Dienstag, 14. Januar 2014

Der Winterwolf und das Mädchen

Eigentlich wollte ich nur ein paar Zeilen dichten, um mich auf eine neue Geschichte einzustellen. Dann wurde es mehr und dann habe ich mich jetzt noch schnell hin gesetzt und dieses Bild für euch gemacht. Ich hoffe es gefällt euch.

Euer Krystan




Der Winterwolf und das Mädchen


Eisiges Gewand auf Fels und Strauch.
Eisiger Wind streift über das Haupt.
Einsames Heulen dringt an ihr Ohr.
Einsames Herz schlägt in ihrer Brust.

Wer ist es, der da nach ihr ruft?
Wo ist er, der ja nach ihr lechzt?

Die Angst in ihr alt wie sie.
Mutter warnte sie davor.
Er ist da draußen, jagt und frisst.
Komm geh nach Haus, wo wärme ist.

Das Heulen ist jetzt nah bei ihr.
Erschrocken ist ihr Schulterblick.
Ist er es wirklich, der da kommt.
Der Winterwolf nur für sie?

Die Angst schlägt fest im jungen Herz.
Mutter ist jetzt nicht mehr da.
Sie springt und läuft, weiß nicht wohin.
Zuhause wartet nur der Alltagsschmerz.

Einsam tanzen ihre zarten Füße,
Verfolgt wird sie vom grimmigen Wolf.
Sie läuft so schnell, die Lunge brennt.
Sie sieht und fällt,
Der Wolf ist da.

Wer ist er, der hier nach ihr ruft?
Was will er, jetzt bei ihr?

Es ist ein seltsam warmer Hauch,
Der ihre Wangen zärtlich küsst.
Es ist der eisiger Beweis,
Der Winterwolf nur für sie?

Das Mädchen windet sich vor Furcht.
Sein Körper eng an sie gepresst.
Sie spürt ihn sanft an ihrer Furt.
Noch unberührt und rein.
Sie wehrt, will ihn nicht rein lassen.
Er beißt sich fest in ihrem Nacken.

Der Schmerz peitscht durch den zarten Leib.
Der feste Griff gibt ihr keine Zeit.
Gefühle, wild und unbeherrscht.
Eisiges Feuer sie umfängt.

Der Wolf ist über ihr und drängt.
Das Mädchen hilflos in das eisige Bett versinkt.
Er öffnet sie im wilden Kampf.
Sie schreit und fleht.
Verloren Schlacht.

Du bist jetzt mir, sagt er zu ihr.
Für immer mein, des Wolfes Braut.
Sie fügt sich, gibt sich ihm jetzt hin.
Sie fühlt sich frei und doch geraubt.

Eisiges Gewand in Berg und Tal.
Eisiger Hauch in ihrem Haar.
Zwei Herzen schlagen nun in ihr.
Kein sterblich Mensch darf sie berühren.
Sie ist jetzt sein, und trägt in sich,
Die Frucht des Lebens, siehst du es nicht?

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