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Donnerstag, 4. August 2022

Sklavin im Hort des Drachen

Wenn sich eine Diebin in den Hort eines Drachen schleicht, sollte sie besser vorsichtig sein, sonst passieren böse Dinge mit ihr. Hier das unzensierte Cover für mein neues Bucht.

Sklavin im Hort des Drachen: Gefangen von der Bestie

 


 



Freitag, 23. Dezember 2016

Dragonbreed - Drache vs Jungfrau



Karina kletterte über den Schutt und starrte schließlich in das dunkle Loch. Das Tageslicht reichte nur einige Meter, doch was sie erblickte, überwältigte sie bereits. Die Grotte war nicht nur ein einfaches Erdloch, sondern erinnerte vielmehr an eine Mineraliendruse von gewaltigen Ausmaßen.
Kristalle in unterschiedlichen Farbvariationen funkelten und lockten mit ihrem Glanz. Eine mystische Aura umschloss diesen Ort. Wie hypnotisiert kletterte sie über ein paar Felsbrocken hinweg in das Innere der Höhle.
Schon mit zwölf Jahren hatte Karina »Die Reise zum Mittelpunkt der Erde« von Jules Verne gelesen. Genau wie die Entdecker in diesem Buch, so fühlte sie sich jetzt auch dazu berufen, ein großartiges Abenteuer zu meistern.
Sie zückte ihr Handy. Es hatte hier zwar keinen Empfang, doch wenigstens half die Taschenlampenfunktion, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Mögliche Gefahren ignorierend, ging die Neunzehnjährige weiter in das kristallene Reich, welches an eine sagenhafte Märchenwelt erinnerte.
Ihre Augen funkelten aufgeregt. Die Luft roch angenehm rein. Kein modriger Geruch, wie sie es aus den Grotten und Katakomben kannte, die sie in ihrer Schulzeit erkundet hatte. Vor allem aber war es hier warm. Je weiter sie in die Kristallhöhle eindrang, umso mehr geriet das Mädchen ins Schwitzen.
Ein plötzliches Grollen ließ sie erstarren. Sie lauschte. Der unbekannte Laut war wieder verstummt. Karina spürte eine innere Unruhe aufsteigen, die sich bis dahin unter ihrer Neugier verborgen hatte.
Auf einmal wurde ihr bewusst, wie weit sie bereits in dieses unterirdische Reich eingedrungen war. Wenn jetzt ein neuer Erdrusch hinter ihr herunter kam, wäre sie hier lebendig begraben.
Erneut war ein Grollen zu hören und diesmal konnte sie es direkt unter und in sich fühlen. Ein flaues Gefühl beschlich ihren Magen. Angespannt wischte sich Karina den Schweiß von der Stirn. Sie wollte sich gerade umdrehen und in Richtung Ausgang flüchten, als eine Stimme aus dem Nichts zu ihr sprach: »Hallo, meine Kleine.«
Verwirrt sah sich das Mädchen um.
»Hallo?«, rief sie und hörte nur das Echo.
»Hallo?«, schrie sie erneut.
Es kam keine Antwort. Nur jenes tiefe Grollen, welches nicht nur von ihren Ohren, sondern von ihrem ganzen Körper aufgenommen wurde. Sie schluckte schwer. Denn langsam wurde ihr diese mystische Höhle unheimlich.
Wie von selbst begannen ihre Füße den Rückweg, erst langsam, dann immer schneller. Im Lichtkegel ihrer Lampe wirkten die Kristalle auf einmal bedrohlich. Da hörte sie hinter sich stampfende Schritte, während sie auf den Lichtspalt am Ausgang zueilte. Sie drehte sich erschrocken um und war für einen Moment unachtsam.
Ihre Gummistiefel rutschten über einen glitschigen Stein. Karina stürzte und ein stechender Schmerz durchfuhr sie. Das Handy glitt ihr aus der Hand, während sie einen gequälten Laut ausstieß, der ihr masochistische Erleichterung verschaffte. Zum Glück war der Boden hier von weichem Sand bedeckt, sodass sie sich nicht ernsthaft verletzte.
Das Licht ihrer Lampe fiel nun auf die mit Quarzkristallen überzogene Decke und tauchte die ganze Höhle in diffus funkelndes Zwielicht.
Karina richtete sich gerade auf, als sie auf einmal einen monströser Schatten auf sich zukommen sah. Sie hörte erst nur das Schlagen gewaltiger Schwingen, dann war dieses Ding über ihr.
Eine gewaltige Klaue schnellte hervor und drückte ihren Oberkörper erneut auf den Boden. Das Mädchen ächzte gequält. Sie wollte schreien, doch ihr versagte die Stimme, als sie im Lichtkegel über ihr plötzlich den Kopf eines riesigen Reptils erkannte.
»Nicht weglaufen«, sagte die Stimme in ihr.
Als ob sie überhaupt die Chance dazu hatte. Auf ihr lastete ein Gewicht, welches ihr die Luft aus den Lungen presste und ihr Hals war gefangen zwischen zwei Krallen dieses Monsters.
»Wer bist du?«, keuchte Karina ganz leise.
Das Reptiliengesicht war kantig und glich doch keinem Tier, das sie jemals gesehen hatte. Vielmehr erinnerte es sie an eine mystische Kreatur aus vergangenen Zeiten. Eines, das auf der ganzen Welt in Legenden erwähnt wurde.
»Ein Drache!«
Das Wesen beugte sich zu ihr. Karina konnte den heißen Atem spüren. Ihr Herz pochte wild. Sie fühlte sich in einem Traum gefangen.
Die Kreatur, die auf eine für sie unbekannte Art mit ihr kommunzierte, begann mit seiner Schnauze an ihr zu schnüffeln. Das Mädchen zitterte angespannt. Die Art, wie dieses Fabelwesen mit ihr umging, war so befremdlich und dabei zugleich intim.
Der Druck auf ihrer Brust ließ nach, als sich die Klaue anhob. Befreit rang sie nach Luft, nur um ihr erneut den Atem stocken zu lassen. Mit einem festen Ruck rissen die Drachenklauen ihr den Regenmantel vom Körper und verschonten dabei auch nicht den darunter getragenen Pullover.
Vor Angst bebend lag das Mädchen, nun nur noch mit Hose und Gummistiefel bekleidet, unter dem mächtigen Geschöpf, das sie als Drache kannte. Dieses ergötzte sich an ihrem schier reizvollen Anblick.
Karina schloss die Augen und hoffte aus diesem Traum zu erwachen. Deutlich spürte sie das Brennen, wo die Klauen über ihre Haut ritzten. Ihr Herz raste. Ihr Atem ging flach und schnell. Tief in sich ahnte sie die Präsenz der Kreatur. Sie schien nicht nur äußerlich, sondern auch in ihren Gedanken zu lauern.
Da fühlte das Mädchen auf einmal die Zunge des mystischen Reptils. Ein Prickeln durchfuhr ihren Leib, als diese den Konturen der Kratzer folgend ihren Oberkörper entlangtastete. Sie bekam eine Gänsehaut und wurde zugleich von einer ungekannten Sehnsucht erfasst, die mehr wollte. Ihre Brustwarzen versteiften sich und unter ihrer Haut formte sich ein elektrisierendes Knistern.
Leise stöhnend blieb sie in der selbst gewählten Dunkelheit. Die Drachenzunge begann, ihre Vorhöfe zu umrunden und tastete sich an ihrem Dekolleté hinauf. Karina spürte, wie das einem Traum entsprungene Monster ihren Hals entlangleckte und sie dabei mit süßer Wollust füllte.
»Du schmeckst gut«, sagte die Stimme in ihr.
Panikerfüllt riss sie die Augen auf und wollte sich wieder aufrichten. Der Drache aber ließ es nicht zu. Erneut warf er sie mit seiner Klaue zu Boden, sodass Karina keine Chance hatte, sich aus dieser brutalen Umklammerung zu lösen. Er spielte dabei mit ihr und sorgte zugleich dafür, dass die Krallen sie nicht verletzten.
»Ganz ruhig, meine Kleine. Ich werde dir nicht wehtun. Nicht, wo du doch noch Jungfrau bist«, sprach die Stimme.
Die Worte beruhigten sie kein bisschen, sah sie doch nun die gewaltige Größe des Drachens im Lichtkegel ihres Handys. Verzweifelt versuchte das Mädchen, mit den Händen die Klaue wegzudrücken, die sie wie ein Käfig umschloss. Vergebens.
»Bitte friss mich nicht«, stammelte sie.
»Dich fressen? Wieso sollte ich das denn tun?« Die Stimme klang verwundert aufgrund dieser Frage.
Sie wagte nicht zu antworten, aus Angst, ihm doch einen Grund zu geben. Allein der Gedanke an die scharfen, langen Zähne in seinem Maul ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.
So war es für sie eine Erleichterung, als sich sein Kopf von ihrem Gesicht wegbewegte. Sie schloss die Augen, seufzte erleichtert. Dann aber fühlte sie den Hauch seines Atems aufs Neue. Karina spürte, wie sich die Zunge zu tieferen Regionen bewegte.
Fixiert durch die Klaue des Drachen konnte sie nichts sehen, doch sie spürte, wie das raue Reptilienfleisch an ihrem Bauch herabwanderte. Die Zungenspitze umrundete ihren Bauchnabel und fuhr im Anschluss unter ihren Hosenbund.
»Hey ...«, stieß sie überrascht hervor, als sie die intime Berührung der Drachenzunge an ihrer Scham bemerkte.
»Was soll das ...?«
»Ganz ruhig, meine kleine Jungfrau. Du wirst es genießen. Das verspreche ich dir.«
Karina war sich da überhaupt nicht sicher. Sie wollte es nicht und begann, mit den Beinen zu strampeln.
»Lass mich los!«, rief sie.
Zu spät bemerkte sie, dass der Drache ihren Widerstand nutzte, um ihr die Hose und den Slip mit seiner gewaltigen Zunge herunterzuziehen. Bald waren diese bis zu den Knien heruntergerollt. Ungeschützt lag ihr Geschlecht vor ihm.
Das Mädchen hatte noch nie zuvor die Berührung eines Mannes zwischen ihren Beinen gespürt. Von einer Drachenzunge ganz abgesehen. Was sie nun erlebte, war für sie jetzt nicht nur Neuland. Nein, Karina fühlte etwas, das so einmalig und wundervoll war, dass es ihr mit einem Mal jeden klaren Gedanken aus dem Verstand peitschte. Laut keuchend rang sie nach Luft.
Der Drache leckte über die blanke Scham und umspielte dabei auch ihr Poloch. Er berührte ihre Lustperle. Eine Welle ungekannter Euphorie schwappte durch den Körper der Neunzehnjährigen. Das Mädchen stöhnte laut auf. Ihre Finger umschlossen die sie fesselnden Krallen.
»Ich sagte doch, dass es dir gefallen wird«, sagte die Stimme.
Karina hörte sie nur noch aus der Ferne. Ihr Verstand rebellierte gegen die lustvolle Versuchung ihrer Sinne. Ihr Körper aber genoss es. Von primitiver Lust erfüllt, lag sie unter der Klaue, während die Zunge des Drachens sie weiterhin verwöhnte.
Er spaltete das feuchte Tal ihrer Weiblichkeit und berührte die Pforten ihres jungfräulichen Lochs. Die Spitze seiner gespaltenen Reptilienzunge wagte sich noch weiter, und drang in ihre Tiefe ein, ohne das sensible Häutchen zu verletzen.
Karina stieß einen ächzenden Laut aus. Ihre Augen verdrehten sich. Zum ersten Mal spürte das Mädchen diese sagenhafte Geilheit, von der sie heimlich in Büchern gelesen hatte. Es war eine verbotene Lust, die sich in ihr auftat, wobei sie nicht begriff, welche Mächte in ihrem Körper wüteten.

Der Drache erkundete die jungfräuliche Grotte mit zunehmender Freude. Lange war es her, dass man ihm eine Jungfrau geopfert hatte. Den Geschmack hatte er allerdings nicht vergessen. Im Gegenteil. Noch immer bebte sein Gaumen vor Verlangen, wenn er an das letzte Mal dachte.
Die linke Zungenspitze war nun tief in das unberührte Geschlecht eingedrungen und erforschte es. Zugleich machte sich die rechte Seite daran, die Lustperle des zierlichen Mädchens zu verwöhnen.
Ihr laszives Stöhnen war für ihn der Beweis, dass es ihr gefiel. Und das sollte es auch. Er konnte bereits den kostbaren Nektar ihrer Geilheit schmecken, der sich ihm auf die Zunge legte. Dieser magische Saft glich seinem Volk einem wahren Jungbrunnen, der neue Kraft schenkte. Doch der Drache wollte noch mehr.
Aus den Gedanken des Mädchens hatte er viel über die heutige Welt erfahren. Ihre Gedanken waren für ihn ein offenes Buch, das er las, während er sie leckte. Er wusste auf einmal von Autos und Flugzeugen, von Dönerbuden und Facebook. Wirre Bilder, die er nicht genau verstand. Die Neugier aber war geweckt.
Jetzt war es an der Zeit, den Körper des Mädchens auf die Opferung vorzubereiten. Seine Magie in ihr schien zu wirken, sodass sie zu einem fruchtbaren Gefäß wurde, welches sich zur Zucht eignete.
Vorsichtig tastete sich die Zungenspitze mit kreisenden Wellenbewegungen in das Innere der Jungfrau. Immer wieder schrie sie auf und erbebte vor Geilheit, während sich ein neuer Schwall des Nektars bildete. Diesen saugte er ihr förmlich heraus und geriet dadurch selbst in eine Art lüsterner Ekstase.
Schließlich erreichte der Drache ihre Gebärmutter. Ertastete sie von innen und berührte sie mit seiner Lebensmagie.

Karina wusste nicht, wie ihr geschah. Immer noch gefangen unter der gewaltigen Drachenklaue erlebte sie ein Sinnesbad der Lust. Ihr Körper, unberührt von einem Mann, gab sich ganz offen für die Liebesreize des Drachens hin.
Er schien einfach so in sie hineinzugleiten und erforschte mit ihr gemeinsam die Grenzen weiblicher Freuden. Der erste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten. Das Mädchen hechelte und keuchte. Sie stöhnte im Takt seiner Zungenstöße und hielt sich krampfhaft an den Krallen fest. Die Geilheit, die das Mädchen erfasste, war dabei so intensiv, dass sie die Augen verdrehte, während sie von den wilden Gestaden der Lust durchströmt wurde.
Der Drache gönnte ihr aber keine Pause. Unentwegt schickte er Wellen sinnlicher Freuden durch ihren Leib. Noch bevor sie richtig begriff, wie ihr geschah, kam das Mädchen ein weiteres Mal.
Wieder wurde sie eine Sklavin ihrer neu entdeckten Geilheit. Sie spürte das Feuer in sich lodern. Ihre Libido kochte, ohne dass sie wirklich verstand, was vor sich ging.
Etwas war in ihr. Das wusste sie. Dieses Unbekannte berührte sie von innen und schenkte ihr Lust. Doch da war noch mehr. Tief in ihr brodelte ein ungezähmtes Verlangen. Ihr weibliches Zentrum wurde von einer mystischen Kraft umschlossen.
Karina ahnte nichts von der Magie, die anfing, in ihr zu wirken. Sie spürte nur die Folgen. Es prickelte tief in ihr. Lüsterne Bilder zuckten durch ihren Verstand. In ihren Gedanken kochte die Wollust, während sie sich in sinnlicher Ekstase unter seinen Berührungen rekelte.
Ihr innerer Druck nahm dabei immer weiter zu. Sie hatte bereits, ausgefüllt durch seine dünne Zungenspitze, mehrmals den Lustgipfel erreicht. Wirklich befriedigt aber hatte sie keiner der durchlebten Höhepunkte. Zu stark war das Verlangen nach mehr.
Inzwischen war sie von ihrer eigenen Geilheit so erschöpft, dass sie nur noch kraftlos dalag und sich in einem Akt der Verzweiflung ihrer Wollust ergab. Hechelnd und mit flackernden Augenlidern sehnte sie sich nach Erlösung, ahnte dabei nicht, was sich durch die Magie des Drachens in ihr alles wandelte.
Zeit hatte jede Bedeutung verloren. Ihr Geist schwappte an der Grenze zum Wahnsinn. Das Mädchen stieß einen elementaren Urlaut aus und bäumte sich ein letztes Mal unter den Klauen des Drachens auf. Die Lust rauschte mit einem Mal durch sie hindurch und löste alle Fesseln. Sie spürte ein warmes Licht aufsteigen. Vollkommenes Glück flutete ihren Verstand, dann war da nur noch ein großes Nichts. Eine perfekte Leere, die sich um sie legte.
Mit verklärter Miene hechelnd lag sie da, die Drachenzunge in sich spürend. Die Augen des Mädchens waren weit geöffnet. Ihr Körper war zurückgeblieben, ihr Bewusstsein aber hatte sich zurückgezogen.

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Wenn ihr das ganze Buch lesen wollt, könnt ihr es als Taschenbuch oder Ebook hier beziehen:

Dragonbreed - Die Lust des Drachen:
https://www.amazon.de/dp/B01NAFJZ1T

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Drachenbrut – Die Diebin


Wenn in meinem Kopf etwas Chaos herrschte zeichne ich gerne ein wenig um mich auf andere Gedanken zu bringen. Vorhin kam dieses Bild dabei heraus und jetzt bekommt ihr es zusammen mit einer kleinen Geschichte. Ich hoffe es gefällt euch. Ich wünsche euch in jedem Fall einen guten Rutsch ins neue Jahr. 

Drachenbrut – Die Diebin


Die Schritte der rothaarigen Elfe waren fast lautlos. Sie trug nur einen simplen Rock und ein bauchfreies Top, welches sie in der schwülen Hitze nicht behinderte. Sie musste leise sein. Ein Schatten an der Wand. Er würde sie trotzdem bemerken. Das wusste sie, und wappnete sich.
Sie war kein Held und doch wagte sie sich in die Höhle des Drachen. Sie war nicht tapfer, und doch funkelten ihre Dolche.

Unsicher schlich Arnea durch den Hort. Nicht für sich, sondern für ihre Schwester. Sie musste es tun. Musste den Schatz finden, den die alte Hexe wollte. Oder beidem Versuch sterben.
Der letzte Gedanke war ihr nur all zu offensichtlich. Sie wusste, dass ihr Leben kaum noch von Bedeutung war.

Die Hexe Mortha hatte die beiden Elfen gefangen genommen. Lifra war nun in ihrem Keller gefangen. Das Bild der gefesselten Schwester hatte sich tief in Arneas Bewusstsein gegraben. Immer wieder hatte die Hexe die zierliche Elfe vor ihren Augen mit Folterwerkzeugen bedroht und sie die Peitsche spüren lassen.
Arnea hatte gebettelt und gefleht. Sie wollte ihre Schwester retten, doch nicht schien die alte Vettel gnädig zu stimmen.
Stunden sinnloser Folter waren vergangen, die Angst und Schrecken die Herzen der Elfen getrieben hatte. Als Arnea los zog, wusste sie, dass sie Lifra niemals diesem Schicksal überlassen durfte. Nein, sie musste ihre Schwester aus dem Keller retten.
Gegen die Zauberkraft und den Höllenhund der Hexe hatte sie keine Chance. So musste sie wohl oder übel den Wunsch der alten erfüllen.

Gold schimmerte vor ihren Augen. Heller Glanz, der sie sonst so verführerisch anlächelte. Jetzt war es ihr gleich. Der Schatz des Drachen hatte weit mehr zu bieten als dieses Gold. Sie suchte etwas. Einen Zauberstab. So etwas musste doch leicht zu finden sein, oder? Die Hexe hatte es zumindest so angedeutet. Doch inzwischen war sich Arnea nicht mehr so sicher.
Im Gegenteil, die Elfe spürte, dass die Hexe ihr wohl nur die Hälfte von dem erzählt hatte, was sie hier erwarten würde.

Gewandt schritt sie über den Berg von Goldmünzen, aus der Waffen, Rüstungen und diverse Schmuckgegenstände ragten. Ihr Herz schlug schneller. Unsicher beleckte Arnea ihre Lippen. Gemeinsam mit ihrer Schwester hatte sie ihr Leben lang nach solchen Schätzen gesucht. Nun dachte die Elfe daran, dass sie alles hier für das Leben ihrer Schwester opfern würde. Der ganze Schatz, wäre für sie bedeutungslos, ohne Lifra.

Plötzlich fixierten ihre Augen einen Stock aus knochigen Holz, der hier so fremdartig war, wie ein Zwerg im Badehaus.
„Der Zauberstab, damit kann ich Lifra retten“, dachte Arnea.
„Endlich hab ich dich“, sagte sie in Gedanken zu sich selbst und wollte nach dem Schatz greifen, als eine andere fremde Präsenz auf einmal ihren Verstand ertastete.

„Und ich habe dich“, raunte eine Stimme aus der Dunkelheit.

Erschrocken fuhr Arnea um und versuchte die Stimme zu erahnen, doch noch bevor sie das Monster, das über die Höhle herrschte mit ihren smaragdgrünen Augen fixieren konnte, traf sie eine gewaltige Klaue und schleuderte sie zu Boden.

Die Elfe stieß einen schmerzverzerrten Laut aus, als sie auf den Boden krachte. Die Dolche glitten ihr aus der Hand und binnen eines Herzschlags, wurde sie von eine gewaltigen Macht gegen den Hort gedrückt, den sie eigentlich plündern wollte.

„Ich mag hier keine Diebe“, knurrte der Drache, als er sich über sie beugte.
Das Wesen war gewaltig und Arnea fragte sich, wie sie ihn die ganze Zeit übersehen hatte können. Die Elfe hatte jedoch keine Gelegenheit sich weiter mit dem Gedanken zu beschäftigen, denn die Klaue des Drachen presste die Luft aus ihren Lungen.

Todesangst funkelte in ihren Augen. Sie hatte versagt. Lifra war nun ganz dem Willen der bösen Hexe ausgeliefert. Die Diebin schluckte schwer und da achte schon, er würde sie im nächsten Moment töten. Doch der Drache dachte nicht daran.

„Aber wenn es sich dabei um so zierliche kleine Elfenmädchen handelt, kann man ja mal eine Ausnahme machen“, höhnte das Untier, und sein heißer Atem streifte über Arneas Wangen. „Ich denke wir beide werden erst mal etwas Spaß miteinander haben.“

Mit ungewöhnlicher Gewandtheit griff der Drache mit einer freien Klaue nach ihr und ritzte mit der Spitze über die Wange der verängstigten Elfe. Ohne sie wirklich zu verletzen, wanderte er tiefer und hinterließ dabei eine Symphonie aus Angst und Erregung in ihrem zierlichen Leib.
Mit einem Ruck zerriss er ihr Oberteil und legte die wohlgeformten Brüste der Elfe frei. Arnea stieß einen erschreckten Schrei aus, doch das war auch alles. Sie wagte nicht, zu protestieren, war sie dem Monster doch vollkommen ausgeliefert.

„Ich denke wir beide werden noch viel Spaß miteinander haben“, sagte der Drache zu der elfischen Diebin und leckte ihr dann über die frei liegenden weiblichen Rundungen.

Montag, 6. Januar 2014

Anika und der Drache - Die geopferte Jungfrau



Diese Geschichte entführt euch in eine Zeit voller Legenden, Jungfrauen, Drachen und Magie. Eine Zeit des Umbruchs und Wandels. Dank einer Muse, die sich bereit erklärt hat, mir ein wenig regelmäßigen Ansporn zu geben, und meiner lieben Korrekturhilfe Sandra ist diese Geschichte nun auch fertig geworden. Ich hoffe sie gefällt euch.


Anika und der Drache - Die geopferte Jungfrau


Es war einmal vor langer Zeit …

Ein verkohltes Holzkreuz war alles, was von der Kapelle auf dem Berg übrig geblieben war. Einem ausgeschlachteten Gerippe gleich lag die Ruine unweit der alten Drachenhöhle. Rauch stieg immer noch aus den klimmenden Resten auf, auch wenn es Tage her war, dass ein Feuerschlag das Gotteshaus vernichtet hatte.

Das Mädchen mit den langen blonden Haaren war an den Felsen gekettet. Ein weißes Kleid war alles, was sie am Körper trug. Der Drachenfels war seit jeher die Opferstelle der Menschen gewesen, die die Bestie beruhigen wollten. Schon früher wurden hier Jungfrauen und Tiere geopfert, die dem Tier geweiht wurden. Bis vor zwei Jahrzehnten der christliche Gott in das Land kam und die Opfer eingestellt wurden.

Die Kirche und ihre Soldaten verboten den Glauben an die alten Mächte und verbrannte alle, die dem alten Glauben anhingen, auf dem Scheiterhaufen. All dies geschah vor Anikas Geburt. Die Tochter des ehemaligen Häuptlings war schon in die neue Zeit hinein geboren. Behütet von der heiligen Mutter Kirche, auch wenn ihr Vater sie noch in den alten Bräuchen unterwies. Vielleicht war dies ihr Verhängnis geworden, dachte das Mädchen, denn als das Unheil über das Dorf kam, gab man ihr die Schuld.

Ja, das Unheil, dachte sie. Das ganze Jahr schwebte schon der Schleier des Todes über ihr. Vielleicht waren die Worte des Priesters die Wahrheit. Vielleicht war sie wirklich schuld an dem, was den Menschen in ihrer Heimat widerfahren war. Jetzt, in das weiße Gewand gehüllt, sah sie sogar so aus, wie der Engel des Todes, jene Frauen des alten Kultes, die mit der Geisterwelt sprachen.

Verzweifelt kämpfte sie immer wieder mit den Ketten, die sich gnadenlos um ihre Handgelenke gelegt hatten. Ihr Körper bebte und sie rang nach Luft, denn der Kampf gegen das Unvermeidliche raubte ihr die Kraft.

Das dünne Leinenkleid war ihr halb über die Schulter gerutscht und entblößte so ihre linke Brust. Im schwachen Licht konnte man auf ihrer Haut die Striemen erkennen, die eine Peitsche hinterlassen hatte. Die Nacht war ungewöhnlich kalt und Nebelschwaden umspielten ihren Körper. Anika fror. Nicht nur wegen der körperlichen Kälte, nein auch wegen der Einsamkeit. Angst und Aufregung hatten sie erschöpft. Das Mädchen zitterte. Ihre Gedanken schweiften zurück zu den Ereignissen, die sie an diesen Pfahl geführt hatten.

***

Es war das Jahr, in dem ihr Vater nach langer Krankheit starb. Sie war die einzige lebende Nachfahrin seines Geschlechts. Die alte Tradition besagte, dass der Mann, der sie zu Frau nahm, der neue Häuptling würde. Viele Männer hatten in diesem Frühjahr um ihre Hand angehalten, doch als der Sommer kam, war sie immer noch unentschlossen. Anika sehnte sich nach dem Richtigen und wollte sich trotz der Zwänge ihrer Geburt nicht dem Erstbesten hingeben. Leider kam es anders.

Einer der Freier wollte ihr jedoch diese Zeit nicht geben. Es war Georg, der Ritter des heiligen Ordens, der dem Priester, der zu ihrem Vormund bestimmt wurde, um ihre Hand bat. Georg war ein großer, grobschlächtiger Mann, der sich brüstete, viele Heiden mit seiner Lanze aufgespießt zu haben. Anika mochte ihn nicht und hätte wohl fast jeden anderen Mann genommen, doch als Georg um sie anhielt, wichen die Männer des Dorfes zurück. Niemand wagte es, sein Leben zu riskieren, denn der Ritter drohte offen, jeden Nebenbuhler, der um die Hand seiner zukünftigen Braut anhielt,  zu erschlagen. Vater Johannes, der Priester, gab schließlich die Verlobung von Anika und Georg bekannt. Er sollte der neue Häuptling werden und die junge Braut als Trophäe bekommen.

Anika war verzweifelt, und in einem Akt höchster Not ging sie zu dem alten Opferplatz und bot den Geistern der Alten Brot, Eier und Bier an, wenn sie ihr halfen. Sie wollte Georg nicht heiraten, hatte er doch gesagt, dass er sie wie eine ungehorsame Stute zureiten wollte. Sie vollführte das Ritual, welches Vater ihr gezeigt hatte. Sie tat es mitten in der Nacht, doch jemand aus dem Dorf entdeckte sie dabei.

Eine alte Frau sah es und lief sofort zum Priester. Er, der sie eigentlich schützen sollte, war außer sich. Anika bekam zum ersten Mal in ihrem Leben richtige Prügel. Erst von dem heiligen Mann der Kirche und dann von Georg, der seine heidnische Braut läutern wollte. Mehrere Tage musste Anika danach im Bett liegen. So sehr schmerzte ihr geschundener Körper. Leise verfluchte sie ihre Peiniger und wünschte ihnen den Tod. Doch was dann geschah, das hatte sie nicht gewollt.

Urplötzlich tauchte das Feuer in pechschwarzer Nacht auf und verheerte die Felder des Dorfes. Eine Kreatur, so bösartig wie der leibhaftige Teufel selbst, war über das friedliche Land hergefallen. Verzweifelt liefen die Menschen aus ihren Häusern und versuchten zu retten, was noch zu retten war. Ein Drache war aus seinem langen Schlaf erwacht und, einem höllischen Dämon gleich, über die Welt gekommen.

Er vernichtete Vorräte und verschlang das Vieh. Die Menschen schrien und weinten. Anika jedoch fühlte die Schuld, die auf ihr lag. Hatte sie am Ende den Drachen beschworen? So sagte es der Priester und auch der Ritter stimmte ihm zu.

Nach drei Tage des Unheils wurde Anika vor den Rat des Dorfes geführt. Immer noch war sie geschwächt von den Schlägen des Priesters und den Peitschenhieben des Verlobten. Die Männer jedoch hatten kein Mitleid mit der Tochter ihres ehemaligen Häuptlings. Georg erklärte dem Dorf, dass Anika den Teufel angerufen hatte, er möge den Drachen über das Dorf kommen lassen. Auch Priester Johannes bestätigte diesen Vorwurf und sie berichteten von der Beschwörung, die Anika durchgeführt hatte.

Anika selbst konnte nichts sagen. Nur Tränen liefen über ihre Augen. Sie wusste nicht, ob sie es wirklich getan hatte. Sie beteuerte nur, dass sie niemanden etwas zuleide tun wollte. Niemand glaubte ihr.

Georg, der bereits in der Vergangenheit gegen Drachen gekämpft hatte, bot dem Dorf an, auch diesen Drachen zu erschlagen, wenn er im Gegenzug dafür zum Häuptling ernannt würde. An eine Hochzeit mit Anika war nicht mehr zu denken. Im Gegenteil. Sie sollte nun dem Drachen als Opfer dargeboten werden, um dessen Blutdurst zu befriedigen, bis Georg Verstärkung aus dem Heiligen Orden erhalten hatte. Dieser Drachen, so sagte der Ritter sei weit mächtiger, als alle anderen, die er zuvor besiegt hatte. Dieser Drache sein die Inkarnation des Bösen.

So brachte man sie an den alten Opferplatz, wo auch sie selbst schon das Opfer an die alten Geister dargebracht hatte. Die Frauen hatten sie in ein das Gewand der alten Kräuterfrau gesteckt, die am Rande des Dorfes lebte und etwas verrückt war. Der Priester zitierte Verse aus der Heiligen Schrift und Georg machte den Männern Mut, dass er den Drachen bestimmt erschlagen würde, denn Gott sei auf seiner Seite. Das Opfern der heidnischen Ketzerin, so wussten sie alle, würde dem Dorf Zeit geben, bis die Verstärkung eintraf.

Zum Schluss trat Georg noch einmal an seine ehemalige Verlobte heran. Seine Hand streichelte ihr über die Wange. Liebevoll und intim wanderte sie an ihrer Haut hinab und ließ sie erschaudern. Ohne Scham zog er an dem Ausschnitt ihres Opfergewandes und entblößte ihre Brust. Noch nie war ihr ein Mann so nahe gekommen. Er griff nach dem Busen des Mädchens und spielte mit ihrer Weiblichkeit. Mit der anderen Hand fasste er an Anikas Kinn und zwang die Jungfrau, ihm ins Gesicht zu sehen. Im letzten Licht der untergehenden Sonne konnte man die Tränen in ihren Augen erkennen.

„Wenn der Drache dich holt, denk daran, dass all das deine Schuld ist, Anika.“
Seine Stimme war eisern wie die Ketten, die sie festhielten.
„Du allein trägst für das Leid, dass über das Dorf und dich selbst gekommen ist die Verantwortung. Du hättest mit mir zum Wohle aller leben können. Jetzt wirst du sterben und ich bekomme trotzdem, was ich will.“

***

Ein tiefes Knurren weckte Anika aus ihrer Lethargie. Sie öffnete ihre blauen Augen und versuchte etwas zu erkennen. Die Tränen des vergangenen Tages hatte ihre Augen gerötet, was selbst im Zwielicht zu erkennen war. Die Morgendämmerung verlieh dem Nebel eine geisterhafte Aura. Schwere Schritte ließen den Boden erbeben.

Neben Anika hatte eine der Frauen eine Schale mit Honigwein hingestellt, in der sich nun die Wellen von der Mitte her ausbreiteten. Ob die Frau dieses Opfer für den Drachen hingestellt hatte, damit dieser, nachdem er die Jungfrau verspeist hatte, etwas zum herunterspülen hatte, war an dieser Stelle nicht ganz klar. Für das Mädchen bedeutete es jedoch Gewissheit. Der Drache war auf dem Weg zu ihr.

Da, zwischen den Schleiern des Zwielichts tauchte der dunkle Kopf der Bestie auf, die seit Tagen das Land verwüstete. Anika schloss ihre Augen und betete. Sie betete nicht zu einem bestimmten Gott, sondern einfach nur zu sich selbst. Wer auch immer ihre Gebete erhörte, sie wünschte sich nur noch, dass es schnell vorbei war und ihre Schuld dem Dorf gegenüber beglichen war. Sie wollte nicht, dass noch mehr für ihren Fehler bestraft würden.

Der Drache kam immer näher und Anika presste die Augen zusammen. Sie wollte der Bestie, die sie gleich fressen würde,nicht ins Auge schauen. Zu groß war die Angst. Ihr Atem ging schnell und sie hoffte, dass alles gleich vorbei war. Der Schmerz, die Furcht, ihr Leben, alles, wollte sie hinter sich lassen, denn sie hatte schließlich nichts mehr. Das Dorf hatte sie verstoßen und sie selbst war die Letzte ihrer Familie. Mit dem finalen Opfer würde sie eingehen in das Reich ihrer Ahnen oder die Hölle der Christen?

Der Tod jedoch ließ sich Zeit. Der Drache stand nun unmittelbar vor ihr. Sein gewaltiges Maul war gesenkt und befand sich nun wenige Handbreit von ihrer entblößten Brust entfernt. Der Kopf des Untiers war gewaltig. Wenn es das Maul aufriss, könnte er Anika bestimmt mit einem einzigen Biss verschlingen. Doch die Bestie verharrte für eine kleine Ewigkeit und schien den Duft des Mädchens in sich auf zu nehmen.

„Sieh da, sieh da. Eine kleine Jungfrau haben wir hier“, raunte die Stimme des Drachen. Sie war tief und finster, besaß jedoch trotzdem einen gewissen schelmischen Unterton. „Haben sie dich hier her gebracht, um mich zu füttern?“

„Er wird mich fressen“, schoss es Anika durch den Kopf und plötzlich schien alle Last von ihr abzufallen. Dass sie die Bestie verstand, war ihr dabei nur zweitrangig.

„Bitte“, sprach das an den Felsen gekettete Mädchen, die mit einem Mal die Stärke der Häuptlingstochter in sich wiederfand. „Ich bin die, die Euch gerufen hatte. Bitte friss nur mich und verschon mein Dorf. Die Menschen hier können nichts für meine Tat.“

Nun war es an dem Drachen, überrascht zu wirken. Er nahm sein Haupt zurück und betrachtete das halbnackte Ding eingehend. Als männlicher Drache hatte er schon immer eine gewisse Begeisterung für das weibliche Geschlecht. Gleich ob menschlich oder von seinem eigenen Volk. Drachen waren bei der Partnerwahl keine Rassisten, sie nahmen jede Frau, mit der sie sich fortpflanzen konnten.

„Du glaubst also, mich gerufen zu haben?“, fragte der Drache nach.

„Ich alleine trage die Schuld, auch wenn ich es nicht wollte. Ich wollte Euch nicht rufen, ich wollte ihn nur nicht heiraten“, gestand Anika.

„Mich? Lywfryn?“, meinte Drachen und blinzelte kurz. „Du kleines Ding willst mich gerufen haben?“

„Ja?“, erwiderte das gefesselte Mädchen etwas unsicher. „Ich … nicht?“

„Ich bin hier hergekommen, weil ich einem alten Feind auf der Spur bin, Kleines. Nicht weil ich Hunger auf eine halb verhungerte Jungfrau habe, die man mir zusammen mit vergiftetem Honigwein anbieten will. Haltet ihr mich wirklich für so dumm?“

Er schlug mit der Kralle auf den Becher und der Inhalt ergoss sich über den mit Moos bewachsenen Boden. In seiner Stimme schwang Ärger, aber auch etwas Neugier. Anika war jedoch zu verstört, um diesen Unterschied zu bemerken.

„Entschuldigung“, meinte das Mädchen zu dem Drachen. Dass die Dorfbewohner den Drachen vergiften wollten, daran hatte sie nicht gedacht. Sie war froh, dass man ihr keine letzte Mahlzeit zugestanden hatte, denn sonst wäre sie vermutlich auch vergiftet worden. Vermutlich hatten die Menschen nur darauf verzichtet, weil sie fürchteten, das Gift könnte vor dem Eintreffen des Drachen seine Wirkung entfalten. „Sie haben nur Angst vor Euch.“

Der Drache überlegte kurz. Man hatte ihm schon öfter eine Jungfrau geopfert, doch diese war irgendwie anders. Besonders. Vielleicht lohnte es sich ja, mit ihr ein paar Worte zu wechseln, bevor er sie als kleinen Leckerbissen vernaschte. So hob er eine Kralle und hielt die Spitze unter das Kinn des Mädchens, wobei er ihren Kopf anhob.

„Und du? Hast du auch Angst?“

„Ein wenig“, gestand Anika und untertrieb damit gewaltig. Trotzdem. Die Panik, die sie anfänglich gespürt hatte, wich. Sie spürte den heißen Atem des Drachens auf ihrer Haut. Es war seltsam. Seine Wärme fühlte sich gut an, auch wenn er immer noch eine monströse Bestie war.

„Vor mir?“, fragte der Drache, der sich selbst Lywfryn nannte. Anika zwang sich, ihn genauer anzusehen, die blauen Augen blickten in seine, die größer waren wie ihre Faust. Er war ein gewaltiges Untier. Seine dunklen Schuppen verliehen ihm eine mysteriöse Aura. Sie überlegte fieberhaft, was sie dem riesen Wesen sagen sollten, dessen Klaue so lang war wie ihr Unterarm und mit einem leichten Druck ihre Kehle durchstoßen könnte.

„Ja, auch“, flüsterte sie fast tonlos.

„Vielleicht hast du auch allen Grund dazu“, meinte Lywfryn. „Du hast einen Geruch an dir, den ich schon sehr lange nicht mehr gerochen habe. Sag mir, Mädchen, was ist passiert? Erzähl mir alles und ich werde dir vielleicht eine Wahl lassen, die ich noch keiner Jungfrau in meinen Händen gelassen habe.“

***

„Beeilt euch, der Drache darf uns nicht entkommen“, rief der Anführer der kleinen Reiterschar.

Ritter Georg und seine Krieger ritten im gestreckten Galopp über das Feld. Er und seine Gefolgsmänner würden die Bestie töten und ewigen Ruhm erlangen. Sie wussten, wie sie Drachen zu bekämpfen hatten. Sie würden die Bestie in ihrer Höhle stellen. Wenn er gerade eine Jungfrau verspeist hatte, würde er dort schlafen.

„Wir werden den Drachen schon kriegen. Eine Kreatur der Hölle darf nicht weiterleben. Es ist unsere heilige Pflicht dieses Monster zu vernichten. Gott ist mit uns“, erklärte Johannes, der sichtlich Mühe hatte, sich bei dem Tempo auf dem Pferd zu halten.

Der Priester begleitete den Tross, denn er sollte die Heldentaten des künftigen Häuptlings aufzeichnen. Sein Name als Drachentöter war schon bekannt, doch dieser Sieg würde ihm einen Platz unter den Mächtigen des Landes bereiten. Er würde nicht nur Häuptling sein. Nein, die wilden Stämme, die sich gerade erst in den Schoß der heiligen Mutter Kirche begeben hatten, würden sich ihm anschließen, wenn sie von seinem Heldenmut erfuhren. Dann, wenn dieses Werk vollbracht war, würde man ihn schließlich sogar zum König wählen.

„Gott ist mit mir“, murmelte Georg.

Selbstsicheres Lächeln spielte auf seinen Lippen. Alles entwickelte sich noch besser als geplant. Er bedauerte nur, dass er Anika niemals in sein Lager gezerrt hatte. Das Mädchen von altem Blut hätte ihm bestimmt viel Freude bereitet. Georgs Ziel war es gewesen, sie zu heiraten und das Erbe ihres Vaters anzutreten. Der alte Häuptling hatte sich jedoch zu Lebzeiten geweigert, ihm, dem Helden und Drachentöter, sein Kind zur Braut zu geben. So musste der Ritter zu einer List greifen.

Er hatte alles genau geplant. Den Tod ihres Vaters, der vom Priester einen Krug mit vergifteten Wein erhalten hatte. Dann die Verlobung und schließlich ihre Ehe. Der Drache aber hatte alles verändert. Er war ganz anders als die Bestie, die er vor Jahren in einem fernen Land getötet hatte.

Damals war es ein leichtes Spiel, in die Höhle einzudringen und das Tier zwischen den Eiern zu erledigen. Er hatte damals gedacht, die ganze Drachenbrut erledigt zu haben. Doch offenbar hatte er sich geirrt. Wie sehr er sich geirrt hatte, wusste Georg aber nicht und würde es nie erfahren.

Lywfryn stieß direkt aus dem Nebel auf die Gruppe zu. Sein feuriger Atem blitzte auf, noch bevor einer der Männer das schützende Schild erheben konnte. Das Drachenfeuer umhüllte ihre Körper und verwandelte diese binnen eines Atemzugs in lebendige Fackeln. Unter grausamen Schmerzen taumelten die Menschen über die versengte Wiese. Ohne Chance endete das Leben von Georg und seinen Kriegern auf einem einsamen Feld.

Die geflügelte Bestie landete neben den Überresten von Ritter Georg. Mit einer Klaue fischte er aus den Überresten ein metallisches Amulett heraus, welches wie durch ein Wunder den Höllenatem des Drachen überstanden hatte.

„Man sieht sich immer zwei Mal, Drachentöter“, lachte Lywfryn. Der Drache hatte genug Geschichten von Barden gehört, um auf eine lange Ansprache vor dem eigentlichen Tötungsakt zu verzichten. Dies gab den sogenannten Helden der Menschen nur unnötig Zeit, um vielleicht doch noch einen Ausweg zu finden. Lywfryn bedauerte lediglich, dass er auch die Pferde der Männer töten musste. Die Tiere hatten besseres verdient.

Der Drache erhob sich erneut in die Luft und ließ die verkohlten Überreste zurück. Ihre Knochen waren zu Asche verbrannt und von Regen und Wind über das Land verstreut. Nur die Legende vom Drachentöter Georg blieb erhalten. Eine Legende, die nicht viel mit der Wahrheit zu tun hatte. Aber war es so nicht immer, wenn Drachen im Spiel waren?

***

Immer noch in Ketten wartete Anika auf Lywfryns Rückkehr. Sie wusste nicht, was der Drache vorhatte, denn für das mächtige Wesen war es nicht von Bedeutung, seine Pläne mit einer Sterblichen zu teilen, die er kaum kannte. Sie wusste nicht, ob ihre Beichte sein Herz erwärmt hatte und er sie verschonen würde oder ob er nur etwas noch Grausameres mit ihr plante.

Das Warten machte sie fast verrückt, denn die Sonne hatte die Nebelschwaden verdrängt. Hatte sie in der Nacht gefroren, so schwitzte sie nun in der heißen Mittagshitze. Ihr weißes Kleid, welches sowieso nur noch aus Fetzen bestand, klebte an ihrer Haut und betonte so unfreiwillig ihre zierliche Erscheinung. Sie hatte Durst und hätte in diesem Moment wohl alles für einen Schluck klares Wasser getan. Die Ironie dabei war, dass nur wenige Meter von Anika entfernt eine frische Quelle sprudelte, die sie jedoch nicht erreichen konnte.

Was, wenn er nicht wiederkam, überlegte das Mädchen. Würden die Dorfbewohner kommen und sie los machen. Oder vielleicht sogar Georg? Ein Wiedersehen mit dem Ritter war für das Mädchen Schrecken und Hoffnung zugleich. Sie war nicht dumm. Ein Drache war das gefürchtetste Monster in ihrer Welt, auch wenn kaum jemand diese Kreaturen je gesehen hatte. Zumindest niemand, der davon berichten konnte.

Sie glaube nicht wirklich daran, dass Lywfryn ihr Leben schonen würde, aber vielleicht schenkte er ihr eine Form von Erlösung. Sie hatte kein Leben mehr. Das Dorf hatte sie verbannt. Man hatte sie dem Opfertod preisgegeben. Niemand würde sie zurückhaben wollen. Und Georg? Er war ein Mann, dem sie tief in ihrem Herzen noch weniger traute als dem Drachen. Denn sie spürte, dass der Ritter des Heiligen Ordens ein dunkles Geheimnis hatte, welches zu den Abgründen menschlichen Verhaltens führte.

Kräftiger Flügelschlag riss das Mädchen aus ihren Gedanken. Über den Baumwipfeln erhob sich plötzlich die beängstigende und zugleich auch faszinierende Silhouette von Lywfryn. Der Drache war zurückgekehrt. Ein seltsam befreiendes Gefühl machte sich in Anika breit, die den gewaltigen Körper auf sich zukommen sah.

„Ihr seid zurückgekehrt“, stieß sie in einem Laut der Erleichterung aus.

„Hattest du mich etwa vermisst“, fragte der Lywfryn, den die Reaktion der Jungfrau überraschte.

Anika blickte den Drachen mit einer Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung an. Der Durst nagte an ihr und die Angst in ihr schien sich über die endlosen Stunden aufgebraucht zu haben. Es gab nichts mehr, wovor das Mädchen Angst haben musste. Die Menschen, ihr Volk hatten ihr bereits alles genommen. Der Tod würde nur noch der Schlussstrich dieses Martyriums sein.

„Ich werde lieber gefressen als zu verdursten“, meinte Anika nun etwas vorlaut, denn die Häuptlingstochter hatte das Temperament ihres Vaters geerbt.

Lywfryn grinste, sofern man dieses Mienenspiel bei einem Drachen als solches erkennen konnte. Wieder war er direkt vor das an den Opferfelsen gekettete Mädchen getreten. Der Duft des Ritters war inzwischen kaum noch wahrnehmbar. Dafür hatte sich der Duft ihrer heranreifenden Weiblichkeit deutlich ausgebreitet. Seine Schnauze näherte sich ihrem Kopf. Seine Nüstern sogen ihren Geruch auf. Sie roch gut. Sehr gut sogar. Nur eine Kleinigkeit störte ihn.

Der Drache nahm seine vordere Klaue und näherte sich Anikas Körper ganz langsam. Das Mädchen mit den tiefblauen Augen schloss diese. Ihr Herz schlug schneller. Gleich war es soweit. Gleich würde er sie in Stücke reißen, dachte Anika. Ihr Atem beschleunigte sich. Deutlich hob und senkte sich ihr Brustkorb und bewegte damit die zarten Brüste der Jungfrau.

Plötzlich spürte sie seine Berührung. Die Kralle glitt über ihre Brust. Mit einem Mal kratzte die Spitze über ihre Haut. Sie wanderte tiefer und zerriss dabei ihr Kleid. Anika stand nun vollkommen nackt an den Felsen gebunden. Sie drehte ihren Kopf weg und offenbarte ihm so ihre ungeschützte Kehle.

Der Drache, dessen gewaltige Zähne jedoch leicht ausreichten, um sie mit einem Biss zu zermalmen, dachte in diesem Moment nicht daran, dies zu tun. Statt sie zu verschlingen, wie Anika es erwartet hatte, leckte er mit seiner großen Zunge über ihre Brüste hinauf bis zu ihrem Hals. Die Zungenspitze war dabei so groß wie die Hand eines Mannes und ihre Kraft konnte der Drache ebenso dosiert nutzen.

Ein Schauer durchfuhr sie. Anika verstand nicht, was vor sich ging. Verwirrt öffnete sie die Augen, als die Zungenspitze erneut über ihren Körper wanderte und dabei ihre Brüste umspielte, wodurch die Knospen sich ganz automatisch verhärteten.

„Was? Was tut Ihr da?“, keuchte das Mädchen verwirrt, während die Zunge langsam tiefer wanderte und zwischen ihre Schenkel glitt. Die Kraft des Drachen ließ ihr keine Wahl und so öffnete sie sich seinem Drängen. Geschickt wanderte er über den leichten, blonden Flaum der Häuptlingstochter und genoss den Geschmack ihrer jungfräulichen Scham. Ein leises Wimmern war nun alles, was Anika noch von sich gab, während sie an den Kettengliedern riss, die ihre Hände an den Drachenstein banden.

„Ich koste von dir, meine kleine Jungfrau“, flüsterte der Drache.

„Nein, aber …“, stammelte Anika, die auf einmal von einem Schauer seltsamer Gefühle durchflutet wurde, die ihren Unterleib durchströmten.

„Dachtest du etwa, ich würde dich mit einem Bissen verschlingen?“, fragte der Drache. Sein heißer Atem streifte über die nackte Haut des Mädchens, während er sie weiter mit der Zunge leckte. Rasch bildete sich süßer Nektar zwischen ihren Schenkeln. Ihr fruchtbarer Körper reagierte instinktiv auf die animalischen Verlockungen der Bestie.

„Ja, nein, ich weiß es nicht“, stöhnte die sichtlich verwirrte Jungfrau.

Der Drache ließ sich von ihrem Zögern nicht beirren. Ihr Körper zitterte und bebte. Die ehemalige Braut seines Erzfeindes war ihm nun ganz ausgeliefert. Nicht nur physisch, nein, seine zärtlich dominante Art ließ auch ihren inneren Widerstand brechen. Sie wusste nicht, wie sie auf die Gefühle reagieren sollte, die auf einmal ihren Körper durchströmten. Sie wagte es nicht, den Drachen zu verärgern, und hatte keine Möglichkeit sich seiner Gier zu entziehen.

Ihr kräftiger Atem passte sich nun den Takt seiner Zungenschläge an, die sich gegen ihre Vulva stemmten. Die Spitze seines Organs öffnete die Schamlippen des Mädchens, wie das das erste Sonnenlicht die Blüte. Ein kehliges Knurren war zu hören, denn Lywfryn genoss den Geschmack des jungen Fleisches, welches ihm mit jedem Herzeschlag mehr zugetan war.

„Gefällt es dir?“, fragte der Drache sein hilfloses Opfer.

„Ja“, stöhnte diese benommen von einem mächtigen Gefühl, welches sie bis dahin noch nie erfahren hatte. Lust. Lust gehörte zu den Sünden, über die der Priester in der Messe gesprochen hatte. Lust gehörte zu den verbotenen Dingen, an die eine Frau nicht einmal denken sollte. Anika befand sich längst jenseits jeder Moral. Das Mädchen dachte nicht mehr nach, dachte nicht einmal mehr an den Durst, der sie vor kurzen noch gequält hatte. Nur die Befriedigung ihrer eigenen Leidenschaften zählte noch für sie. Sie trieb es mit dem Tier des Teufels und wurde selbst zu einem. So würde es ihr der Priester vermutlich einreden. Doch Anika war es gleichgültig, was andere nun noch über sie dachten. Willig gab sie sich dem großen Drachen hin.

Lywfryn machte weiter. Der Drache leckte die Spalte seiner neuen Gespielin und trieb sie damit immer näher an den Gipfel weiblicher Erregung. Die Zunge rieb dabei über die Innenseite ihrer Schenkel und das kleine Poloch. Anikas Sinne brachen zu einem wilden Tanz auf. Benebelt von seiner Magie des Augenblicks, trübten sich ihre Sinne. Ihr erschöpfter Körper konnte den Wirbelsturm an Eindrücken nicht mehr verarbeiten, mit denen er konfrontiert wurde.

Plötzlich, ohne Vorwahrung, brach es aus ihr heraus. Ein wilder, ungehemmter Urlaut, einem Todesschrei nicht unähnlich, entwich der Kehle der Jungfrau. Wild bäumte sich ihr Körper in den Ketten auf, als sie, an den Opferstein gepresst, ihren ersten Orgasmus durchlebte. Anika wurde schwarz vor Augen. Erschöpft sank sie für einen Moment in den sicheren Halt ihrer Ketten.

***

Entfernt hörte eine alte Frau die Laute des Mädchens und bekreuzigte sich. Sie war eine wackere Christin und war in der Nähe geblieben, um sicher zu gehen, dass niemand der Verurteilten zu Hilfe kam. Sie war es auch, die Anika an den Priester verraten hatte. Als sie den Schrei des Mädchens und das laute Knurren des Drachen hörte, spielte sich vor ihrem geistigen Auge das blutige Ende des Heidenmädchens ab.

Regina fühlte eine innere Befriedigung. Gerne hätte sie nachgesehen, was der Drache von der Jungfrau übrig gelassen hatte, doch ihre Furcht war zu groß. Jetzt, wo das Mädchen weg war, würde sie ruhigen Gewissens in das Dorf zurück.

***

„Wie heißt du?“, fragte die Stimme aus der Ferne.

„Ani … Anika“, stöhnte das Mädchen, immer noch benommen.

„Anika“, wiederholte die Stimme. „Anika. Ich werde dich jetzt vor eine Wahl stellen, die man nur einmal im Leben hat.“

Sie öffnete ihre blauen Augen und blickte auf die Opferschale, die der Drache zuvor geleert hatte. Mit scheinbarer Leichtigkeit hielt er sie in seiner gewaltigen Klaue, die mehr als drei Mal so groß war. Ein roter Saft füllte den Boden des Gefäßes, welches einst giftigen Honigwein enthielt.

„Trink und ich werde deine Fesseln abstreifen, die dich an den Felsen und dein altes Leben binden“, verkündete der Drachen. „Dies ist mein Blut, das Blut eines Drachen, welches deinen neuen Lebensbund besiegeln wird.“

Anika war gar nicht versucht nach der Alternative zu fragen. Ohne Zögern beugte sie sich nach vorne, forderte mit ihren Lippen nach der Schale, die er ihr anbot. Sie trank sein Blut und besiegelte den Bund mit ihm, ohne auch nur einmal an ihre Vergangenheit zu denken. Es war ein simpler Impuls. Doch sie folgte ihm. Willig trank sie auch den letzten Tropfen, ohne sich über den seltsam, bitteren Geschmack zu beschweren.

Sein Blut war nicht süß, doch spürte sie die Kraft, die in ihm wohnte. Sie fühlte sich gerauscht von dem Trank des Drachen. Benebelt und zugleich befreit. Ein Rauschen füllte ihren Kopf, unterdrückte alles, was sonst noch da war. Ihr Körper löste sich von dem Felsen, ohne dass das Zerbrechen des Eisens zu hören, als er ihre Ketten sprengte. Er nahm sie behutsam in seine Klaue auf und setzte ihren Leib auf seine mächtigen Schultern.

Der Drache breitete seine mächtigen Schwingen aus. Mit dem Mädchen auf seinem Rücken hob Lywfryn ab und stieg hinauf in den blauen Himmel. Sein dunkler Körper zeichnete sich deutlich gegen die Sonne ab, als er über das Dorf flog, in dem das Mädchen einst geboren wurde. Noch einmal spie er Feuer aus und tief unter ihm hörte man die Schreie der Menschen, die in Panik um ihr Leben rannten. Dann drehte er nach Süden ab und flog in ein neues Land.

Anika spürte den frischen Wind, der durch ihr blondes Haar streifte. Sah den Himmel und den Horizont, wie er sich, so fern und doch so nah, vor ihren Augen bewegte. Sie wusste nicht, wo sie war, sie wusste nicht, was der Drache nun mit ihr vorhatte. Anika spürte nur diese unendliche Freiheit. Sie flog nicht nur auf dem Drachenrücken, nein, sie schwebte in neue Sphären einer Welt, von der die meisten Menschen überhaupt nichts wussten.

***

Sie landeten an einem See hoch oben in den Bergen. Auf den Gipfeln lag Schnee, doch Anika fror nicht. Das Drachenblut wärmte und schützte sie. Die Magie des Drachen wohnte nun auch in ihr. In den Legenden hieß es, dass der Körper unverwundbar wird, wenn man in Drachenblut badet. Doch was passierte, wenn man davon trank?

Schüchtern,doch voller Lebenskraft, blickte Anika zu dem Drachen, der sich hinlegte und ihr so half, von seinem Rücken zu steigen. Ihre nackten Füße berührten den Kiesboden, immer noch konnte sie ihren Blick nicht von der gewaltigen Masse, des der Legende entsprungenen Fabelwesens nehmen. Lywfryn war nicht nur ein Drache, nein er war ein Drachenlord, ein Fürst der Drachen, alt und mächtig. An mehreren Stellen erkannte Anika Scharten in seinen Schuppen. An diesen Stellen  gingen die schwarzen Platten in einen dunkelroten Farbton über. Offenbar hatte er an diesen Stellen einmal eine Verletzung erlitten und dies war eine Art von Narben auf seiner mythischen Haut.

Anika warte ab. Sie wagte es nicht, das Wort an ihn zur richten. Er hatte ihr ein neues Leben geben und das Mädchen wollte es nicht durch eine Unachtsamkeit verspielen. Sie war sich sicher, dass Lywfryn keine Skrupel haben würde, sie zu töten. Zu unbedeutend war ein einzelner Mensch im Leben eines Drachen.

Der Drache drehte sich zu dem Mädchen um und betrachte sie erneut. Seine Augen schienen nicht nur ihren zarten Leib zu mustern, nein, er blickte tiefer. Tiefer als ein Mensch jemals sehn konnte. Sie erstarrte. Anika fühlte sich nur körperlich nackt. Konnte er ihre Gedanken lesen? Sie spürte, dass er es tat. Das Mädchen fühlte es in ihrem Bewusstsein, welches durch sein Blut erweitert war.

„Ja, ich bin in dir“, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf. „Das Band des Drachenbluts verbindet uns, meine kleine Gefährtin.“

Seine vordere Krallenhand legte sich um sie und hob ihren Körper mit spielerischer Leichtigkeit an. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Seine Kraft durchflutete sie und auf seltsame Weise fühlte sie etwas zwischen ihren Schenkeln. Ein Kribbeln, welches sie dann das Ereignis am Drachenfelsen erinnerte, als er das hilflose Mädchen mit seiner Zunge zum Orgasmus geführt hatte. Anika keuchte leicht auf, als er sie näher an sich heranführte und sein heißer Atem über ihren entblößten Leib streifte.

„Was habt Ihr vor?“, fragte sie ihn in Gedanken, denn ihr Mund blieb geschlossen. Seine Zunge jedoch tastete erneut nach ihrem Körper.

„Ich werde dich zur Frau machen, Anika.“
Sein Geschmackssinn berührte ihre zarten Knospen. Er leckte darüber und augenblicklich versteiften diese sich unter seiner Berührung. Eine Welle aus Energie fuhr durch ihren Körper und Anika bekam augenblicklich eine Gänsehaut.

„Dein Körper ist bereit“, sprach die Stimme in ihr. Er wanderte tiefer und berührte ihren flachen Bauch. Er leckte über Anikas Vulva und jagte einen Zyklon aus Erregung durch den Leib der Jungfrau. „Dein Zyklus steht richtig.“

Anika rang nach Luft. Sie öffnete ihre Schenkel für seine Berührung, ohne sich weitere Gedanken zu machen. Das Mädchen hatte nicht nur die Erde unter den Füßen verloren. Nein, sie hatte auch die Bodenhaftung für ihre Gefühle verloren. Lywfryn verstand es, ihren Körper vorbereiten. Er ließ sie aufstöhnen, ließ sie ihre Schenkel willig öffnen, ohne sich über seine Worte weitere Gedanken zu machen. Sie wollte es. Anika wollte, dass er weiter machte. Weiter mit was auch immer.

Der Drache setzte sich aufrecht hin und riss das Mädchen dabei in die Höhe. Anikas Kopf wurde in den Nacken gepresst und das Blut schoss ihr in das Hirn. Es war ein unbeschreiblicher Rausch, der sie mit einem Mal durchflutete. Ein lautes, erleichtertes Seufzen entwich ihrer Kehle, als sie den Mund weit öffnete.

Völlig losgelöst von den Fesseln der Vergangenheit gab sich Anika den euphorischen Gefühlen hin, die sie in Besitz nahmen. Sie schwebte förmlich und als er sie wieder aufrichtete, glänzten ihre Augen verklärt. Es war ein inneres Licht, welches aus ihr heraus zu strömen schien. Alte Magie, die sich tief in ihr manifestiert hatte. Für einen Moment waren sie sich gegenüber. Drache und Jungfrau. Sie sahen sich an und ihre Blicke schienen einander zu verzehren. Sie teilten nicht nur Gedanken, sondern auch das gegenseitige Verlangen aufeinander.

„Wir werden uns jetzt vereinen, Anika“, flüsterte die Stimme in ihrem Kopf. „Bist du bereit?“
Sie war es, musste dazu nichts sagen, denn der Drache konnte in ihr lesen wie in einem offenen Buch, wenn sie ihm so nahe war.

Langsam ließ er den Körper der Jungfrau hinab. Ihr blondes Haar fiel locker über ihre Schultern. Erwartungsvoll sah Anika zu dem Drachen auf, während sich ihr Unterleib hinab senkte und schließlich die Drachenlanze berührte, die sich zwischen der zähen Drachenhaut hervorgeschoben hatte.

Die Spitze streifte ihren unberührten Eingang, der jedoch schon in vorfeuchtem Verlangen bebte. Begierde funkelte in den Augen der mächtigen Bestie, die nun endlich nehmen wollte, was ihr längst gehörte. Instinktiv öffnete das Mädchen ihre Schenkel um ihm, dem Drachenlord, besseren Zugang zu ihrer Pforte zu schenken.

Lywfryn ließ die Jungfrau hinab. Ganz vorsichtig öffnete er sie, ohne jedoch gleich in sie einzutauchen. Die Magie der Drachen gewährte ihren Körpern die Fähigkeit, sich aneinander anzupassen. Ihr Nektar schmierte den Pfahl, während die Spitze ihre geschwollenen Schamlippen auseinander drückte. Die letzten Sonnenstrahlen wanderten über den Körper des Mädchens und ließen den feuchten Flaum an ihrer Vulva glänzen. Anika stöhnte vor Verlangen und auch der Drachen raunte seine Lust durch das Tal.

Im Westen versank die Sonne hinter den verschneiten Berggipfeln. Der Tag ging zu Ende. Es war der Tag, an dem die Jungfrau geopfert werden sollte. Es war der Tag an dem Anikas altes Leben endete. Es war der Tag, an dem sie die Braut des Drachen wurde.

Mit einem Mal stieß Lywfryn zu und machte Anika zur Frau. Ein lauter, heller Schrei entwich ihrer Kehle. Die Drachenlanze war in ihr und presste die Luft aus ihren Lungen. Sie spürte Schmerz und zugleich eine unendlich große Erregung, als ihre enge Öffnung von dem Tier ausgefüllt wurde, dem sie sich hingab. Nein, kein Tier, eine Bestie, ein Mann, ihr Mann, für den sie bestimmt war. Sie hechelte, hatte Mühe nicht das Bewusstsein zu verlieren. Es war nicht der Schmerz, der sie überwältigte. Es war diese unglaubliche Fülle, die sie in sich spürte. Pure Lust, denn die Gefühle des Drachen verschmolzen mit den ihren. Sie fühlte seine Leidenschaft und die ihre.

Gemeinsam durchlebten sie einen ersten Höhepunkt ihrer pulsierenden Grotte. Für einen Moment wurde ihr schwarz vor Augen. Nur langsam fand Anikas Bewusstsein zurück. Er war immer noch in ihr. Der Drache ließ ihr Zeit sich an sein Geschlecht zu gewöhnen. Langsam kehrte ihr Verstand zurück, doch hatte sich dieser gewandelt. Ihre Sinne waren geschärft. Sie roch seine männliche Aura, schnupperte den Duft ihrer eigenen Lust. Der Geruch des Blutes, den ihre entjungferte Höhle von sich gab. All das machte sie erneut geil. Sie wollte mehr. Denn mit einem Mal schien es wie eine Sucht zu sein. Sie wollte ihn spüren. Wollte alles erleben, was es mit dem Drachen zu durchleben gab.

Lywfryn lächelte. Er gab ihr nun den Takt vor. Geführt von seiner Klaue ritt sie auf seiner animalischen Männlichkeit. Speer der Lust, der sie aufspießte und ihren Körper von einem euphorischen Moment zum nächsten trug. Keine Angst, nur Sicherheit, Geborgenheit, Geilheit und ein neues Gefühl, welches sie irgendwann einmal Liebe nennen würde.

Das Mädchen trieb auf einer Welle der Leidenschaft. Auf und ab bewegte sich ihr zierlicher Körper vor dem gewaltigen Leib des Drachen. Er füllte und befriedigte sie, ohne jedoch die unstillbare Gier nach mehr zu sättigen. Einer Gier nach der Essenz des Lebens, die ihr Körper brauchte, um vollständig zu sein.

Das Stöhnen und Keuchen des Mädchens vermischte sich mit dem Schnauben und Knurren des Drachen. Speichel tropfte aus ihrem Mundwinkel, während der Sabber aus Lywfryns Maul floss. Beide bewegten sich in vollkommener Ekstase, die sich schließlich dem unvermeidlichen Finale entgegensehnte.

Der Drache riss sein Haupt zurück, reckte sich hinauf in den Himmel und mit einem Mal stieß ein Schwall aus Feuer in das Abendrot. Eine Woge aus Hitze füllte Anikas Leib. Es war jedoch nicht das Feuer, sondern das pulsierenden Glied zwischen ihren Schenkeln, welches sie letztlich mit dem ersehnten Lebenssaft füllte. Ein helles Licht strahlte aus ihr heraus, als der Saft sich in ihren fruchtbaren Leib ergoss und sich mit dem kleinen Lebenskorn in ihrem Bauch vereinte. Dies war kein normaler Höhepunkt. Das Mädchen durchlebte den ultimativen Höhepunkt ihres Lebens. Nicht den letzten, doch den ersten vollkommenen, den sie gemeinsam mit ihrem Drachen feierte.

Erschöpft sank sie zusammen, nur gehalten von der Drachenklaue, die sie immer noch umschloss. Das Licht in ihrem Unterleib wurde schwächer und Anika schloss die Augen. Ihr Körper hatte alles gegeben und alles bekommen. Nun forderte er seinen Tribut. Ihre Muskeln wurden schlaff und ihr Geist entschwand. Sie sank in einen Traum, aus dem sie erst am nächsten Morgen erwachen würde. Einen Traum, den sie begonnen hatte, an der Seite von Lywfryn zu leben.

***

Anika streichelte über ihren runden Leib. Ihr Bauch hatte deutlich an Fülle zugenommen, denn neues Leben wuchs in ihr heran. Ihre Augen funkelten wie der Ozean, über den sie auf Lywfryns Rücken geflogen war. Sie liebte es, eng an ihn geschmiegt über den Himmel zu fliegen. Es war ein Gefühl unendlicher Freiheit. Seine mächtigen Schwingen unter sich, während die Welt an ihr vorbei zog.

Sie blickte sich um. Dies war der Hort des Drachen, wo er seine wertvollsten Schätze aufbewahrte. Gold, Silber und Seide waren jedoch nur die Zierde seines wahren Schatzes. Anika, die inzwischen zu einer jungen Frau gereift war, saß zwischen den Juwelen seines Horts. Anika selbst trug das Amulett, das Lywfryn ihr geschenkt hatte. Durch dieses Amulett war auch sie zu einem Teil der Drachengemeinschaft geworden. Sie gehörte jetzt ihm.

Mit einem Lächeln auf den Lippen blickte sie hinab auf die Eier, die so groß waren wie ein neugeborenes Kind. Sie waren von einer Schicht aus Schuppen umgeben, die sie schützten, bis ihre Zeit reif war. Die Häuptlingstochter hatte jedem der Dracheneier Namen gegeben, denn sie waren ihre Kinder.

Unter Schmerzen hatte sie die Eier aus ihrem Leib gepresst. Sie waren die Brut des Drachen, die er mit ihr gezeugt hatte. Anika hütete sie, während sie auf Lywfryn wartete. Manchmal fragte sie sich, ob sie das Schlüpfen der Eier erleben würde. Lywfryn hatte ihr erklärt, dass Drachenwelpen Jahrhunderte und Jahrtausende in ihren sicheren Hüllen warten konnten. Sie überdauerten Zeitalter und schlüpften, wenn ihre Zeit reif war, wenn die Welt neue Drachen brauchte.

Anika bedauerte dies ein wenig. Gerne hätte sie mit ihren Kindern gespielt, wenn sie auf Lywfryn wartete. Der Drache ließ sie oft für Tage allein, doch wenn er wiederkam, war die Freude in ihrem Herzen dafür um so größer. Er war ihr Herr und ihr Gebieter. Er war ihr Gemahl und ihr Freund. Er war ihr Leben und sie wusste, dass sie ihres jederzeit für den Drachen und ihre gemeinsamen Kinder opfern würde. Trotzdem, manchmal fühlte sie sich einsam.

Ein Windstoß fuhr ihr durchs Haar. Sie hörte das Schlagen der kräftigen Drachenflügel. Dann scharrten Krallen über den Felsen und Anika schaute freudig auf. In ein halbdurchsichtiges Gewand aus blauer Seide gehüllt, eilte die blonde Frau in Richtung des Höhlenausgangs. Ihr Drache war wieder da.