte es nicht ihren Blick auf das unheimliche Dunkel zu richten. So blickte sie hinaus in die Gewitternacht, denn hinter ihr lauerte die Finsternis. Trotzdem sie war froh, wenigstens ein wenig Schutz vor Blitz, Donner und Regen gefunden zu haben.

Ihre vollkommen durchnässte Kleidung hatte sie ausgezogen und über einen Felsen gelegt. Kein Mensch würde bei diesem Wetter hier vorbeikommen, doch die Angst blieb für Sarah ein ständiger Begleiter. Die Höhle war in all dieser wolkenbruchartigen Nässe ein trockener Ort. Sie glaubte fast, die sommerliche Wärme aus dem Inneren der Grotte zu spüren. Immer wieder blickte sie über ihre Schulter in das Innere. Ein Blitz zuckte auf, und für den Bruchteil einer Sekunde, glaubte sie, ein Augenpaar gesehen zu haben. Ein, es was konnte nicht sein. Sie musste sich getäuscht habe. Ihr Fantasie, ihre Urängste spielten der jungen Frau einen Streich.

Sie war durchnässt, alleine und erschöpft. Daran musste es liegen. Ja, die Augen, die sie zu sehen geglaubt hatte, waren viel zu groß. Und die Umrisse waren seltsam verzerrt. Allen schon der Gedanke ließ Sarah fröstel. Diesmal jedoch nicht vor Kälte sondern vor dem, was ihre Fantasie ihr vorgaukelte. Wurde sie langsam paranoid?

Sie kauerte sich an einen Felsen. Angespannt zwischen den tobenden Urgewalten da draußen und der Finsternis da drinnen, in dem tiefen, warmen Schlund. Die Kälte kroch in jede Pore ihres Körpers. Sie traute sie aber nicht, tiefer in der Höhle einzudringen. So blieb sie sitzen. Ihr Arme um ihre festen Brüste geschlungen. Ihr nackter Hintern auf dem glatten Stein. Müdigkeit breitete sich in ihr aus. Langsam vergaß sie die Ängste. Sie vergaß die geglaubte Gefahr. Sie wollte keine Angst mehr haben, wollte nur noch schlafen. Ihre Augen schlossen sich schließlich, während draußen das Gewitter langsam schwächer wurde.

***

Ein Blitz hellte den Höhleneingang und für eine Sekunde konnte man in seinem Licht die gewaltigen Konturen des Monsters erkennen. Langsam tasteten sich seine achte Füße auf dem felsigen Boden entlang, näherten sich der jungen Frau. Sarah hatte die Augen geschlossen und döste vor sich hin. Fast lautlos waren die Bewegungen der Spinne, die der Regen gänzlich verschlang. Im Licht des Blitzes konnte man ihre beiden gewaltige Greifwerkzeuge erkennen, die so groß waren wie die eines kräftigen Mannes.

Die Spinne hatte ihre Beute schon von weiten gewittert. Der Duft des Mädchens war verflockend für ihre empfindlichen Sinne. Sie gierte danach, ohne sich jedoch hinreisen zu lassen. Noch war das Opfer nicht in ihrer Höhle. Wenn sie jetzt aufsprang, konnte sie ihr entkommen. Aber die Spinne war eine geschickte Jägerin. Sie hatte schon seit vielen Jahren keine Beute mehr entwischen lassen. Diese war ihr Netz und aus dem gab es kein Entkommen.

Noch einmal Blitze es und die schwarzen Augen funkelten auf. Im Verhältnis zu ihrem Körper waren ihre Augen nicht sonderlich groß, doch sie konnten ihr Opfer auch im Zwielicht gut erkennen. Jedes der acht Beine der Spinne war über zwei Meter lang. Im Vergleich zu dem dicken Rumpf waren sie dünn und drahtig. Sie verliehen der Spinne eine unglaubliche Schnellkraft.

Nefre, so hieß die Riesenspinne, die bereits seit vielen Menschenaltern in dieser entlegenen Höhle hauste, stieß unvermittelt zu. Schnellte nach vor und packte mit ihren leicht behaarten Greifwerkzeugen das noch schlafende Opfer. Schneller als das menschliche Auge sehen kann, biss sie zu.

Sarah schrie auf, als sie den Biss an ihrem Oberschenkel spürte. Augenblicklich war sie hellwach. Sie spürte die beiden Greifarme der Spinne, die ihren zarten Körper festzuhalten suchten.

"Loslassen!", schrie sie wild und schlug dabei mit den Armen. Sie dachte erst, ihr Angreifer sei ein Mann, ein Mensch. Verzweifelt suchte sie nach etwas, mit dem sie ihn schlagen konnte.

Das Adrenalin ließ sie den Schmerz in ihrem Bein anfangs vergessen. Auch die warmen, klebrigen Fäden, die sich um sie legten, spürte sie nicht. Um Hilfe schreiend wand sie sich in Nefres Klauen und verstrickte sich dabei immer mehr in die klebrigen, weißen Fäden aus dem Saft der Spinne. Endlich fand sie einen Stein. Ihre Hand holte zum Schlag aus. In dem Moment erhellte ein Blick den Höhleneingang und Sarah erstarrte. Sie sah in die für sie gewaltig wirkenden Augen der Riesenspinne. Vor Schreck ließ sie den Stein fallen. Sie wollte erneut panisch aufschreien, doch dann hatten sich die klebrigen Spinnenfäden bereits um ihren Mund gelegt.

Die Jägerin wusste, wie sie mit ihrer Beute umzugehen hatte. Sie kannte die Menschen und kannte auch Sarahs Geschlecht. Aus diesem Grund hatte sie dem Opfer auch das Gift injiziert. Es sollte sie nicht nur ruhigstellen, nein, es sollte ihren Körper vorbereiten, auf das was noch kommen würde.

Hastig drehte sie den nackten Körper, der noch immer zappelnden Menschenfrau herum, um sie vollkommen mit ihrem klebrigen Saft einzuspinnen. Innerhalb weniger Augenblicke waren nur noch Sarahs Konturen unter dem weißen Gewebe zu sehen. Ihre verzweifelten, ängstlichen Schreie waren, zu einem geknebelten Gemurmel verkommen, welches von Wind und Regen verschlungen wurde.

Nefre packte ihr Opfer nun, da es sich nicht mehr bewegen konnte, und schleppte es hinein. Tief in die Höhle, aus der noch keine Beute jemals entkommen konnte.

***

Die Höhle der Riesenspinne Nefre war mit seltsam verzierten Mustern aus der Seide jenes mystischen Monsters verziert. Kristalline Gebilde aus Amethyst funkelten gespenstisch und tauchten das Nest in ein diffuses, violettes Licht. Menschliche Knochen lagen bleich am Boden verstreut. Manch verrostetes Kettenhemd zeugte von vergangenen Helden, die es versucht hatten, sich mit der Spinne zu messen.

Dumpfes Murmeln drang aus dem Kokon, in dem sie ihr junges Opfer eingehüllt hatte. Sarah zappelte noch immer ein wenig, aber das störte Nefre nicht. Sie hatte das Mädchen nur leicht eingehüllt, während das Gift in ihrem Leib mit seiner Arbeit begann. Nefres Gift war etwas Besonderes. Sie nutzte es nur bei ihrer bevorzugten Beute - Menschen. Männer starben durch einen Biss einen schnell, doch qualvollen Tod. Bei jungen, gesunden Weibchen sorgte es jedoch manchmal für eine langsame, aber nicht weniger qualvolle Transformation. Doch noch war es nicht soweit.

Die Riesenspinne legte ihr Opfer auf den Boden und binnen weniger Augenblicke strömten von überall kleine Arbeiter herbei. Kleine, männliche Spinnen. Unfähig zu Fortpflanzung, aber gehorsame Diener ihrer Königin und Mutter. Die kleinen, handtellergroßen Spinnen, begannen begierig damit den Kokon langsam mit ihren Beißwerkzeugen zu öffnen und aufzufressen. An den kostbaren Inhalt jedoch vergriffen sie sich nicht. Ein furchtbares Menschenweibchen, in welchem bereits das Gift der Spinnenkönigin nagte, war für sie ein verlockendes, doch absolut verbotenes Ziel.

Nefre wartete begierig darauf zu sehen, dass die schlanken, zappelnden Beine des Opfers hervor blickten. In ihrem Leib wärmte sich bereits die Brut auf, um in ihre neue Brutmutter eingepflanzt zu werden. Ja, dafür hatte sie das Mädchen Sarah in ihren Bau verschleppt. Sie hatte ihre furchtbaren Leib gerochen und war aus ihrem Schlummer erwacht. Ein normaler Mensch, ein Mann, währe vielleicht davon gekommen, denn sie hatte erst vor zwei Monaten gespeist. Ein befruchtbares Weibchen jedoch, durfte sich die Riesenspinne nicht entgehen lassen.

Ein Teil des Gesichts und die Brüste der jungen Frau waren bereits von den Männchen freigelegt worden. Es war an der Zeit. Die gewaltige Spinne brachte sich über ihrem Opfer in Position und aus ihrem üppigen, Unterleib fuhr eine Art Stachel heraus.

***

Höllische Schmerzen durchliefen Sarahs Körper, während sie in einem in schwarze Nacht getauchten Alptraum gefangen war. Langsam lichtete sich der Schleier vor ihren Augen, doch was sie in dem violetten Zwielicht sah, ließ sie erneut in Panik zucken und unverständliche Schreie ausstoßen. Direkt über ihrem Auge saß eine gewaltige, handtellergroße, schwarze Spinne, die offenbar mit Leidenschaft die Reste der Spinnweben fraß.

Das Herz des Mädchens pumpte schon auf vollen Touren Blut durch ihren Kreislauf. Sie zappelte wild hin und her. Sie wollte die Spinne abschütteln. Aber da war nicht nur die eine. Sie fühlte die kleinen Spinnen, die sich auf ihrem wohlgeformten Busen bewegten. Sie konnte ihre kleinen haarigen Beine spüren.

Angst und Panik waren in diesem Moment Untertreibungen. Sarah fühlte etwas, was jenseits der Vorstellungen des Mädchens lag. Sie glaubte sich in einem fremden Traum gefangen, denn selbst ihre Fantasie reichte nicht für das Schreckensszenario.

In ihrem ganzen Körper spürte sie ein fremdartiges Kribbeln. Ihre Arme und beine fühlten sich seltsam taub an, trotzdem konnte sie die Füße der Spinnen auf ihren nackten Schenkeln deutlich spüren. Sie konnte erahnen, wie sich die furchtbaren Tierchen über ihre ungeschützte, blanke Vulva glitten. Sie zitterte am ganzen Leib. Sie fühlte sich heiß und kalt zu gleich. Schweiß tropfen bildeten sich auf ihrer Haut und funkelten im violetten Licht.

Etwas presste ihre Beine auseinander, öffnete sie schutzlos. Sie schrie und kreischt so laut es ging, doch Lungen des Mädchens konnte nur ein schwaches Murmeln durch die dicke Spinnenseide hinauspressen, welche ihrem Mund und ihren Hals bedeckte. Es war ein lang gezogenes Geräusch, welches die ganze Hilflosigkeit des Mädchens widerspiegelte. Sie begriff nicht was passierte, sie wusste nicht, was man ihr antat. Sie fühlte nur die jene kleinen Monster und wusste in ihrem Inneren, dass da draußen noch ein anderes, gewaltiges Monster lauerte.

***

Nefre hatte sich über der kleinen Brutmutter in Position gebracht. Die Arbeiter hatten ihr den Zugang freigemacht und die Spinnenkönigin drückte mit zwei ihrer großen, behaarten Beine. Die zarten Schenkel des Mädchens auseinander. Die riesige Arachnoide beugte sich zu dem linken Bein des Opfers herab und verklebte rasch Wade und Oberschenkel mit einem dicken Gewebe aus Spinnenseide. Dann wiederholte sie den Vorgang beim rechten Bein.

Mehrere Arbeiter eilte zwischen die geöffneten Beine des Mädchens und berührten mit ihren Füßchen die Lustzentren des weiblichen Opfers. Sie taten dies im Auftrag ihrer Königin, denn sie wusste, dass Erregung dieser Zentren ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Befruchtung und Transformation war. So streichelten die kleinen, behaarten Füßchen auch die Brustwarzen des Mädchens, welche sich hart und steif emporreckten, währen ihre Hände fest an den Rücken gebunden waren.

Dieser Akt war für sie heilig. Sie würde dieses Ding nicht nur als Brutplatz für eine junge, neue Generation von Arbeitern nutzen. Sie würde das Menschenmädchen langsam in das verwandeln, was sie war. Wenn sie die Transformation überlebte, würde sie in einem Jahr die Höhle ihrer Mutter verlassen und sich einen eigenen Ort suchen. Doch nun war erst einmal die Brutablage dran. Die Riesenspinne schüttelte sich und fuhr ihren beweglichen Stachel weiter aus.

***

Sarah konnte nur erahnen, was mit ihr passierte. Alles fühlte sich so fremd an, so ekelig und verworren. Sie wusste nicht, ob es am Gift lag oder an den alptraumhaften Umständen, doch kein klarer Gedanke wollte sich in ihrem Kopf manifestieren. Ausgeliefert lag sie unter dem gewaltigen Körper der Spinne.

Hilflos schnaufend und nach Luft ringend, wand sich ihr teilweise eingesponnener Körper. Die kleinen Spinnen berührten ihre empfindlichen Brustwarzen. Sie spürte, jenes unbestimmbare Kribbeln, Beißen und Ziehen, welches sich nun auch an ihrer Vulva fortsetze. Es war ein Gefühl, von hilfloser Scham, diesen Monstern derart ausgeliefert zu sein. Ihr Verstand versuchte ihr immer wieder zu erklären, dass dies alles ein Traum und keines Falls die Realität sein konnte. Gewiss würde sie bald in ihrem Bett im Gasthaus erwachen und alles wäre gut. Doch der Alptraum ging weiter.

"Ganz ruhig", hörte sie auf einmal eine weibliche Stimme in ihrem Kopf. "Ganz ruhig, mein Kind. Alles wird gut."

Sie konnte nicht sprechen, konnte nicht antworten.

"Ganz ruhig, mein Kind", wiederholte sich die Stimme. "Du musst dich jetzt entspannen, dann wirst du ein Geschenk von mir empfangen."

Die Stimme wirkt ganz klar, sanft und verführerisch. Es war das einig klare in ihrem Geist und Sarah wollte Nefre glauben. Sie wollte den telepathischen Versprechen der Riesenspinne glauben. "Alles wird gut. Entspanne dich und lass es einfach gesehen."

Langsam beruhigte sich ihr Körper ein wenig. Ihre Kräfte schwanden und gegen ihren Willen breitete sich auch ihre unterschwellige Geilheit in ihr aus. Sarah konnte es kaum glauben. Es war widerlich, eklig und pervers. Trotzdem begannen, anfangs noch unmerkliche Wogen der Lust sich mit ihrem Gefühl der Angst zu vereinen. Als ihre Schreie langsam verstummten, wurden ihre Laute gleichmäßiger und lustvoller. Zeit schien sich plötzlich in eine Unendlichkeit zu dehnen. Das Monster vor ihren Augen war nur noch verschwommenes, in violettes Licht getauchtes Bildnis. Das rhythmische Kribbeln an ihrem Kitzler ließ sie den Monstern ihr Becken entgegen drücken.

Es fühlte sich so an, als wenn sie kleinen Spinnen versuchten, ihre blanken Schamlippen auseinanderzuziehen. Krampfhaft verspannte sich ihr Unterleib. Die Vorstellung, eine dieser Spinnen würde in ihre Scheide hinein krabbeln, ließ sie aufs Neue aufzucken.

"Ganz ruhig", hauchte die Spinne wieder in ihre Gedankenwelt. "Ganz ruhig. Gleich ist es so weit. Gleich wird alles gut."

Sarah versuchte der Spinne zu glauben. Mit weit geöffneten Schenkeln lag sie da und wartete. Warte auf das was passieren würde, während das Gift ihre Libido noch weiter anstachelte. Sie ahnte nichts von dem Stachel, der aus dem Unterleib der Spinnenkönigin herausragte. Sie konnte nicht die feuchte, glitschige Spitze sehen. Sie war noch verschlossen doch im Inneren drückte schon die Brut, die für Sarahs Leib gedacht war.

Sachte drückte sich der Stachel in sie. Sarah keuchte auf. Die Spitze war dünn und gab ihrer feuchten Vulva Zeit sich zu dehnen. Das schleimige Sekret der Spinne ließ den Stachel erstaunlich leicht in sie gleiten. Seine Zusammensetzung verstärkte das Gefühl der Lust in ihr. So wie ein Moskito die Einstichstelle betäubte, um sein Opfer nicht zu verschrecken, versetzte die Spinne ihr Opfer in ekstatische Lust, während sie ihren Brutstachel tief in den Leib des Mädchens einführte.

Sarah fühlte es, wie die Spinne langsam in sie eindrang. Sie fühlte diese erdrückende Nähe und das Gefühl endloser, hilfloser Geilheit. Sie wusste nicht, wieso ihr Körper sie so grausam verriet. Sie drückte dem Monster ihren Leib entgegen, anstatt den zum Scheitern verurteilen Versuch zu machen, sich von ihm zu entfernen.

Ihr ganzer Unterleib schien auf einmal in warmer Ekstase zu kochen. Wellen nie gekannter Lust durchströmten sie und hilflose Laute der Erregung quellten aus ihrer Kehle. Der Stachel drückte nun tief in ihr gegen die willige dargebotene Gebärmutter. Das Zentrum ihrer Fruchtbarkeit war bereits von dem Gift der Spinnenkönigin vorbereitet worden. Machtlos gefangen in diesem perversen Alptraum fühlte sie, wie der Stachel nun langsam anschwoll und mit pulsierenden Bewegungen damit begann, ihre Gebärmutter mit den befruchteten Eiern der Riesenspinne zu füllen.

Dieses Gefühl des Ausgefülltwerdens war unbeschreiblich. Das Mädchen konnte durch den Knebel aus Spinnenseide nur unverständliches Gebrabbel hinauspressen, doch das war ihr gleich. Denn was sie zu sagen hatte, waren die spitzen Schreie eines unbeschreiblichen Höhepunkts, der sie in dem Moment erfasste. Ihr flacher Bauch schwoll durch die magische Ladung der Spinne langsam an, während sie den Körper des Mädchens mit ihrer zahlreichen Brut füllte.

Noch niemals zu vor hatte das Mädchen einen solchen Orgasmus erlebt. Nein, es war nicht nur einer. Der pulsierende Stachel schenkte ihr mit dem Schwall neuer Eier, die er in sie pflanzte, auch einen neuen, unbeschreiblichen Höhepunkt. Er zerriss die Schleier der Realität und führte das Mädchen in eine andere Welt. Eine Welt, aus der es kein zurück mehr gab. Sarah verdrehte die Augen, denn für ihren Geist gab es in dieser Welt keinen Platz mehr.

***

Nefre blickte auf ihr hilflos daliegendes Opfer hinab. Sie sah das Weiße in ihren Augen. Der Brutablage war vollzogen. Der Stachel, den sie in den Leib des Menschenweibchens gestoßen hatte, zog sich langsam zurück. Die mystische Riesenspinne war zufrieden und stieg sie mit ihren zahlreichen Füßen zur Seite.

Das teilweise eingesponnene Opfer lag regungslos da. Der Bauch des Mädchens war aufgequollen, wie es bei schwangeren Frauen im 9ten Monat manchmal üblich war. Nun musste die Spinne die kleine Brutmutter nur noch konservieren. Aus ihrem Mund schnellte ein kleiner Rüssel hervor und durchstach, während sich die Spinne mit dem Kopf über das Mädchen beugte, die Spinnenseide vor deren Mund. Der Rüssel drang in sie ein und suchte zielsicher den Weg durch die Kehle und Speiseröhre in den Magen.

Sarah röchelte noch immer von der ekstatischen Welle der Orgasmen betäubt. Sie fühlte den Rüssel kaum, der in sie eingeführt wurde. Sie spürte nur entfernt die pumpenden Bewegungen, mit dem der Nährsaft der Spinne in ihren Magen gefüllt wurde.

Das Mädchen fühlte sich aufgebläht und vollständig ausgefüllt. Sie wusste nichts mehr, sie dachte nichts mehr. Das Gift und die Lust schienen ihre menschliche Existenz fast vollständig ausgelöscht zu haben. Sie versuchte sich auch nicht einmal mehr zu wehren, als die Spinne sich aus ihrem Mund zurückzog, und erneut den ganzen Leib der jungen Frau in einen Kokon einspannte.

Die Spinne trug die junge Brutmutter vorsichtig in einen sicheren Bereich ihrer Höhle und hängte den Kokon dort auf. Hier hatte das Menschenmädchen Zeit, Nefres Brut in sich auszubrüten und zu gebären. Hier würde sie für das nächste Jahr bleiben und sich von dem Brei in ihrem Bauch ernähren, während sie sich langsam in eine neue Spinnenkönigin verwandelte.

Nefre war zufrieden mit ihrem Werk. Sie ließ Sarah eingesponnen in der violett schimmernden Höhle zurück und verkroch sich in ihren Ruhebereich. Dort würde die Riesenspinne lauern und warten, bis ein neues Opfer in die Höhle kam. Die Spinnenkönigin hatte Zeit, unendlich viel Zeit zu warten. Denn die Zeit arbeitete für sie. Und die Zeit arbeitete auch in Sarah, denn in ihrem Bauch wuchs eine neue Generation heran. Tausende kleiner Arbeiter, die sich bald ihren Weg aus dem Leib des Mädchens bahnen würden ...